Die Expertise des KNE ist international gefragt

Funchal, 13. und 14. Februar 2020

Die Expertise des KNE ist international gefragt

Das KNE beteiligte sich auf Einladung der UNESCO am “1st Workshop – Developing a Guidance Tool for World Heritage and Renewable Energy Wind energy installations within or near World Heritage properties”. 

Das Welterbezentrum der UNESCO war Teilnehmer des KNE-Fachdialogs „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“, in dem es unter anderem darum ging, wie erreicht werden kann, dass die Beurteilung möglicher Beeinträchtigungen von Welterbestätten durch geplante Windenergieanlagen vorhersehbarer und zügiger durchgeführt werden könnte.

Inzwischen arbeitet das Welterbezentrum an Richtlinien zur Bewertung von Windenergieanlagen in der Nähe von Welterbestätten, die sie ihren Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen will. Die Richtlinien sollen im Laufe des Jahres erarbeitet werden.

Vor diesem Hintergrund richtete das UNESCO World Heritge Centre in Funchal den zweitägigen Workshop 1st Workshop – “Developing a Guidance Tool for World Heritage and Renewable Energy Wind energy installations within or near World Heritage properties” aus.

Der Workshop richtete sich vornehmlich an die europäischen Mitgliedsländer und diente dazu, ein gemeinsames Verständnis über Funktion und Ausgestaltung der Richtlinien zu erlangen. Neben anderen Teilnehmenden waren die jeweils national für das Welterbe zuständigen Personen aus Deutschland, den Niederlanden, England, Schottland, Schweden, Russland und Portugal vertreten.

Das KNE war gebeten worden, Fragen und Beobachtungen zu formulieren, die sich aus dem KNE-Fachdialog ergeben haben und zu skizzieren, welche Erwartungen Nicht-Welterbe-Akteure an eine solche Richtlinie stellen könnten. Dr. Mathis Danelzik, Leiter des KNE-Fachdialogs zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland, lieferte diesbezüglich mit seiner Expertise wichtigen Input.

Der KNE-Fachdialog „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“

In dem vom KNE entwickelten und moderierten Fachdialog erarbeiteten die Teilnehmenden Empfehlungen für eine bessere Vereinbarkeit von Windenergieplanungen und UNESCO-Welterbestätten. Die Empfehlungen hat das KNE in der umfassenden Publikation „Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland“ veröffentlicht.

Das Wichtigste in Kürze und die Publikation zum KNE-Fachdialog finden Sie hier.

Blick auf den Lorbeerwald auf Madeira.

Blick auf den Lorbeerwald auf Madeira. Foto: adege, auf Pixabay.

Neues KNE-Video: „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten und Windenergieausbau“

Berlin, 20. November 2019

Neues KNE-Video: „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten und Windenergieausbau“

Mit dem Video „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten und Windenergieausbau“ gibt das KNE einen Einblick in das Anliegen und die Ergebnisse des Fachdialogs „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“.

Fledermausgutachten werden regelmäßig im Zuge der Planung und Genehmigung von Windenergievorhaben erstellt und dienen der Bewertung der artenschutzrechtlichen Verträglichkeit durch die zuständigen Behörden. Deren Qualität wird jedoch kontrovers diskutiert. Auf Einladung des KNE erörterten daher die relevanten Akteure gemeinsam, wie die Qualität von Fledermausgutachten noch besser gesichert werden könnte.

„Wie die Fragestellungen bearbeitet und welche Diskussionen geführt wurden, stellen wir in unserem Kurzfilm kompakt und eingängig dar“, erklärt Dr. Mathis Danelzik, Leiter des Fachdialogs. „Das Video fasst die Ergebnisse des Fachdialogs zusammen und gibt einen Einblick in die Komplexität des Themas“, so Danelzik weiter.

