Das KNE-Jahrbuch K20 blickt auf die Energiewende vor Ort

Berlin, 18. Juni 2020

Das KNE-Jahrbuch K20 blickt auf die Energiewende vor Ort

Von fabelhaften Ausgleichsmaßnahmen, Labyrinthen der Leidenschaft und dem Wind über Schottland

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider.

„In der Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort konnten wir feststellen, dass sich die Praxis der Energiewende deutlich geändert hat. Die Diskussionen um den Abbau von Hemmnissen beim Ausbau der erneuerbaren Energien hat an Bedeutung gewonnen, manches kommt in Bewegung und manches gilt es noch anzupacken. Da lag es nahe, in diesem Jahrbuch den Blick auf die konkreten Herausforderungen zu richten, und die Akteure von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende berichten zu lassen“, erklärt Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE.

„So vielseitig wie die Autorenschaft ist, so spannend ist die Bandbreite der Themen. Wir hoffen, nicht nur einen interessanten und informativen Einblick in die verschiedenen Facetten und Anforderungen der Energiewende zu geben, sondern auch, zur Versachlichung von Debatten beizutragen, und zur Diskussion – auch disziplinübergreifend – über die Herausforderungen anzuregen“, berichtet Anke Ortmann, Redakteurin des Jahrbuchs. „Die Leserschaft erwarten Beiträge zur Regionalplanung, zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, zur Konfliktklärung vor Ort, zu Innovationen in der Photovoltaik und zur Bedeutung der Emotionen. Internationale Beiträge zu Schottland, China und Polen stellen ausgewählte Aspekte der dortigen Energiewende heraus“, so Ortmann weiter.

Zu Wort kommen unter anderem Dr. Danuta Kneipp (50Hertz Transmission) und Judith Michler (ABO Wind) in ihrem gemeinsamen Artikel zu Klima- und Artenschutz als wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Energiewende. Professorin Gundula Hübner von der Universität Halle-Wittenberg berichtet über die Vielschichtigkeit der Emotionen und Motivationen in der Energiewende. Martin Szaramowicz (Flächenagentur Brandenburg) und Marc Thiele (NaturschutzFonds Brandenburg) geben einen Einblick in die Praxis der Kompensations- und Ersatzmaßnahmen. Dr. Joanna Maćkowiak Pandera (Forum Energii) erläutert bemerkenswert die Perspektiven der polnischen Energiepolitik und die Chancen einer deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Darüber hinaus kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KNE zu Wort und berichten über die Arbeit des KNE.

Der Artikel „Letzte Ausfahrt Zukunft“ von Dr. Joanna Maćkowiak Pandera liegt auch im Orignial in Polnisch vor. Hier finden Sie den Artikel „Ostatni zjazd przyszłość“.

Die K20-Redaktion dankt allen Autorinnen und Autoren sehr herzlich für Ihre Mitarbeit und wünscht den Leserinnen und Lesern eine spannende und anregende Lektüre.

Titelillustration: Felix Scholz.

Für Nachfragen, Interviews und für Anfragen zur journalistischen Weiterverwertung von Beiträgen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Kontakt: Anke Ortmann, presse@naturschutz-energiewende.de. T.: 030 7673738-12

Die Energiewende weiter vorantreiben

Berlin, 22. und 23. April 2020

Die Energiewende weiter vorantreiben

Das 5. Fachforum des KNE-Mediatorenpools war ein besonderes. Zum ersten Mal traf sich das KNE mit den Mitgliedern des KNE-Mediatorenpool aus aktuellem Anlass in Videokonferenzen im virtuellen Raum.

Es gab einen engagierten Austausch zu den aktuellen Herausforderungen. Auch in diesen schwierigen Zeiten muss alles darangesetzt werden, die Energiewende voranzutreiben. Es wurde daher intensiv diskutiert, wie der Mediatorenpool in Zusammenarbeit mit dem KNE die naturverträgliche Energiewende vor dem Hintergrund geringer Zubauzahlen, zahlreicher Konflikte und derzeitigen zusätzlichen Herausforderungen noch besser unterstützen kann. Unter anderem wurden die aktuellen Entwicklungen in der Energiewende in den Bundesländern erörtert und eingeordnet.

Gemeinsam wurden zahlreiche Ansätze gesammelt und die nächsten Schritte geplant. Das 6. Fachforum des KNE-Mediatorenpools findet im Oktober statt.

4 Personen in einer Videokonferenz

Österreich: Plattform Naturschutz und Energiewende nach Vorbild des KNE?

Berlin, 21. April 2020

Österreich: Plattform Naturschutz und Energiewende nach Vorbild des KNE?

