„Kollisionen an Windenergieanlagen“ – erfolgreiche KNE-Veranstaltung in Potsdam - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende „Kollisionen an Windenergieanlagen“ – erfolgreiche KNE-Veranstaltung in Potsdam - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende

Berlin, 19. Oktober 2017

„Kollisionen an Windenergieanlagen“ – erfolgreiche KNE-Veranstaltung in Potsdam

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) lud am 18. Oktober 2017 Vertreter und Vertreterinnen von Verbänden, Behörden, Planungsbüros und Betreibern zu einer Vortragsveranstaltung zu den Themen „Fledermaus- und Greifvogelschutz an Windenergieanlagen“ und „Hortschutzfristen und Schutz vor Horstzerstörungen“ ein.

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Einladung des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende (Berlin) zur Vortragsveranstaltung „Kollisionen an Windenergieanlagen“ in das Haus der Natur in Potsdam gefolgt. Als unabhängige Bratungs- und Informationseinrichtung informierte das KNE im ersten Teil darüber, durch welche Maßnahmen für Fledermäuse und Greifvögel das Risiko vermindert oder gesenkt werden kann, mit Windenergieanlagen zu kollidieren. „Wir konnten zu einem immer wieder heftig diskutierten Thema einen umfassenden Überblick über die Maßnahmen geben, die im Zuge von Planung und Genehmigung ergriffen werden können. Während bei Fledermäusen Abschaltalghoritmen bereits weit verbreitet sind, steht bei Greifvögeln nach wie vor die Einhaltung von Schutzabständen im Vordergrund“, fasste Dr. Elke Bruns, Abteilungsleiterin Fachinformationen im KNE, die Diskussion zusammen. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer mit den Expertinnen und Experten über Leistungsfähigkeit technischer Überwachungsanlagen und Grenzen einer möglichen Anwendung.

Ein weiteres Veranstaltungsthema am Nachmittag widmete sich der Frage, wie man Horstzerstö- rungen im Zusammenhang mit Windparkplanungen wirkungsvoll begegnen kann. Immer wieder wird von Naturschutzseite die mutmaßliche Zerstörung von Horsten im Umfeld geplanter Windenergieanlagen beklagt. Das KNE informierte darüber, welche gesetzlichen Regelungen zum Schutz besetzter und unbesetzter Horste in Brandenburg bestehen und welche Horstschutzfristen nach der Zerstörung eines Horstes weiterhin gelten. Wenngleich klar ist, dass Horstzerstörungen verboten und strafbar sind, ist die strafrechtliche Verfolgung von Verstößen jedoch schwierig. Die Teilnehmer diskutierten Ansätze, wie diese Situation verbessert werden könnte.

Die zahlreich erschienenen Vertreter und Vertreterinnen von Verbänden, Behörden, Planungsbüros und Betreibern nutzten die Gelegenheit sich mit den Expertinnen und Experten des KNE auszutauschen und intensiv zu diskutieren. Der abschließende Ausklang bot allen die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und zur Vernetzung in entspannter Atmosphäre.

Für Nachfragen und Interviews zu den Themen der Veranstaltung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Kontakt: Anke Ortmann, [email protected]. T.: 030 7673738-12. 

Das vollständige Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

https://www.naturschutz-energiewende.de/aktuelles/kne-veranstaltung-kollisionen-an-windenergieanlagen/

Zur Meldung:

https://www.naturschutz-energiewende.de/aktuelles/kollisionen-an-windenergieanlagen-erfolgreiche-kne-veranstaltung-in-potsdam/

Informieren Sie sich auf unserer Internetseite über das Vortragsangebot des KNE:

Vortragsangebot

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE)

Unsere Aufgabe ist es, zur Versachlichung von Debatten und zur Vermeidung von Konflikten mit dem Naturschutz in der Energiewende beizutragen, insbesondere beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Als neutrale Einrichtung, die allein einer naturverträglichen Energiewende verpflichtet ist, stehen wir mit unseren Angeboten allen Akteuren der Energiewende gleichermaßen engagiert und konstruktiv zur Verfügung. Durch glaubwürdige Informationen und das Vermitteln von Moderationen und Mediationen unterstützen wir ein faires Austragen von Konflikten. Unter der Trägerschaft der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz arbeiten wir im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.