Behauptungen durch Wissen ersetzen

Berlin, 6. Dezember 2019

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) forscht und entwickelt in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Energiewandlung und Energiespeicherung, immer mit konkretem Praxisbezug.

„Unsere Mission ist der Technologietransfer,“ beschreibt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, den Auftrag des ZSW. Im Interview mit Prof. Dr. Frithjof Staiß und Maike Schmidt ging es um den Auftrag des Zentrums und die Schwerpunktforschungen, speziell um Photovoltaik und Windenergie. Wie lässt sich der Wirkungsgrad von Dünnschicht- Solarzellen verbessern? Was untersucht das ZSW auf seinem Windtestfeld auf der Schwäbischen Alb? Diese und andere Fragen erörterte Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, in Stuttgart. Nachzulesen im KNE-Jahrbuch K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
pressenaturschutz-energiewende.de
030 7673738-12

Der KNE-Länderkompass — kompaktes Wissen zur Energiewende in den Ländern

Berlin, 14. November 2019

Der KNE-Länderkompass — kompaktes Wissen zur Energiewende in den Ländern

Welche Schutzgebiete sind in Thüringen ausgewiesen? Wie ist der aktuelle Stand der installierten Bruttoleistung bei den erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg? Welche Energiewendeziele haben sich die Länder gesetzt und wie ist hier der aktuelle Status?

Der KNE-Länderkompass gibt einen Ein- und Überblick über die Umsetzung der naturverträglichen Energiewende in Deutschland. Individuell für jedes der dreizehn Flächenländer werden der Stand der Umsetzung der Energiewende, die Flächennutzung sowie die Ausweisung der entsprechenden Schutzgebiete dargestellt. Ebenso bietet er Informationen zu den Zuständigkeiten in der Landesregierung, dem aktuellen erneuerbare Energien-Mix im Land sowie einen Überblick über die anerkannten Naturschutzorganisationen und den Zielen der Landespolitik zur weiteren Umsetzung der Energiewende vor Ort.

„Im Zuge unserer Beratungen und Gespräche mit den verschiedenen Akteuren vor Ort wurde deutlich, dass es an vielen Stellen ein Bedarf an kompakten und verlässlichen Informationen rund um die Energiewende in den jeweiligen Ländern und Planungsregionen gibt. Mit dem KNE-Länderkompass bieten wir die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über den aktuellen Stand der Energiewende zu verschaffen, aber auch über die Arbeit des KNE vor Ort“, erklärte der KNE-Geschäftsführer Michael Krieger anlässlich der Freischaltung des KNE-Länderkompasses.

Die gelisteten Informationen werden aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengeführt, unter anderem aus statistischen Daten der Länder und des Bundes und Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur, etwa zu den Ergebnissen der Ausschreibungsverfahren für Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Die Informationen werden regelmäßig oder aus aktuellem Anlass angepasst.

Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zu unserem KNE-Länderkompass haben, freuen wir uns jederzeit über Ihre Kontaktaufnahme!

Das KNE lud zum länderübergreifenden Austausch ein

Mannheim, 1. Oktober 2019

Das KNE lud zum länderübergreifenden Austausch ein

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sammeln gegenwärtig Erfahrungen mit dem Zubau von Photovoltaikanlagen in der Freifläche unter den Bedingungen der Öffnungsklausel für benachteiligte landwirtschaftliche Gebiete. Im Rahmen des „länderübergreifenden Austauschs zum naturverträglichen Ausbau der Photovoltaik in der Freifläche“ bot das KNE den Akteuren (Vertreter der zuständigen Ministerien, Kommunen, Naturschutzverbände, Projektierer und weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik in der Freifläche befassten Akteure) ein Forum, in dem bereits gesammelte Erfahrungen miteinander geteilt werden konnten und Hemmnisse für den weiteren Ausbau sowie die damit verbundenen Naturschutzbelange diskutiert wurden.

Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Dialoggestaltung im KNE, Dr. Elke Bruns und Markus Hemker von den Fachinformationen führten durch die Veranstaltung. Die Ergebnisse des Austausches werden als Dokumentation der Veranstaltung auf der Internetseite des KNE zur Verfügung gestellt und die Diskussionsergebnisse fließen auch in geplante Synopsen des KNE zum Thema ein. Darüber hinaus wurde vereinbart, den Austausch in Zukunft zu verstetigen und eine nächste Veranstaltung zum Eingriffsausgleich auf der Fläche der Solaranlage durchzuführen.

Das KNE wird dazu weiter informieren.

Foto: PublicDomainPictures auf Pixabay.

