Letzte Ausfahrt Zukunft – die Energiepolitik in Polen und ihre Perspektiven

Berlin, 15. September 2020

Letzte Ausfahrt Zukunft – die Energiepolitik in Polen und ihre Perspektiven

Die polnische Steinkohleproduktion ist an ihren Grenzen angekommen. Noch vor 10 Jahren produzierte Polen fast 90 Prozent seines Stroms aus Kohle (Braun- und Steinkohle). Im Jahr 2018 sank deren Anteil am Strommix um 12 Pozent und inzwischen sind mehr als 50 Prozent der Kraftwerke über 30 Jahre alt. Dem Rückgang der heimischen Steinkohleproduktion steht der rapide Anstieg der Importe gegenüber – derzeit wird fast ein Drittel des Bedarfs im Land aus dem Ausland gedeckt.

Der Gasanteil ist in den letzten beiden Jahren rasant gestiegen, wobei etwa 30 Prozent des Jahresverbrauchs aus heimischen Quellen gedeckt werden. Noch vor einigen Jahren, als dieser Brennstoff zu fast 100 Prozent aus Russland importiert wurde, war eine Steigerung des Verbrauchs politisch nicht akzeptabel. Dank der Flüssigerdgas(LNG)-Häfen und neuen Gaspipelines kommen aktuell 51 Prozent dieser Ressource direkt aus Russland, während der Rest Polen aus verschiedenen Richtungen erreicht, unter anderem aus Katar, den Vereinigten Staaten und Deutschland.

Zeit für ein Umdenken

Strom wird in Polen auch aus erneuerbaren Quellen erzeugt – aktuell hauptsächlich aus Wind (6 Gigawatt installierte Leistung in 2019) und Biomasse. Der Anteil der Photovoltaik steigt seit zwei Jahren jedoch rasant an und verzeichnete allein im Jahr 2019 einen Zuwachs von 160 Prozent, mit einer installierten Leistung von inzwischen über einem Gigawatt.

Angetrieben wird dieser Wandel in erster Linie von der Notwendigkeit, den Energiesektor zu modernisieren, und auch Klimaschutz, Luftreinhaltung und Umweltqualität werden immer wichtiger. Wie sieht die Zukunft aus? Warum ist die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Klima- und Energiebereich in Europa wichtig? Diesen und anderen Fragen widmet sich Dr. Joanna Maćkowiak Pandera vom Forum Energii in ihrem Artikel im KNE-Jahrbuch K20.

K20 – Energiewende vor Ort

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
presse@naturschutz-energiewende.de
030 7673738-12.

Ziemlich beste Freunde – warum Klimaschutz und Artenschutz eine erfolgreiche Energiewende brauchen

Berlin, 25. August 2020

Ziemlich beste Freunde – warum Klimaschutz und Artenschutz eine erfolgreiche Energiewende brauchen

Wirksamer Klimaschutz braucht eine erfolgreiche Energiewende, Windenergieanlagen und die Stromnetzinfrastruktur spielen dabei eine wichtige Rolle. Doch es hakt beim Aus- beziehungsweise Umbau der Energiewende-Infrastruktur und Deutschland läuft Gefahr, die Klimaschutzziele zu verfehlen. Aber der Ausbau der Windenergie an Land ist fast vollends zum Erliegen gekommen. In 2019 wurden nur 243 neue Windräder an Land errichtet – das ist der niedrigste Wert seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Immer wieder sind es auch naturschutzrechtliche Fragestellungen, die den Bau neuer Windenergieanlagen oder Stromleitungen erschweren.

Was braucht es, damit Energiewende und Naturschutz miteinander vereinbar sind und damit der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt weitergehen kann? Wo hakt es? Wie können die Genehmigungsverfahren für eine nachhaltige Energiewende-Infrastruktur so gestaltet werden, dass der Ausbau vorangetrieben wird und der Natur- und Artenschutz ihren angemessenen Platz haben?