Der österreichische Umweltdachverband (vergleichbar mit dem deutschen DNR) hat am heutigen Dienstag zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Veranstaltung „Plattform Naturschutz und Energiewende“ als digitale Konferenz abgehalten. Das KNE war mit Michael Krieger, Geschäftsführer, als Keynote-Speaker eingeladen.

In Österreich gibt es Überlegungen, ebenfalls eine Einrichtung ähnlich dem KNE zu schaffen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Alpenrepublik naturverträglich zu gestalten. In einem ausführlichen Vorgespräch wurde bereits im September 2019 ein Austausch zwischen dem Dachverband und dem KNE initiiert. Michael Krieger berichtete in seinem Vortrag über die Rahmenbedingungen für ein Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende und die aktuellen Themen und Inhalte, die vom KNE bearbeitet werden. Ein gemeinsamer weiterer Weg wurde vereinbart.

Der Umweltdachverband

Der Umweltdachverband mit Sitz in Wien ist eine überparteiliche Plattform für 36 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt-, Natur- und Alpenschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie erneuerbare Energien aus ganz Österreich und damit für rund 1,3 Millionen Mitglieder. Im Mittelpunkt der Arbeit des Umweltdachverbandes stehen unter anderem ein umfassender Natur- und Landschaftsschutz, die Erhaltung der Vielfalt an Genen, Arten und Ökosystemen (Biodiversität), und der naturverträgliche Ausbau erneuerbarer Energien.

Foto: Michael Krieger.

Laptop auf Tisch Und weiteres Material

Mehr Begeisterung bitte!

Berlin, 15. April 2020

Mehr Begeisterung bitte!

Der Ausbau der Windenergie an Land ist in Deutschland mehr oder weniger zum Erliegen gekommen. In seinem Artikel „Naturschutz und Energiewende vereinbaren“ in der aktuellen Ausgabe in „Der Landkreis“ (3/2020) äußert sich KNE-Direktor Dr. Torsten Raynal-Ehrke zu Hemmnissen, Herausforderungen und Lösungsansätzen für eine zügige Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende.

Was sind die Ursachen für den eklatanten Rückstand beim Ausbau der Windenergie? Was hemmt den Ausbau und was könnte ihn vorantreiben? Dr. Torsten Raynal-Ehrke geht diesen Fragen in seinem Beitrag nach und bezieht dabei die derzeitige Planungs- und Genehmigungspraxis, die Anliegen und Forderungen des Naturschutzes und auch das Handeln der Akteure und Beteiligten vor Ort mit ein.

Wie das KNE eine naturverträgliche Energiewende unterstützt, und welche Angebote es den Akteuren bietet, veranschaulicht Raynal-Ehrke anhand von Beispielen aus der Praxisarbeit des KNE. Er gibt Einblicke in die erfolgreichen KNE-Fachdialoge zum „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ und „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten“, in die intensive Zusammenarbeit mit den Ländern und Behörden und in die Moderation und Mediation von Naturschutzkonflikten vor Ort.

Darüber hinaus macht Raynal-Ehrke deutlich, dass in der Energiewende nicht nur materielle Herausforderungen zu bewältigen sind, sondern auch dem Faktor Emotionen eine entscheidende Rolle zukommt: Die Energiewende braucht unser aller Begeisterung.

Lesen Sie hier den Artikel „Naturschutz und Energiewende vereinbaren“.

Foto: Free-Photos auf Pixabay.

Windpark mit Landschaft

Dokumentation zum KNE-Fachgespräch zu Artenhilfsprogrammen und Ausnahmeerteilung online

Berlin, 24. Januar 2020

Dokumentation zum KNE-Fachgespräch zu Artenhilfsprogrammen und Ausnahmeerteilung online

Im Anschluss an das Fachgespräch „Artenhilfsprogramme und Ausnahmeerteilung nach § 45 Absatz 7 BNatSchG“ am 24. Januar 2020 in Berlin hat das KNE nun die Dokumentation der Veranstaltung veröffentlicht.

Die Veröffentlichung fasst die Beiträge der Referentinnen und Referenten zusammen und gibt die maßgeblichen Inhalte der Diskussionen wieder. Abschließend bietet die Dokumentation ein Stimmungsbild der Teilnehmenden zur Wirksamkeit von Artenhilfsprogrammen, der Operationalisierung der Ausnahme und einer Kopplung beider Instrumente.

Die rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzorganisationen und Energieverbänden, vom Bundesministerium für Umwelt, vom Bundesamt für Naturschutz, weiteren Landesministerien und Behörden und der Rechtswissenschaft erörterten die Voraussetzungen, die Machbarkeit und die Relevanz von Artenhilfsprogrammen und der Ausnahmeerteilung für die Genehmigung von Windenergieanlagen.

Zur ausführlichen Meldung zum Fachgespräch vom 28. Januar 2020.

