Das KNE auf der Confe­rence on Wind Energy and Wildlife Impacts - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende Das KNE auf der Confe­rence on Wind Energy and Wildlife Impacts - Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende

Berlin, 07.09.2017

Das KNE bringt sich als neutraler Akteur auf der CWW in Estoril ein.

In der protugiesischen Küstenstadt Estoril, ein Vorort von Lissabon findet derzeit die internationale Konferenz zu den Auswirkungen der Windenergie auf die Natur (CWW - Conference on Wind Energy and Wildlife Impacts, 6.–8. September 2017) statt.

Über 200 Expertinnen und Experten, vornehmlich aus Wissenschaft und Forschung, debattieren in viertelstündigen Präsentationen und Workshops mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung sowie der Windenergiebranche die aktuellsten Erkenntnisse der Forschung. Ebenfalls werden Lösungsansätze zu einer naturverträglichen Nutzung der Windenergie vorgestellt. Die Ideen reichen von schwarz bemalten Flügeln um damit Greifvögel dazu zu bewegen, die Anlagen zu umfliegen und nicht durch den Rotor hindurch und damit potenziell mit diesem zu kollidieren bis hin zu komplexen Berechnungsmethoden um die populationsgefährdende Reduktion von Fledermäusen besser berechnen zu können und so geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen. Ebenfalls präsentieren sich Aussteller mit technologischen Ansätzen zur Reduktion des Kollisionsrisikos.

Gleich zu Beginn hielt das Mitglied des Wissenschaftsbeirates der Konferenz, der US-Amerikaner Edward Arnett, der kürzlich aus der Wissenschaft in die Politikberatung gewechselt ist, einen kritischen Beitrag an seine Kolleginnen und Kollegen. Arnett unterstrich, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse nur dann sinnvoll seien, wenn sie konkret in Planung und Genehmigung berücksichtigt würden. Seiner Ansicht nach fehle es oftmals an der Reflexion, ob die richtigen Fragen gestellt würden und ausreichend Mittel für eine evidente Forschung zur Verfügung ständen (aber trotzdem versucht würde mit der Hälfte des notwendigen Kapitals die notwendig hohe Qualität an Ergebnissen zu erzielen). Er forderte daher eine stärkere Berücksichtigung der Erfordernisse einer praktischen Anwendung und damit auch, wirtschaftliche Aspekte in die Forschung mit einzubeziehen.

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende ist in Estoril vor Ort und bringt sich als neutraler Akteur mit der Aufgabe des Wissenstransfers ein.

CWW im September 2017 in Estoril, Portugal.
CWW im September 2017 in Estoril, Portugal.