Judith Michler vom Projektentwickler ABO Wind und Dr. Danuta Kneipp vom Netzbetreiber 50Hertz gehen in einem gemeinsamen Interview auf diese und andere Fragen ein, und erörtern wie sich Energiewende und Naturschutz miteinander vereinbaren lassen, und welche Maßnahmen hierfür noch erforderlich sind.

K20 – Energiewende vor Ort

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider.

Sie finden das KNE-Jahrbuch K20 sowie die vorangegangenen Jahrbücher K19 und K18 auch im Download-Bereich.

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Anke Ortmann
presse@naturschutz-energiewende.de
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Eine Frage der Ehre? Über die rechtliche Verbindlichkeit von Mediationsvereinbarungen

Berlin, 11. August 2020

Eine Frage der Ehre? Über die rechtliche Verbindlichkeit von Mediationsvereinbarungen

Gerade im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende, wenn es also um die naturverträgliche Planung von größeren Infrastrukturprojekten geht, liegt der Fokus von Mediationen in den wenigsten Fällen darauf, dass sich alle einmal miteinander aussprechen, ein paar Missverständnisse ausräumen und dann wieder eine gute Gesprächsbasis haben. Es geht vielmehr darum, eine Einigung zu erzielen und gemeinsam für alle Seiten tragbare Kompromisse und Vereinbarungen zu formulieren.

Eine Einigung erfordert fast immer konkrete, projektbezogene Absprachen. Und je nach Konstellation steht für eine oder mehrere Parteien viel auf dem Spiel, wenn sich nach langen Sitzungen die andere Partei nicht an das in der Mediation Vereinbarte hält. Auf der einen Seite geht es zumeist um hohe Investitionskosten, auf der anderen häufig um einzelne Exemplare oder die örtliche Population einer besonders geschützten Tierart.

Im Zuge dessen stellt sich die Frage nach der Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit der Vereinbarungen. Sind diese generell rechtsverbindlich oder nur unter bestimmten Voraussetzungen? Wie weist man nach, was genau vereinbart wurde? Kann man eine solche Vereinbarung notfalls vollstrecken lassen? Oder bleibt einem unter Umständen doch nur das Gerichtsverfahren, das man mit der Mediation ja eigentlich verhindern wollte? Elisabeth Hartleb, Rechtsreferentin im KNE, berichtet in ihrem Artikel in K20 über die Stolpersteine und Chancen von Mediationen in Energiewendekonflikten.

K20 – Energiewende vor Ort

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider.

Sie finden das KNE-Jahrbuch K20 sowie die vorangegangenen Jahrbücher K19 und K18 auch im Download-Bereich.

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Die fabelhafte Welt der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Berlin, 22. Juli 2020

Die fabelhafte Welt der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Naturschutz und Energiewende haben vielfältige Berührungspunkte. Einer, der für nahezu jedes Projekt der Energiewende eine Rolle spielt, ist der Umgang mit Eingriffen in Natur und Landschaft. Ganz egal, was verschiedene Akteure zum Beispiel von einer Windenergieanlage oder einer Freileitung im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Energiewende halten mögen: Sie sind (auch) Bauvorhaben, die der gesetzlichen Eingriffsregelung unterliegen. Vor einer Genehmigung ist zuerst zu prüfen, welche Beeinträchtigungen für Natur und Landschaft vermieden werden können und dann müssen Maßnahmen zur Kompensation der unvermeidbaren Schäden gefunden werden.

Martin Szaramowicz von der Flächenagentur Brandenburg GmbH und Marc Thiele von der Stiftung NaturSchutzFonds berichten in ihrem gemeinsamen Artikel über das Prinzip der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die Kompensation in Form von Ersatzgeld, regionale Flächenpools und die Arbeit der Flächenagentur und der Stiftung. Anschaulich und beispielhaft stellen sie erfolgreiche Maßnahmeprojekte in Brandenburg vor, die einen erheblichen Beitrag zum Landschafts- und Naturschutz und dem Erhalt der Biodiversität leisten. Von der Streuobstwiese, über die Sanierung eines Schornsteins zum Erhalt eines Storchennestes bis hin zu einem Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln.

