Das Institute for Sustainable Energy Policy (ISEP) aus Japan im Austausch mit dem KNE - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende Das Institute for Sustainable Energy Policy (ISEP) aus Japan im Austausch mit dem KNE - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende

Berlin, 23. November 2021

Das Institute for Sustainable Energy Policy (ISEP) aus Japan im Austausch mit dem KNE

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 ist das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende im regelmäßigen Austausch mit dem Institute for Sustainable Energy Policy (ISEP) in Japan. Das ISEP ist dort eng mit der Universität Tokio verbunden. Bei einem neuerlichen Austausch zwischen KNE und ISEP ging es darum, aus den Erfahrungen der KNE-Konfliktarbeit der vergangenen Jahre zu profitieren. Das KNE hat bis heute etwa 150 Konfliktfälle bearbeitet. Die meisten zur Windenergie an Land. Das ISEP ist besonders daran interessiert, wie das KNE die Stakeholder für diese Prozesse auswählt und wie die Konfliktbearbeitung stattfindet.

KNE-Geschäftsführer Michael Krieger machte in seinem Vortrag dazu deutlich, dass die Auswahl der teilnehmenden Stakeholder mit den Stakeholdern selbst passiere. So gebe es immer gesetzte Teilnehmende, etwa die Behörden vor Ort, die Kommune oder auch den Projektierer. Diese beraten dann zusammen mit den KNE-Mediatorinnen und -Mediatoren, welche weiteren Stakeholder gebraucht werden, um den Prozess erfolgreich zu gestalten. Dies sind oftmals Naturschutzorganisationen, Bürgerinitiativen, Expertinnen und Experten und auch Landesinstitutionen. Der Erfolg der Konfliktbearbeitung mache sich dann daran fest, wie konstruktiv der Konflikt bearbeitet werden kann. Das ISEP ist Initiator eines "japanischen KNE", das in den nächsten drei bis fünf Jahren an den Start gehen soll. Japan ist seit dem Reaktorunglück von Fukushima stark in den Ausbau erneuerbarer Energien eingestiegen.

Im Gegensatz zu Deutschland ist der Rückhalt der Energiewende aber dennoch geringer. Daher erscheint es zielführend, dass trotz des gerade erst begonnenen Ausbaus von Wind- und Solarenergie bereits jetzt geeignete Strukturen geschaffen werden, damit die Konflikte in den Präfekturen frühzeitig erkannt und bearbeitet werden. Auch die Einbindung der größeren Naturschutzorganisationen soll von Anfang an erfolgen und Teil der geplanten Einrichtung werden. Das KNE wird den weiteren Prozess beratend begleiten.