Als Ergebnisse kristallisierten sich drei bedeutsame Empfehlungen heraus: die Weiterentwicklung der naturschutzfachlichen Leitfäden der Länder sowie ein adäquates Fortbildungssystem, das die fortlaufende Qualifizierung der Behördenmitarbeiter und der Gutachter sicherstellt.

Die Publikation zum Fachdialog

Die Empfehlungen des KNE-Fachdialogs hat das KNE auch in der umfassenden Publikation „Empfehlungen zur Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“ veröffentlicht.

Der KNE-Fachdialog zur „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten in Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen wurde durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Weitere Filme in der KNE-Videothek:

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Neues KNE-Video: „Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten“

Berlin, 19. November 2019

Neues KNE-Video: „Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten“

Mit unserem neuen Video „Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten“ gibt das KNE einen Einblick in den Gegenstand, die Diskussionen und die Ergebnisse des Fachdialogs „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“. Das Video veranschaulicht darüber hinaus den Ansatz des KNE bei der Gestaltung von Fachdialogen.

Wie funktionieren Windenergieplanung und Welteberschutz? Wie lassen sich Kommunikationsstrukturen verbessern? Wie lässt sich die Qualität von Visualisierungen von Windenergieanlagen sicherstellen? Welche Akteure sich zu der Thematik austauschten, wie die Fragestellungen identifiziert und bearbeitet, und welche Empfehlungen schließlich ausgesprochen wurden, stellt der Kurzfilm kompakt und eingängig dar.

 „Eine Besonderheit an unseren Fachdialogen ist es, dass wir die unterschiedlichen Akteure in einem geschützten Rahmen an einen Tisch bringen und so Raum für einen offenen Austausch bieten. Über fast ein Jahr hinweg kamen bei diesem Fachdialog die Teilnehmenden immer wieder für einen intensiven und zielführenden Austausch zusammen“, erklärt Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE.

„Das Video zum Fachdialog gibt einen Einblick in diesen Austausch und stellt die Ergebnisse vor. Angemessene Methoden, klare Verantwortlichkeiten und eine gute Kommunikation wurden von allen Beteiligten für eine bessere Bewertung möglicher Beeinträchtigungen von Welterbestätten durch Windenergieanlagen als sinnvoll erachtet“, so Dr. Mathis Danelzik, Leiter der KNE-Fachdialoge.

Die Publikation zum Fachdialog

Die Empfehlungen des KNE-Fachdialogs hat das KNE auch in der umfassenden Publikation „Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland“ veröffentlicht.

Der KNE-Fachdialog zur „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Weitere Filme in der KNE-Videothek:

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Qualitätssicherung von Fledermausgutachten – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Berlin, 23. Oktober 2019

Qualitätssicherung von Fledermausgutachten – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Die im KNE-Fachdialog zur Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen erarbeiteten Empfehlungen liegen nun gedruckt vor und können im KNE kostenlos bestellt werden.

Die Empfehlungen sowie die Prozess-Dokumentation des KNE-Fachdialogs zur „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“ hat das KNE jetzt in einer umfassenden Publikation veröffentlicht. Im Rahmen des Fachdialogs wurde von relevanten Akteuren erörtert, an welchen Stellen die Qualität von Fledermausgutachten in Zukunft noch besser sichergestellt werden kann.

Immer wieder wird Kritik an der Qualität und Zuverlässigkeit von Fledermausgutachten geübt. Dies war der Anlass, das Problem und mögliche Lösungen in einem KNE-Fachdialog gründlich und substantiiert zu erörtern. Fledermausgutachten werden regelmäßig im Zuge der Planung und Genehmigung von Windenergievorhaben erstellt und dienen der Bewertung der artenschutzrechtlichen Verträglichkeit durch die zuständigen Behörden.