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

Kassel, 25. und 26. September 2019

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

In Kassel tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Forschungseinrichtungen, Ministerien und Behörden, Kanzleien, Umweltverbänden und der Energiebranche auf der vierten Bundesfachtagung Naturschutzrecht des Bundesverbandes Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN) zum Thema „Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende“ aus. Im Rahmen der Fachtagung in Kassel hat Dr. Silke Marie Christiansen, Rechtsreferentin im KNE, in ihrem Vortrag zu Naturschutzrecht bei Photovoltaik und energetischer Biomassenutzung informiert.

Die Fachtagung setzte sich insbesondere mit dem Naturschutzrecht und den Aspekten der Energiewende sowie den Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel aus Sicht von Wissenschaft und Praxis auseinander. Mit der Fachtagung möchte der BBN ein Forum schaffen, das rechtswissenschaftliche Entwicklungen im Bereich Naturschutz für die Praxis transparenter macht, aber auch aufzeigt, wo die Praxis Probleme sieht.

In den Vorträgen und Diskussionen sowie in den vielen persönlichen Gesprächen wurde deutlich, dass der Naturschutz umfangreich von Projekten der Energiewende betroffen ist und, dass es gleichwohl bei der Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen weit darüber hinausgehender strategischer Überlegungen bedarf. Es wurde begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und mit verlässlichen Fachinformationen als Ansprechpartner für alle Akteure der Energiewende zur Verfügung steht. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an die Veranstaltung weiter im Gespräch zu bleiben.

  • Das KNE erstellt regelmäßig Dokumente für den Wissenstransfer, unter anderem Steckbriefe, Synopsen und Dossiers. Diese werden auf der KNE Internetseite Auf einen Blick veröffentlicht.

Innovative Solarenergienutzung im Saarland

Dirmingen , 13. September 2019

Bifaciale PV-Freiflächenanlage setzt auf „Win-Win-Win“-Lösung

Dr. Torsten Raynal-Ehrke und Dr. Elke Bruns besuchten eine bifaciale Photovoltaik-Freiflächenanlage im Saarland. Hier hat die Firma Next2Sun 2018 in einem bislang einzigartigen Projekt bifaciale PV-Module auf einer Grünlandfläche von sieben Hektar installiert. Das Besondere hieran ist, dass diese Module auf beiden Seiten mit Solarzellen versehen sind. Sie werden senkrecht in Reihen aufgestellt und in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Das Ministerium für Umwelt des Saarlandes hatte zu dem Ortstermin in Dirmingen (Gemeinde Eppelborn) eingeladen, um sich mit dem KNE darüber zu verständigen, welche Probleme und Potenziale in diesem Projekt stecken, und inwieweit die Möglichkeit besteht, das Vorhaben fachwissenschaftlich zu begleiten.

Das Konzept hat den energiewirtschaftlichen Vorteil, Stromerzeugungsspitzen ausgleichen zu können: Die Erzeugungsmaxima treten vormittags und nachmittags auf. Aus landwirtschaftlicher Sicht besteht der Vorteil darin, dass die Module nicht die gesamte Fläche beanspruchen. Die Reihenabstände wurden mit 10 Metern so gewählt, dass eine auch landwirtschaftliche Nutzung (hier: zweimaliger Schnitt zur Heugewinnung) weiterhin möglich ist. Das saarländische Landwirtschaftsministerium setzt sich dafür ein, dass Flächen mit diesem Modultyp angesichts der begrenzten Nutzungseinschränkung EU-agrarförderungsfähig bleiben.

Auch aus naturschutzfachlicher Sicht scheint diese Form der solaren Energieerzeugung Vorteile zu haben: Anlagenbedingte Beeinträchtigungen des Lebensraums sind durch die geringe Überdeckung minimiert. Nach zwei Jahren ist auf dieser Fläche festzustellen, dass sich der Kräuteranteil im Grünland erhöht hat. Es hat sich ein Blühhorizont gebildet, der Heuschrecken und Tagfalter anzieht. Noch zu untersuchen ist unter anderem, inwieweit die Modulreihen eine Barrierewirkung für Insekten und Tagfalter darstellen und ob entstehende Altgrasstreifen die Habitatvielfalt auf der Fläche vergrößern können.

Fazit: Aus Sicht des KNE hat dieses Konzept durchaus das Potenzial für eine Win-Win-Win-Lösung. Energiewirtschaftliche, landwirtschaftliche und naturschutzfachliche Anforderungen können gut unter einen Hut gebracht werden. Wir unterstützen die Idee des saarländischen Umweltministeriums, die Modellhaftigkeit des Konzepts im Rahmen eines Forschungsprojektes zu untersuchen. Vor allem die Ergebnisse eines betriebsbegleitenden Monitorings wären von großem Interesse.

Bifaciale PV-Module der Firma Next2Sun. Bild: Elke Bruns.