Workshopreihe „Technische Systeme“

Anforderungen an technische Überwachungs- und Abschaltsysteme
an Windenergieanlagen

Hintergrund

Im Rahmen des F+E-Vorhabens sollen erste Empfehlungen zu den Anforderungen an Detektionssysteme zur automatischen Vogelerfassung und ereignisbezogenen Betriebsregulierung von Windenergieanlagen formuliert werden.

Um die Klimaschutzziele zu erreichen ist es unabdingbar, den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Aufgrund des großen Potenzials kommt der Windenergienutzung dabei eine bedeutende Rolle zu. Mittlerweile sind konfliktarme Flächen für Windenergieanlagen aber knapp geworden. Um den Ausbau naturverträglich fortsetzen zu können, sind neue und verlässliche Lösungsansätze notwendig, die negative Auswirkungen auf kollisionsgefährdete Tierarten effizient vermindern.

Detektionssysteme zur automatischen Vogelerfassung und ereignisbezogenen Betriebsregulierung von Windenergieanlagen haben das Potenzial, das Kollisionsrisiko von Vögeln an Windenergieanlagen und damit artenschutzrechtliche Konflikte zu vermindern. Unabhängige Systemerprobungen sollen Aufschluss darüber geben, wie leistungsfähig die einzelnen Systeme sind. Die ersten Ergebnisse aus aktuell in Deutschland laufenden Erprobungen werden in der ersten Jahreshälfte erwartet. Sofern sie sich als wirksam erweisen, sollen fachliche Empfehlungen formuliert werden, die regeln, in welchen Planungssituationen die Systeme angewendet werden könnten.

Das F+E-Vorhaben umfasst eine Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen Empfehlungen über Mindestanforderungen an die Wirksamkeit von Detektionssystemen erarbeitet werden, um eine Konsensbildung einzuleiten und den weiteren Wissenstransfer zu befördern.

Rotmilan im Flug

Ihre Ansprechpartnerinnen im KNE

Projektleitung:
Dr. Elke Bruns
+49 (0)30 7673738 20
elke.bruns@naturschutz-energiewende.de

Projektbearbeitung:
Eva Schuster
+49 (0)30 7673738 23
eva.schuster@naturschutz-energiewende.de

Expertenworkshops und Fachveranstaltung

Das KNE wird eine vierteilige, auf einander aufbauende, Veranstaltungsreihe durchführen.

Diese umfasst drei Expertenworkshops und eine Fachveranstaltung. Die Workshops richten sich an Vertreter und Vertreterinnen der Landesministerien, der Landesumweltämter, der Fach- und Genehmigungsbehörden, der staatlichen Vogelschutzwarten sowie an Gutachter und Juristen, die sich mit dem Thema befassen. Aus den Ergebnissen der Workshops werden erste Empfehlungen zu den Anforderungen an den Umgang mit Detektionssystemen zum Einsatz an Windenergieanlagen abgeleitet. Das Projekt schließt mit einer öffentlichen Fachveranstaltung ab, in die die Ergebnisse der Workshops einfließen.

Die Schwerpunkte liegen auf der Formulierung von Mindestanforderungen an die Eignung und Wirksamkeit der Systeme als Schutzmaßnahme, der Erarbeitung von Hinweisen zu möglichen Einsatzbereichen von automatischen Detektions- und Abschaltsystemen in einem bestehenden planerischen und genehmigungsrechtlichen Kontext und die Bearbeitung der Frage nach der Gewährleistung der Kontrollierbarkeit einer ereignisbezogenen Abschaltung durch die Behörden.

Das auf ein Jahr angelegte Vorhaben ergänzt zudem die durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderten Forschungsaktivitäten am süddeutschen Windtestfeld (F+E „NatForWINSENT II“).

Weitere Informationen zu diesem und anderen Forschungsprojekten des BfN finden Sie auch auf der Internetseite NATURSCHUTZ UND ERNEUERBARE ENERGIEN - Forschung am BfN.

Projektlaufzeit: 1. November 2019 – 30. November 2020 (FKZ 3519861200)

Finanziert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.