Insbesondere die Vertreter der Behörden und des Naturschutzes sahen in Bezug auf die Qualität dieser Gutachten Verständigungs- und Handlungsbedarf, erklärt auch Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Fachdialoge. „Der Fachdialog widmete sich der Frage, wie man die Qualität der Gutachten nachhaltig sichern könne“, erklärte Dr. Mathis Danelzik, der die Fachdialoge auch maßgeblich entwickelte. „Als Ergebnisse kristallisierten sich drei bedeutsame Empfehlungen heraus: die Weiterentwicklung der naturschutzfachlichen Leitfäden der Länder, ein adäquates Fortbildungssystem, das die fortlaufende Qualifizierung der Behördenmitarbeiter sicherstellt und die Sicherstellung einer kontinuierlichen Qualifizierung von Gutachtern“, so Danelzik weiter. „Es wird nun darauf ankommen, diese Empfehlungen aufzugreifen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen.“

Die Publikation informiert auch über weitere Vorschläge und Diskussionen im Fachdialog und bietet so einen guten Überblick über die verschiedenen Anliegen, Vorstellungen und Verbesserungsansätze.

Das Wichtigste in Kürze und die Publikation finden Sie auch HIER.

Ansprechpartner:
Dr. Mathis Danelzik
Dialoggestaltung
mathis.danelziknaturschutz-energiewende.de
+49 30 7673738–40

Der KNE-Fachdialog

KNE-Fachdialoge bringen die Akteure der Energiewende und des Naturschutzes miteinander ins Gespräch, um aktuelle Herausforderungen zu erörtern und gemeinsame Lösungsansätze zu finden. KNE-Fachdialoge stehen für die Idee, durch eine neutrale Gestaltung und Moderation von Gesprächs- und Arbeitsprozessen einen Beitrag zur Klärung komplexer Sachverhalte zu leisten.

Hinweis der Redaktion zum verwendeten Titelbild

Den Experten und Expertinnen unter Ihnen wird nicht entgehen, dass es sich bei der auf dem Titelbild dieser Publikation abgebildeten Fledermaus mitnichten um eine windenergiesensible Art handelt. Das Bild haben wir nach gestalterischen und ästhetischen Kriterien ausgewählt. Wir hoffen sehr, dass unsere – möglicherweise leicht irritierende – Bildauswahl Sie nicht zu stark von der inhaltlichen Rezeption der Publikation ablenkt – und danken für Ihr Verständnis.

Der KNE-Fachdialog zur „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“ wurde in seiner ersten (Konsultations-)Phase durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Titelbild der Publikation Qualitätssicherung von Fledermausgutachen.

Foto: © brszattila-stock.adobe.com.

Windenergie und Welterbe sind vereinbar – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Berlin, 23. Oktober 2019

Windenergie und Welterbe sind vereinbar – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Die im KNE-Fachdialog zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland entwickelten Empfehlungen liegen nun gedruckt vor und können im KNE kostenlos bestellt werden.

Die Empfehlungen sowie die Darlegung des Arbeitsprozesses des KNE-Fachdialogs „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ hat das KNE jetzt in der umfassenden Publikation „Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland“ veröffentlicht. Die Akteure des Fachdialogs erörterten, wie die Prozesse, die zur Klärung der Verträglichkeit von Windenergieanlagen mit UNESCO-Welterbestätten führen sollen, verbessert werden können.

Einen ersten Impuls für einen Fachdialog zum Thema Windenergieausbau und Welterbe setzte die Deutsche UNESCO-Kommission, die das KNE auf die Notwendigkeit eines sachlichen Austausches zur Planung von Windenergieanlagen in der Nähe von Welterbestätten hinwies.

„In den ersten Sondierungen wurden die unterschiedlichen Sichtweisen und Anliegen deutlich. So berichteten uns die Akteure des Welterbes von Fällen, in denen sie sich gegen die Genehmigung von geplanten Windenergieanlagen ausgesprochen hätten, weil diese eine Welterbestätte andernfalls in ihrer visuellen Unversehrtheit bedroht hätten. Vertreter der Windenergie schilderten, dass Zuständigkeiten und Bewertungsmaßstäbe für sie nicht in allen Fällen ersichtlich seien und Planungsunsicherheit die Folge sei“, erläutert Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Fachdialoge.

