Hinweise zu qualitätvollen und rechtssicheren akustischen Fledermauserfassun-gen bei Windenergievorhaben - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende Hinweise zu qualitätvollen und rechtssicheren akustischen Fledermauserfassun-gen bei Windenergievorhaben - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende

Berlin, 20. Oktober 2020

KNE-Lesetipp

Hinweise zu qualitätvollen und rechtssicheren akustischen Fledermauserfassungen bei Windenergievorhaben

Titel: Runkel, V. (2020): Akustische Erfassung von Fledermäusen – Möglichkeiten und Grenzen im Bau und Betrieb von Windkraftanlagen.

Im Zusammenhang mit Windenergievorhaben kommen Geräte und Methoden zur akustischen Fledermauserfassung mittlerweile standardmäßig zum Einsatz, so zum Beispiel bei Detektorbegehungen im Rahmen von Voruntersuchungen, aber auch beim sogenannten Gondelmonitoring zur Festlegung bzw. nachträglichen Optimierung von Abschaltzeiten zum Fledermausschutz. Dennoch bestehen auch gewisse Grenzen der akustischen Erfassung, die sich auch auf die erhaltenen Daten auswirken.

Der Autor gibt in seinem 23-seitigen Buchbeitrag einen Überblick über die akustische Erfassung von Fledermäusen bei Vorhaben der Windenergie. Dazu werden Einflüsse der Erfassungstechnik, der Untersuchungsmethodik, der Auswertung der gewonnenen Daten und deren Bewertung im Hinblick auf die gutachterliche Anwendung betrachtet. Vor diesem Hintergrund legt der Autor einen besonderen Fokus auf die Möglichkeiten und Grenzen der akustischen Erfassung von Fledermäusen.

Zum Beispiel begrenzen physikalische Einflüsse sowie art- und verhaltensspezifische Rufe und Ruflautstärken die Reichweite der Erfassung, ohne dass dies beeinflussbar wäre. Anders ist dies jedoch bei der eingesetzten Technik. Bei entsprechender Sachkunde bei der Datenerfassung kann die Qualität der zu gewinnenden Daten gezielt optimiert werden. Ein gutes Verständnis der Technik und Methoden ist hierbei, wie auch bei der anschließenden Bewertung der gewonnenen Daten, wichtig.

Im Weiteren werden vom Autor Ansprüche formuliert, die an die verwendete Technik und deren Einstellung sowie an die Gutachterin bzw. den Gutachter selbst (z. B. seine Qualifikation und seine gutachterliche Tätigkeit) gestellt werden können.

Aus dem Beitrag können aus unserer Sicht wertvolle Hinweise entnommen werden, um zu fachlich qualitätvollen und rechtssicheren Ergebnissen bei der akustischen Erfassung von Fledermäusen und zu daraus abgeleiteten Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen zu gelangen.

Quelle: Runkel, V. (2020): Akustische Erfassung von Fledermäusen – Möglichkeiten und Grenzen im Bau und Betrieb von Windkraftanlagen. In Voigt, C. (Hrsg.) (2020): Evidenzbasierter Fledermausschutz in Windkraftvorhaben. Springer Spektrum-Verlag, Berlin. S. 3–27.