K20 – Energiewende vor Ort

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider. Sie finden das KNE-Jahrbuch K20 auch im Download-Bereich.

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Das KNE-Jahrbuch K20 blickt auf die Energiewende vor Ort

Berlin, 18. Juni 2020

Das KNE-Jahrbuch K20 blickt auf die Energiewende vor Ort

Von fabelhaften Ausgleichsmaßnahmen, Labyrinthen der Leidenschaft und dem Wind über Schottland

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider.

„In der Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort konnten wir feststellen, dass sich die Praxis der Energiewende deutlich geändert hat. Die Diskussionen um den Abbau von Hemmnissen beim Ausbau der erneuerbaren Energien hat an Bedeutung gewonnen, manches kommt in Bewegung und manches gilt es noch anzupacken. Da lag es nahe, in diesem Jahrbuch den Blick auf die konkreten Herausforderungen zu richten, und die Akteure von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende berichten zu lassen“, erklärt Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE.

„So vielseitig wie die Autorenschaft ist, so spannend ist die Bandbreite der Themen. Wir hoffen, nicht nur einen interessanten und informativen Einblick in die verschiedenen Facetten und Anforderungen der Energiewende zu geben, sondern auch, zur Versachlichung von Debatten beizutragen, und zur Diskussion – auch disziplinübergreifend – über die Herausforderungen anzuregen“, berichtet Anke Ortmann, Redakteurin des Jahrbuchs. „Die Leserschaft erwarten Beiträge zur Regionalplanung, zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, zur Konfliktklärung vor Ort, zu Innovationen in der Photovoltaik und zur Bedeutung der Emotionen. Internationale Beiträge zu Schottland, China und Polen stellen ausgewählte Aspekte der dortigen Energiewende heraus“, so Ortmann weiter.

Zu Wort kommen unter anderem Dr. Danuta Kneipp (50Hertz Transmission) und Judith Michler (ABO Wind) in ihrem gemeinsamen Artikel zu Klima- und Artenschutz als wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Energiewende. Professorin Gundula Hübner von der Universität Halle-Wittenberg berichtet über die Vielschichtigkeit der Emotionen und Motivationen in der Energiewende. Martin Szaramowicz (Flächenagentur Brandenburg) und Marc Thiele (NaturschutzFonds Brandenburg) geben einen Einblick in die Praxis der Kompensations- und Ersatzmaßnahmen. Dr. Joanna Maćkowiak Pandera (Forum Energii) erläutert bemerkenswert die Perspektiven der polnischen Energiepolitik und die Chancen einer deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Darüber hinaus kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KNE zu Wort und berichten über die Arbeit des KNE.

Der Artikel „Letzte Ausfahrt Zukunft“ von Dr. Joanna Maćkowiak Pandera liegt auch im Orignial in Polnisch vor. Hier finden Sie den Artikel „Ostatni zjazd przyszłość“.

Die K20-Redaktion dankt allen Autorinnen und Autoren sehr herzlich für Ihre Mitarbeit und wünscht den Leserinnen und Lesern eine spannende und anregende Lektüre.

Titelillustration: Felix Scholz.

Für Nachfragen, Interviews und für Anfragen zur journalistischen Weiterverwertung von Beiträgen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Kontakt: Anke Ortmann, presse@naturschutz-energiewende.de. T.: 030 7673738-12

Einer für alle, alle für einen

Berlin, 17. Dezember 2019

Einer für alle, alle für einen

In Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen treten regelmäßig Konflikte zwischen den Belangen des Artenschutzes einerseits und dem Interesse an der Realisierung von Windenergievorhaben andererseits auf. Es ist zum Beispiel möglich, dass Vögel und Fledermäuse mit den sich drehenden Rotorblättern oder dem Mast einer Windenergieanlage kollidieren. Eidechsen und Ameisen können getötet werden, wenn für die Errichtung einer Anlage das Baufeld freigemacht werden muss. Wie diese Konflikte rechtlich zu behandeln sind, ist im Bundesnaturschutzgesetz und dort im Abschnitt des besonderen Artenschutzrechts geregelt.