KNE startet Workshopreihe „Technische Systeme“

Berlin, 21. Februar 2020

KNE startet Workshopreihe „Technische Systeme“

Im Rahmen des vom KNE durchgeführten F+E-Vorhabens sollen erste Empfehlungen zu den Anforderungen an Detektionssysteme zur automatischen Vogelerfassung und ereignisbezogenen Betriebsregulierung von Windenergieanlagen formuliert werden.

Das vom Bundesamt für Naturschutz geförderte Projekt umfasst eine Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen Empfehlungen über Mindestanforderungen an die Wirksamkeit von Detektionssystemen erarbeitet werden, um eine Konsensbildung einzuleiten und den weiteren Wissenstransfer zu befördern.

Expertenworkshops und Fachveranstaltung

Das auf ein Jahr angelegte Vorhaben umfasst drei Expertenworkshops und eine abschließende Fachveranstaltung, in die die Ergebnisse der Workshops einfließen werden. Die Workshops richten sich an Vertreter und Vertreterinnen der Landesministerien, der Landesumweltämter, der Fach- und Genehmigungsbehörden, der staatlichen Vogelschutzwarten sowie an Gutachter und Juristen, die sich mit dem Thema befassen. Die Schwerpunkte liegen auf der Formulierung von Mindestanforderungen an die Eignung und Wirksamkeit der Systeme als Schutzmaßnahme, der Erarbeitung von Hinweisen zu möglichen Einsatzbereichen von automatischen Detektions- und Abschaltsystemen in einem bestehenden planerischen und genehmigungsrechtlichen Kontext und die Bearbeitung der Frage nach der Gewährleistung der Kontrollierbarkeit einer ereignisbezogenen Abschaltung durch die Behörden.

Zur Projekt-Internetseite.

Rotmilan im Flug

Rotmilan im Flug. Foto: Roy-Buri auf Pixabay.

KNE-Fachgespräch zu Artenhilfsprogrammen und Ausnahmeerteilung

Berlin, 24. Januar 2020

KNE-Fachgespräch zu Artenhilfsprogrammen und Ausnahmeerteilung

Im KNE-Fachgespräch „Artenhilfsprogramme und Ausnahmeerteilung nach § 45 Absatz 7 BNatSchG“ wurden die Voraussetzungen, die Machbarkeit und deren Relevanz für die Genehmigung von Windenergieanlagen erörtert.

Rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzorganisationen und Energieverbänden, vom Bundesministerium für Umwelt, vom Bundesamt für Naturschutz, weiteren Landesministerien und Behörden und der Rechtswissenschaft folgten der Einladung des KNE und trafen sich zum Fachaustausch in den Räumen des Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) in Berlin.

Worum geht es?

Anlass für das Fachgespräch war ein Vorschlag des NABU, durch den ein Stopp des Ausbaus der Windenergie verhindert und die rechtlichen Anforderungen an den besonderen Artenschutz erfüllt würden: Mittels der Durchführung von Artenhilfsprogrammen sollen die Voraussetzungen für eine regelmäßige Ausnahme geschaffen werden.

In den Genehmigungsverfahren für den Ausbau der Windenergie stellt insbesondere der Vollzug des Artenschutzrechts, genauer gesagt die rechtssichere Beurteilung, ob das Tötungsrisiko für bestimmte windenergiesensible Arten signifikant erhöht ist, eine große Herausforderung dar. In Fällen, in denen das Tötungsrisiko signifikant erhöht ist, haben die Genehmigungsbehörden bisher bei Windenergieprojekten nur selten von der Ausnahme Gebrauch gemacht.

Welche Fragestellungen wurden daraus abgeleitet?

Die Veranstaltung gliederte sich in drei thematische Blöcke. Zunächst ging es um die Fragen: Was sind Artenhilfsprogramme? In welchen Ländern gibt es Konzepte, Projekte oder Programme? Wie sieht die gegenwärtige Praxis aus? Hierzu referierten Dr. Elke Bruns (KNE), Ubbo Mammen (Ökotop-Büro für angewandte Landschaftsökologie), Martin Kolbe (Rotmilanzentrum Heineanum) und Lars Lachmann (NABU).

Im zweiten Block wurde die Ausnahme des § 45 Abs. 7 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) aus rechtlicher Sicht untersucht. Zunächst stellte Frank Sailer (Stiftung Umweltenergierecht) die Ausnahmevoraussetzungen dar. Im Anschluss ging Rechtsanwalt Dirk Teßmer (Rechtsanwälte Philip-Gerlach • Teßmer) auf die Anforderungen an den Erhaltungszustand ein, bevor Dr. Andreas Weiss (Ohms Rechtsanwälte) die Möglichkeiten darstellte, um die Ausnahme bereits auf Ebene der Planung zu berücksichtigen.

