Mehr Kommunikation für mehr Akzeptanz - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende Mehr Kommunikation für mehr Akzeptanz - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende

Halle an der Saale, 19. März 2019

Mehr Kommunikation für mehr Akzeptanz

Rund 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen trafen sich in Halle an der Saale zum 2. Mitteldeutschen Windbranchentag der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das Programm der vom Bundesverband Windenergie e. V. organisierten Veranstaltung widmete sich einem vielfältigen Themenspektrum.

Vom Kohleausstieg und dem Ausbau der erneuerbaren Energien, über Planung und Recht bis hin zur Frage, wie die Perspektiven für die Windbranche in Mitteldeutschland sind und wie es gelingt, die Akzeptanz für den Windenergieausbau vor Ort zu erhöhen.

Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, berichtete von einem momentan schwierigen Bundestrend beim Windenergie-Ausbau. Dieser Trend spiegele sich auch in der Kommunalpolitik wider. Der Windenergie-Ausbau vor Ort bräuchte dringend mehr Akzeptanz, so Albers weiter.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert, wies darauf hin, dass es insgesamt eine positivere Kommunikation für die Windenergie bräuchte. So müsste darauf hingewiesen werden, dass die Windenergie als große Chance für langfristige Arbeitsplätze und Wachstumsbranche begriffen werden solle.

Dr. Martin Köppel, Konfliktberater und Leiter der Außenstelle Süd des KNE, nutzte die Gelegenheit, sich bei den Akteuren über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Windbranche zu informieren und zum Ausloten der Möglichkeiten der Unterstützung der verschiedenen Akteure durch das KNE.

Der Bedarf an Angeboten zur Lösung von Konflikten wurde deutlich

In den vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es bei der Planung von konkreten Projekten vor Ort zum Teil Widerstand und auch unterschiedlich stark ausgeprägte Konflikte gibt. Der Bedarf an Konfliktbegleitung und -moderation ist gegeben und Unterstützung durchaus erwünscht. Es wurde sehr begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und als Ansprechpartner für alle Akteure zur Verfügung steht. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an den 2. Mitteldeutschen Windbranchentag weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten.

Blick auf die Universität Halle.