Lesen Sie, wie die Ausnahme im Kontext des besonderen Artenschutzrechtes einzustufen ist und was das für die Anwendung in der Praxis bedeutet im Artikel von Dr. Silke Christiansen in K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

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Behauptungen durch Wissen ersetzen

Berlin, 6. Dezember 2019

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) forscht und entwickelt in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Energiewandlung und Energiespeicherung, immer mit konkretem Praxisbezug.

„Unsere Mission ist der Technologietransfer,“ beschreibt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, den Auftrag des ZSW. Im Interview mit Prof. Dr. Frithjof Staiß und Maike Schmidt ging es um den Auftrag des Zentrums und die Schwerpunktforschungen, speziell um Photovoltaik und Windenergie. Wie lässt sich der Wirkungsgrad von Dünnschicht- Solarzellen verbessern? Was untersucht das ZSW auf seinem Windtestfeld auf der Schwäbischen Alb? Diese und andere Fragen erörterte Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, in Stuttgart. Nachzulesen im KNE-Jahrbuch K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

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Kann das weg?

Berlin, 28. November 2019

Kann das weg?

In Deutschland und Frankreich werden ab 2020 verstärkt Windenergieanlagen zurückzubauen sein. Markus Wagenhäuser, Experte für Windenergie beim Deutsch-französischen Büro für die Energiewende nimmt sich des Themas „Umweltverträglicher Rückbau von Windrädern – Herausforderungen aus deutsch-französischer Sicht“ detailliert in seinem Artikel im KNE-Jahrbuch K19 an.

Zum Jahresende 2020 läuft für die ersten Windenergieanlagen in Deutschland die Förderung gemäß dem im Jahr 2000 eingeführten Erneuerbare-Energien-Gesetz aus. Die von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlichten EEG-Anlagenstammdaten zeigen, dass im Zeitraum 2020 bis 2025 über zwei Gigawatt Erzeugungsleistung pro Jahr aus der EEG-Förderung fallen wird. In Frankreich wird aufgrund der geringeren Förderdauer von 15 Jahren in den kommenden Jahren ebenfalls eine Vielzahl von Anlagen das Ende des Förderzeitraums erreichen, im Jahr 2020 rund 360 Megawatt, jedoch wird von einem Weiterbetrieb über den Förderzeitraum hinaus ausgegangen. Nach Schätzungen der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement werden insbesondere ab 2025 jährlich bis zu einem Gigawatt an Anlagenleistung vor dem Anlagenrückbau stehen.

Zukünftige Handlungsfelder sind die Entwicklung neuer Recyclingverfahren, insbesondere für Rotorblätter, umfassende Recyclingkonzepte zur Erhöhung der Verwertungsquoten sowie Standards für einen umweltverträglichen Rückbau.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

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Keine Angst vor Wind und Wetter

Berlin, 1. Oktober 2019

Keine Angst vor Wind und Wetter

Diskussionen um das Spannungsfeld Windenergie und Naturschutz scheinen in Deutschland verschiedentlich zuzunehmen. Parlamentarische Polarisierungen und emotional überhöhte mediale Berichterstattungen sind Symptome dafür. Ein unklarer Rechtsrahmen und divergierende Wünsche der Betroffenen führen zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen. Einer weitgehend harmonischen Bewertung auf übergeordneter Ebene stehen vielfache lokale Kontroversen gegenüber.