Gegenstand des letzten Blocks war die Frage, wie man den Erhaltungszustand von Vogelarten gewährleisten kann, wenn Ausnahmen erteilt werden. Lars Lachmann erläuterte den Vorschlag des NABU, die Erteilung von Ausnahmen an Artenhilfsprogramme zu koppeln. Im Anschluss legte Johannes Fischer (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein) dar, wie der Bestandserhalt durch FCS-Maßnahmen gewährleistet werden soll.

Dr. Mathis Danelzik vom KNE moderierte die Diskussion zu den Voraussetzungen einer rechtssicheren Anwendung der Ausnahme und über die Vor- und Nachteile der Lösungsvorschläge zum Bestandserhalt. Angesichts des großen Interesses plant das KNE, ein weiteres Fachgespräch – dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf der Beauflagung und Umsetzung und von bestandssichernden Maßnahmen – durchzuführen. Hier sollen die offenen Fragen aus der ersten Diskussionsrunde erörtert werden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Foto: Friedrich Frühling, Pixabay.

Auch Seeadler gehören zu den windenergiesensiblen Arten.

Einer für alle, alle für einen

Berlin, 17. Dezember 2019

Einer für alle, alle für einen

In Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen treten regelmäßig Konflikte zwischen den Belangen des Artenschutzes einerseits und dem Interesse an der Realisierung von Windenergievorhaben andererseits auf. Es ist zum Beispiel möglich, dass Vögel und Fledermäuse mit den sich drehenden Rotorblättern oder dem Mast einer Windenergieanlage kollidieren. Eidechsen und Ameisen können getötet werden, wenn für die Errichtung einer Anlage das Baufeld freigemacht werden muss. Wie diese Konflikte rechtlich zu behandeln sind, ist im Bundesnaturschutzgesetz und dort im Abschnitt des besonderen Artenschutzrechts geregelt.

Lesen Sie, wie die Ausnahme im Kontext des besonderen Artenschutzrechtes einzustufen ist und was das für die Anwendung in der Praxis bedeutet im Artikel von Dr. Silke Christiansen in K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
presse@naturschutz-energiewende.de
030 7673738-12

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Berlin, 6. Dezember 2019

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) forscht und entwickelt in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Energiewandlung und Energiespeicherung, immer mit konkretem Praxisbezug.

„Unsere Mission ist der Technologietransfer,“ beschreibt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, den Auftrag des ZSW. Im Interview mit Prof. Dr. Frithjof Staiß und Maike Schmidt ging es um den Auftrag des Zentrums und die Schwerpunktforschungen, speziell um Photovoltaik und Windenergie. Wie lässt sich der Wirkungsgrad von Dünnschicht- Solarzellen verbessern? Was untersucht das ZSW auf seinem Windtestfeld auf der Schwäbischen Alb? Diese und andere Fragen erörterte Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, in Stuttgart. Nachzulesen im KNE-Jahrbuch K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
presse@naturschutz-energiewende.de
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Kann das weg?

Berlin, 28. November 2019

Kann das weg?

In Deutschland und Frankreich werden ab 2020 verstärkt Windenergieanlagen zurückzubauen sein. Markus Wagenhäuser, Experte für Windenergie beim Deutsch-französischen Büro für die Energiewende nimmt sich des Themas „Umweltverträglicher Rückbau von Windrädern – Herausforderungen aus deutsch-französischer Sicht“ detailliert in seinem Artikel im KNE-Jahrbuch K19 an.

Zum Jahresende 2020 läuft für die ersten Windenergieanlagen in Deutschland die Förderung gemäß dem im Jahr 2000 eingeführten Erneuerbare-Energien-Gesetz aus. Die von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlichten EEG-Anlagenstammdaten zeigen, dass im Zeitraum 2020 bis 2025 über zwei Gigawatt Erzeugungsleistung pro Jahr aus der EEG-Förderung fallen wird. In Frankreich wird aufgrund der geringeren Förderdauer von 15 Jahren in den kommenden Jahren ebenfalls eine Vielzahl von Anlagen das Ende des Förderzeitraums erreichen, im Jahr 2020 rund 360 Megawatt, jedoch wird von einem Weiterbetrieb über den Förderzeitraum hinaus ausgegangen. Nach Schätzungen der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement werden insbesondere ab 2025 jährlich bis zu einem Gigawatt an Anlagenleistung vor dem Anlagenrückbau stehen.

Zukünftige Handlungsfelder sind die Entwicklung neuer Recyclingverfahren, insbesondere für Rotorblätter, umfassende Recyclingkonzepte zur Erhöhung der Verwertungsquoten sowie Standards für einen umweltverträglichen Rückbau.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
presse@naturschutz-energiewende.de
030 7673738-12