Eberswalde, 19. März 2019

Regionale Wertschöpfung: Chancen für Kommunen und Stadtwerke bei den erneuerbaren Energien

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich im Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde zur 4. Regionalkonferenz des Landes Brandenburg zum Thema „Neue Chancen für Kommunen und Stadtwerke durch aktuelle Akzeptanzmaßnahmen bei den Erneuerbaren Energien“.

Schirmherr der Veranstaltung war, wie auch bei den vorangegangenen Regionalkonferenzen das Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE). Durchgeführt wurde die Konferenz von der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg GmbH (WFBB) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Partner sind die Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim, der Städte- und Gemeindebund Brandenburg (StGB) sowie der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU).

In seiner Begrüßung griff Landrat Daniel Kurth das Thema Energiewende als Mammutaufgabe mit großen technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf, für die es sowohl finanzieller als auch kommunikativer und partizipativer Lösungen bedarf. Prof. Dr.-Ing. Jochen  Möller vom MWE stellte im Anschluss den 6-Punkte-Maßnahmenkatalog der Landesregierung im Bereich der erneuerbaren Energien vor. Im Juni 2018 hatte der Landtag Brandenburg einen entsprechenden Beschluss dazu gefasst, um die Bürgerinnen und Bürger im Planungsprozess und bei der Errichtung von Anlagen ebenso wie zu Fragen der Beteiligung besser zu informieren, beraten und zu unterstützen.

Im Rahmen des Maßnahmenkatalogs strebt die brandenburgische Landesregierung einen verbindlichen Dialog über Maßnahmen zur Akzeptanzverbesserung zwischen Investoren/Projektentwicklern, Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern an. In diesem Zusammenhang erläuterte Prof. Möller die geplanten finanziellen, technischen und konfliktlösungsbezogenen Maßnahmen zur Stärkung regionaler Wertschöpfung im Rahmen von Windenergieplanungen in Brandenburg.  Im Anschluss referierte Dr. Robert Brandt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zu Chancen und Herausforderungen der Energiewende für Kommunen. Philipp von Tettau schloss den Vormittagsblock mit einem Vortrag zu rechtlichen Aspekten für lokale Wertschöpfung im Rahmen von Maßnahmen erneuerbarer Energien vor Ort ab.  Beispiele gelungener Strategien zu Beteiligung und regionaler Wertschöpfung aus der Gemeinde Rehfelde und der Stadt Prenzlau rundeten die Konferenz ab.

Dr. Bettina Knothe, Leiterin der Konfliktberatung im KNE, stellte die Angebote des KNE zu Dialogverfahren für Kommunen vor. Dieses Angebot ist Teil der Kooperationsvereinbarung des KNE mit dem Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, im Rahmen des 6-Punkte-Maßnahmenkatalogs bei Konflikten vor Ort mit Konfliktberatung, Konfliktmoderation und Mediation zur Verfügung zu stehen. Es steht allen Kommunen und Akteuren im Land Brandenburg für die Aushandlung einvernehmlicher Lösungen im Rahmen von Windenergieplanungen vor Ort zur Verfügung.

Lesen Sie alles zur Kooperationsvereinbarung zwischen dem KNE und der Wirtschaftsförderung Brandenburg.

Auch auf der 5. Regionalkonferenz des Landes Brandenburg zum Thema „Neue Chancen für Kommunen und Stadtwerke durch aktuelle Akzeptanzmaßnahmen bei den Erneuerbaren Energien“ am 28. März 2019 in Fürstenwalde, Planungsregion Oderland-Spree, wird das Dr. Bettina Knothe mit einem Fachvortrag über die Angebote des KNE und Möglichkeiten der Konfliktvermeidung und -bearbeitung informieren.

Bildquelle: Wikipedia: Daniela Kloth/kloth-grafikdesign.de

Paul-Wunderlich-Haus