Klaus-Ulrich Battefeld, Leiter des Referats für Naturschutzrecht beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Wiesbaden, beleuchtet in seinem Artikel im KNE-Jahrbuch K19 das Thema „Windenergie und Naturschutz zwischen Recht, Politik und Protest“. In den letzten Jahren spitze sich – nicht nur, aber eben auch – in Hessen eine Diskussion um das scheinbar sehr bedeutsame Konfliktfeld Naturschutz und Windenergie zu. In Wahlkämpfen würden die Slogans „Windkraft oder Naturschutz“ oder sogar „Windkraft vor Naturschutz“ bemüht und auch parlamentarisch würde das Thema, jedenfalls in Hessen, zur Positionierung und Polarisierung genutzt. Der Konflikt zwischen Windenergie und Naturschutz finde nicht auf Bundesebene, sondern lokal statt. Vielfach fehle an ausreichenden Kenntnissen, um Windenergieprojekte in allen Facetten beurteilen zu können, selbst wenn alle Gutachten vorliegen würden. Darüber hinaus fehle es – und das sei noch viel entscheidender – an Akzeptanz zwischen den Beteiligten, erläutert Battefeld in seinem Artikel und diskutiert Lösungsansätze für dieses Dilemma.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE. Sie finden das KNE-Jahrbuch K19 auch im Download-Bereich.

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Leitplanken für eine naturverträgliche Energiewende

Berlin, 23. September 2019

Leitplanken für eine naturverträgliche Energiewende

Was der Naturschutz in der Energiewende bis 2050 (er)fordert

Eine nachhaltige Energiewende kann nur im Einklang mit der Natur gelingen. Deswegen braucht es grüne Leitplanken für eine gelungene Energiewende. Die Vorsitzenden bzw. der Präsident von BUND, NABU und DNR fassen in ihrem gemeinsamen Debattenbeitrag die Forderungen des Naturschutzes an die Energiewende zusammen. Eine vollständige Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2050 ist notwendig und möglich. Der damit einhergehende Umbau des Wirtschafts- und Energiesystems wird Mensch, Natur und Landschaft beeinflussen.

Zu den wichtigsten Zielen des internationalen Klimaschutzabkommens zählen die völkerrechtlich verbindliche Zielsetzung, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1,5 Grad zu unternehmen. Größter Treiber der menschengemachten Klimastörung ist die Verbrennung fossiler Kohlenstoffe und der daraus resultierende Kohlenstoffdioxid(CO2)- Ausstoß. Deshalb können die Störungen des Klimasystems nur dann wirksam begrenzt werden, wenn der Energie und Ressourcenverbrauch umfassend reduziert und bei der Energienutzung auf fossile Energieträger verzichtet und stattdessen auf erneuerbare Energieträger gesetzt wird.

Deutschland will diesen internationalen Verpflichtungen Rechnung tragen, indem es bis zum Jahr 2020 seinen Treibhausgasausstoß um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 verringert. Bis zum Jahr 2050 wird eine Emissionsreduzierung um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 angestrebt. Aktuelle Prognosen legen nahe, dass die Treibhausgasminderung bis 2020 nicht bei 40 Prozent, sondern lediglich bei rund 32 Prozent liegen wird, sofern nicht kurzfristig substanzielle Klimaschutzmaßnahmen eingeleitet werden. Insbesondere der Kohleausstieg muss vorangebracht und die dreckigsten Kraftwerke müssen kurzfristig stillgelegt werden, um mindestens 100 Gigatonnen CO2 einzusparen, formulieren Prof. Kai Niebert (DNR), Olaf Tschimpke (NABU) und Prof. Hubert Weiger (BUND) ihre Forderungen.

Zur Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens in Deutschland ist jedoch eine Nachschärfung der Klimaziele bis 2050 auf eine Emissionsminderung von mindestens 95 Prozent zwingend erforderlich.

K19 – Naturschutz in der Energiewende

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem Beiträge zu alternativen Energiepflanzen, zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Sie finden das KNE-Jahrbuch K19 auch im Download-Bereich.

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Anke Ortmann
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