Schnittstelle Energiewende – Frankreich und Deutschland

Paris, 26. November 2019

Schnittstelle Energiewende – Deutschland und Frankreich

Das KNE ist seit Ende 2017 Mitglied des Deutsch-Französischen Büros für die Energiewende (DFBEW). Für das KNE nahm Geschäftsführer Michael Krieger an der diesjährigen Mitgliederversammlung teil.

Ein reger Austausch der Mitgliedschaft entwickelte sich im Zuge der Debatte über die aktuelle Krise der Windenergie in Deutschland und die Angst der französischen Kolleginnen und Kollegen, dass die Krise „über die Grenze springen“ könnte und sich auch in Frankreich entwickelt. Im Anschluss an die Diskussion wurde ein neuer Lenkungsausschuss für die kommenden drei Jahre gewählt. Die neuen Mitglieder können demnächst auf der Seite des DFBEW eingesehen werden.

Neben den vereinsinternen Angelegenheiten standen auch die vergangenen und zukünftigen Veranstaltungsinhalte im Fokus der Diskussion. Im kommenden Jahr führt das DFBEW einige Veranstaltungen durch, die auch für das KNE von Interesse sind. So zum Beispiel am 12. März „Rückbau und Recycling von Windparks – von Projektierung zu End of Life“ und am 14. Mai „PV-Freiflächen: zwischen Preis und Flächennutzung“; beide in Berlin.

Darüber hinaus ist die KNE-Publikation „Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland“ auf großes Interesse gestoßen. Ein Austausch zu dem Thema ist auch weiterhin geplant. Die umfassende Publikation stellt die Arbeitsprozesse und die Ergebnisse des KNE-Fachdialogs „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ dar.

Informationen zum Veranstaltungsangebot des DFBEW.

Auftakt der Mitgliederversammlung des DFBEW

Auftakt zur DFBEW-Mitgliederversammlung.

Chinesische Delegation besucht das KNE

Berlin, 5. November 2019

Chinesische Delegation besucht das KNE

Die Fujian Investment & Development Group ist ein chinesischer Konzern mit Sitz in der Provinz Fujian. Die Provinz befindet sich an der Pazifikküste und liegt zwischen Shanghai im Norden und Hong Kong im Süden. Die Group besucht mit einer Delegation von zwanzig Personen unterschiedliche Akteure in Deutschland. Sie waren unter anderem in München und Berlin unterwegs. Im Fokus stehen dabei Akteure der deutschen Energiewende.

Bei Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE informierte sich die chinesische Delegation über die Kommunikationsstrategien der deutschen, naturverträglichen Energiewende. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf Aushandlungsprozesse vor Ort gelegt und die Strategien der einzelnen Stakeholder. Ebenfalls wurde vertieft auf das KNE als Institution eingegangen und es würden Überlegungen angestellt, ob ein chinesisches Pendant zum KNE für die dortigen Prozesse hilfreich sein könnte.

In Fujian leben 36 Millionen Menschen. Quanzhou ist mit 7,86 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Provinz. Xiamen ist Verwaltungssitzung. Die Fujian Group wurde 2009 gegründet und ist an 120 Unternehmen in China, Hong Kong, Macau und Taiwan beteiligt. Die Gesamtbeteiligungen belaufen sich auf 130 Milliarden RMB (etwa 17 Milliarden Euro). Die Group investiert in Offshore- und Onshore-Windparks, Brücken, Häfen und weitere Infrastruktur.

Gruppenbild Delegation aus China im KNE

LaFutura – internationaler Austausch mit Blick in die Zukunft

Lissabon, 25. und 26. September 2019

LaFutura – internationaler Austausch mit Blick in die Zukunft

Die LaFutura ist eine der bedeutendsten Trendkonferenzen und fand zum zehnjährigen Jubiläum in Lissabon statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie der Klimastreik der FridaysForFuture-Bewegung genauso wie der Fortgang der europäischen und internationalen Energiewende. Der Fokus für die Betrachtung von „Lebensqualität“ wurde vor allem auf Städte, Nachhaltigkeit und Innovationen gelegt.

Das KNE führte vor Ort zusammen mit J2C einen Workshop zu Kommunikationsstrategien in den Konflikten der Energiewende mit dem Naturschutz durch. Die rund zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich umfassend über das vielschichtige Themenfeld und setzten sich mit möglichen Konflikten sowie Strategien zur Konfliktbearbeitung und -lösung auseinander.

In den persönlichen Gesprächen zeigte sich, dass die Angebote und die Arbeit des KNE als notwendig und sinnvoll eingeschätzt werden. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an die Konferenz weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten. Im Rahmen der Veranstaltungsangebote konnten Impulse und Anregungen für die konkrete Arbeit des KNE gewonnen werden.

Weitere Informationen zur LaFutura.

Foto: Michael Krieger.

Workshop zu Kommunikationsstrategien.

Internationaler Austausch zur Energiewende in China

Berlin, 23. September 2019

Internationaler Austausch zur Energiewende in China

E-Coshare ist eine seit 2017 in der chinesischen Provinz Shanxi aktive Umweltorganisation, die unter anderem Unternehmen darin berät, wie sie umweltfreundlicher werden können. Ein zentrales Projekt ist aktuell der Fen-Fluss, der durch die gesamte Provinz fließt.

In diesem Zusammenhang residiert die Präsidentin von E-Coshare, He Hong, derzeit für einen Monat in Berlin bei der Bundeskontaktstelle Wasser der GRÜNEN LIGA. Präsidentin He Hong besuchte in Begleitung von Michael Bender, Bundeskontaktstelle Wasser, das KNE, um sich über Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende auszutauschen.

Für eine naturverträgliche Energiewende in China

E-Coshare betreibt zudem eine Plattform, um sich mit anderen chinesischen Umweltverbänden zu vernetzen. Dabei spielt auch die Umsetzung der Energiewende in China eine zentrale Rolle. Die Provinz Shanxi wird überwiegend mit Kohle- und Gasstrom versorgt. Die Erneuerbaren fristen mit knapp 14 Prozent derzeit noch ein Schattendasein. An dieser Situation will E-Coshare etwas ändern und hat sich auch deswegen beim KNE darüber informiert, welche Kommunikationsmöglichkeiten bestehen, um für einen umwelt- und naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien zu sorgen.

Geschäftsführer Michael Krieger stellte im Zuge dessen die Arbeit des KNE vor und gab dabei auch einen Überblick über die Kommunikationsstrategien, die im KNE Anwendung finden. Es wurde vereinbart, weiterhin in Kontakt zu bleiben und sich hinsichtlich der Möglichkeiten einer digitalen Kommunikation weiterhin zu unterstützen.

E-Coshare

Die gerade gegründete chinesische Organisation E-Coshare wird von der Regierung der Provinz Shanxi finanziert. Sie ist mit ihren Angeboten darauf ausgerichtet, Unternehmen und Schulen zu trainieren, umweltfreundlich zu agieren (zum Beispiel, um Plastik zu vermeiden). Eine der zukünftigen Aufgaben wird es sein, den umwelt- und naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien in Shanxi voranzutreiben.

Das Angebot des KNE:

Foto: von Took auf Pixabay.

Das berühmte Hängende Kloster Xuankong Si in der Provinz Shanxi.