In dem vom KNE entwickelten und moderierten Fachdialog erarbeiteten die Teilnehmenden drei Empfehlungen für eine bessere Vereinbarkeit von Windenergieplanungen und UNESCO-Welterbestätten: Die Verbesserung  von Kommunikationsstrukturen; klarere Aussagen dazu, welche wertgebenden Aspekte und Strukturen die jeweilige Welterbestätte eigentlich ausmachen und die Entwicklung von Standards für sachgemäße Visualisierungen von Windenergieanlagen.

Im Fachdialog wurde deutlich, dass angemessene und fachlich solide Methoden, klare Rollen und Zuständigkeiten und eine ausgewogene Kommunikation von allen Beteiligten als sinnvolle Maßnahmen für eine bessere Bewertung möglicher Beeinträchtigungen von Welterbestätten durch Windenergieanlagen erachtet werden. „Mit seinen Diskussionen und Ergebnissen hat der KNE-Fachdialog einen wichtigen Beitrag zum welterbeverträglichen Ausbau der Windenergie geleistet“, so Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE.

Die Publikation informiert auch über weitere Vorschläge und kontroverse Diskussionen im Fachdialog und bietet so einen guten Überblick über die verschiedenen Anliegen, Vorstellungen und Verbesserungsansätze.

Das Wichtigste in Kürze und die Publikation finden Sie auch HIER.

Ansprechpartner:
Dr. Mathis Danelzik
Dialoggestaltung
mathis.danelziknaturschutz-energiewende.de
+49 30 7673738–40

Der KNE-Fachdialog

KNE-Fachdialoge bringen die Akteure der Energiewende und des Naturschutzes miteinander ins Gespräch, um aktuelle Herausforderungen zu erörtern und gemeinsame Lösungsansätze zu finden. KNE-Fachdialoge stehen für die Idee, durch eine neutrale Gestaltung und Moderation von Gesprächs- und Arbeitsprozessen einen Beitrag zur Klärung komplexer Sachverhalte zu leisten.

Foto: © fotografci-adobestock.com

Der KNE-Fachdialog zur „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Foto: © fotografci-adobestock.com.

Energiewende in kulturhistorisch geprägten Landschaften?

Neubrandenburg, 8. Mai 2019

Energiewende in kulturhistorisch geprägten Landschaften?

Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Dialoggestaltung im KNE, berichtete im Rahmen der Veranstaltung „Gutslandschaften – Veränderung als Chance“ in seinem Vortrag „Verträglichkeit von Windenergie und Denkmälern. Ergebnisse eines Fachdialogs zum UNESCO-Welterbe“ über den KNE-Fachdialog „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“.

Die Hochschule Neubrandenburg, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Mecklenburg-Vorpommern, das Landesamt für Denkmalpflege in Brandenburg und die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur Mecklenburg-Vorpommern hatten am 8. Mai zu der Tagung in die Hochschule Neubrandenburg eingeladen.

Der ländliche Raum des Nordosten Deutschlands ist von einem dichten Netz an Gutsbetrieben geprägt, zu denen in vielen Fällen Landschaftsgärten gehören, die die umgebende Agrarlandschaft kompositorisch einbeziehen. Die Tagung beschäftigt sich mit neuen Nutzungsansprüchen in diesen Räumen, zu denen auch Anlagen der erneuerbaren Energien zählen.

Dr. Mathis Danelzik nutzte die Gelegenheit, sich mit den Teilnehmenden – überwiegend Akteure des Denkmal- und Landschaftsschutzes und Landschaftsarchitekten – über die Herausforderungen durch den aktuellen gesellschaftlichen Umbruch, der neue Nutzungsansprüche definiert und zunehmend Veränderungen in der vielfach kulturhistorisch geprägten Landschaft nach sich zieht, auszutauschen.

Weitere Informationen zum Fachdialog „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“.

Bildquelle: Pixabay, Fotograf: ZYX.