Erfolgreiche Expertenworkshops zu Detektions- und Abschaltsystemen an Windenergieanlagen - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende Erfolgreiche Expertenworkshops zu Detektions- und Abschaltsystemen an Windenergieanlagen - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende

Berlin, 20. Juli 2020

Erfolgreiche Expertenworkshops zu Detektions- und Abschaltsystemen an Windenergieanlagen

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Anforderungen an technische Überwachungs- und Abschaltsysteme an Windenergieanlagen“ fanden im Mai und Juni 2020 insgesamt vier Online-Expertenworkshops statt.

Die Workshopreihe diente dazu, Empfehlungen zu den Anforderungen an Kamera- und Radarsysteme zu formulieren, damit diese anfliegende Vögel sicher erkennen und entsprechend die Windenergieanlagen abschalten können, um eine Kollision zu vermeiden.

Dr. Elke Bruns und Eva Schuster (beide KNE) stellten jeweils den fachlichen Hintergrund und verbleibenden Klärungsbedarf vor. Die Teilnehmenden diskutierten ausgewählte Aspekte wie die sichere Erfassungsrate einer Zielart in ausreichender Reichweite und mögliche Anwendungsbereiche in Abhängigkeit der planungs- und genehmigungsrechtlichen Ausgangslage.

Die Teilnehmenden setzten sich aus Vertretern und Vertreterinnen der Landesministerien, der Landesumweltämter, der Fach- und Genehmigungsbehörden, der staatlichen Vogelschutzwarten sowie aus Gutachterinnen und Gutachtern sowie Juristen und Juristinnen zusammen.

Die Expertinnen und Experten schätzten die Herausforderungen für die Einführung der Systeme insgesamt als überwindbar ein. Bis zur Anerkennung der technischen Systeme als geeignete Schutzmaßnahme und ihrem Einsatz in der Praxis gibt es jedoch noch einige Fragen zu klären. Nach mehrheitlicher Einschätzung können Abschaltungen auf Basis einer automatisierten Erkennung von Vögeln einen relevanten Lösungsbeitrag zu einer naturverträglichen Energiewende leisten.

  • Ausführliche Informationen zu den Inhalten und Ergebnissen der vier Expertenworkshops finden Sie auf der Projekt-Internetseite.

Das Projekt wird finanziert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Rotmilan im Flug

Rotmilan im Flug. Foto: Roy-Buri auf Pixabay.