Behauptungen durch Wissen ersetzen

Berlin, 6. Dezember 2019

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) forscht und entwickelt in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Energiewandlung und Energiespeicherung, immer mit konkretem Praxisbezug.

„Unsere Mission ist der Technologietransfer,“ beschreibt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, den Auftrag des ZSW. Im Interview mit Prof. Dr. Frithjof Staiß und Maike Schmidt ging es um den Auftrag des Zentrums und die Schwerpunktforschungen, speziell um Photovoltaik und Windenergie. Wie lässt sich der Wirkungsgrad von Dünnschicht- Solarzellen verbessern? Was untersucht das ZSW auf seinem Windtestfeld auf der Schwäbischen Alb? Diese und andere Fragen erörterte Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, in Stuttgart. Nachzulesen im KNE-Jahrbuch K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
pressenaturschutz-energiewende.de
030 7673738-12

Konferenz fordert Umdenken in der Forschung zum naturverträglichen Energieausbau

Berlin, 5. September 2019

Konferenz fordert Umdenken in der Forschung zum naturverträglichen Energieausbau

“Global thinking in the heart of Scotland” – unter diesem Motto fand vom 27. bis 30. August im schottischen Stirling die diesjährige Conference on Wind energy and Wildlife impacts (CWW 2019) statt. Etwa 360 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 25 Nationen kamen zusammen, darunter war auch das KNE.

Die Konferenzteilnehmer machten in diesem Jahr deutlich: In der Forschung zum naturverträglichen Windenergieausbau ist ein Umdenken erforderlich. Dies ergebe sich aus dem globalen Klimawandel und dem klimawandelbedingten Artensterben.

Eindringlich wurde gefordert, sich auf die drängendsten Fragestellungen eines naturverträglichen Windenergieausbaus zu fokussieren. Immer detailliertere Analysen von seit Langem bekannten Problemen seien nicht (mehr) hilfreich. Die Forschungsressourcen müssten zielgerichteter und möglichst ausschließlich lösungsorientiert eingesetzt werden. Es müsse mehr in den tatsächlichen Erhalt von Populationen investiert werden, statt in immer detailliertere Untersuchungen der Kollisionsraten mit vergleichsweise wenig aussagekräftigen Erkenntnissen.

Wichtiger denn je sei eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren, insbesondere Betroffene müssten stärker in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden, um die nachlassende soziale Akzeptanz für Windenergieprojekte wieder zu verbessern.

Im Rahmen der mehrtägigen Fachveranstaltung befassten sich die internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Gutachtende, Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreterinnen und Vertreter von nationalen Behörden und aus der Politik mit dem aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land und auf der See.

Es wurden neuste Fallstudien zur Bewertung und Vermeidung von Auswirkungen der Windenergienutzung auf einzelne Vogel-, Fledermaus- und Säugetierarten präsentiert. Es gab Beiträge zur Prognose von Auswirkungen auf Populationen sowie zu kumulativen Effekten. Ein weiterer Fokus lag auf neuen technischen Lösungen, die für die Standortbewertung oder auch für das betriebsbegleitende langfristige Monitoring an Windenergieanlagen eingesetzt werden können.

Die Fachbeiträge der Fachkonferenz werden veröffentlicht. Weitere Informationen und Konferenzmaterial finden Sie hier. Gerne können Sie sich auch mit uns in Verbindung setzen:
eva.schusternaturschutz-energiewende.de

Im Whitelee Windpark produzieren 215 Windenergieanlagen genug Strom für rund 300.000 schottische Haushalte.

Das Wallace Monument ist das Wahrzeichen von Stirling. Hier fand die CWW2019 mit über 350 Teilnehmern statt.