Interaktiver Workshop zu Konfliktprävention in der naturverträgliche Energiewende

Berlin, 29. Juni 2020

Interaktiver Workshop zu Konfliktprävention in der naturverträgliche Energiewende

Dr. Jan Beermann (KNE-Mitarbeiter) und Dr. Matthias Bruhn (Mitglied des KNE-Mediatorenpools) führten am 27.06.2020 einen ganztätigen internationalen Workshop zum Thema Konfliktprävention in der lokalen Energiewende durch. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Workshop elektronisch per Videokonferenz angeboten.

30 Studierende des Masterstudiengangs Energy Management MBA an der Technischen Universität Berlin erhielten von Dr. Beermann zunächst einen einführenden Vortrag in die Thematik „Addressing energy and nature protection conflicts in Germany“. Anschließend diskutierten die Studierenden anhand eines Rollenspiels typische Herausforderungen von Naturschutzkonflikten und lernten dabei vielfältige Lösungsansätze sowie Methoden zur Prävention kennen. Am Nachmittag arbeiteten die Studierenden aus, inwiefern sich (Naturschutz-)Konflikte in der Energiewende in ihren Heimatländern von jenen in Deutschland unterscheiden und welche Methoden und Institutionen zur Konfliktprävention in diesen Ländern bestehen.

Die Studierenden, von denen viele einen technischen oder naturwissenschaftlichen Berufshintergrund in der Energiewirtschaft haben, zogen das Resümee, dass sie in ihrer künftigen Arbeit noch frühzeitiger die Belange des Naturschutzes und der Menschen vor Ort einbeziehen wollen, um Konflikte im Ausbau der Energiewende von vorherein zu vermeiden.

Haben elektromagnetische Felder Einfluss auf Insekten?

Berlin, 25. Juni 2020

Haben elektromagnetische Felder Einfluss auf Insekten?

Der Runde Tisch Elektromagnetische Felder des Bundesamtes für Strahlenschutz traf sich dazu seiner 19. Sitzung. Alle Mitglieder nahmen an der digitalen Sitzung teil, die ursprünglich Ende März in Frankfurt stattfinden sollte. Neben der Vorstellung der aktuellen Forschungsvorhaben des Bundesamtes für Strahlenschutz wurde auch über erste Studienauswertungen zur Bedeutung und dem Einfluss elektromagnetischer Felder auf Insekten berichtet.

Wie bereits bei ziehenden Vogelarten deutet auch hier einiges darauf hin, dass es zumindest einen kurzzeitigen Effekt auf das Flugverhalten von Insekten gibt. Es wurde berichtet, dass allerdings gewisse methodische Schwächen in den Studien noch keine endgültigen Schlüsse zulassen, wie stark und wie relevant der Einfluss auf das Verhalten der Sechsfüßer ist. Bedeutsam werden können die Untersuchungen, wenn es um Barrierewirkungen geht, die zum Beispiel durch elektromagnetische Felder an Freilandleitungen oder Erdkabeln entstehen. Hierzu hatte das Bundesamt angekündigt weiteren Forschungsbedarf identifizieren zu wollen und weitere Studien zu sichten.

Außerdem wurde das neu gegründete Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder (KEMF) ausführlich vorgestellt. Das KNE beabsichtigt mit dem KEMF eine Zusammenarbeit anzustreben, um bei Fragen der Auswirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Natur zusammenzuarbeiten.

Biene fliegt zur Pflanze

Aktuelle Herausforderungen im Bereich der Mediation

Berlin, 25. Mai 2020

Aktuelle Herausforderungen im Bereich der Mediation

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hatte zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung geladen. In einem „elektronischen Erfahrungsaustausch zu Mediationsthemen während der COVID-19-Pandemie“ diskutierten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem zwei zentrale Themenblöcke vor dem Hintergrund der aktuellen Situation.

So ging es um die Frage, welche Folgen die pandemiebedingten Beschränkungen für die Aus- und Fortbildung im Bereich der Mediation haben. Wie kann mit Mediationsausbildungen während der COVID-19-Pandemie umgegangen werden? Können diese – zumindest zeitweise – nur online stattfinden? Hierzu gab es unterschiedliche Stimmen. Ein Großteil sprach sich dafür aus, Online-Mediations-Ausbildungen temporär zu ermöglichen.

Zudem fand ein Erfahrungsaustausch zu Fragen der Aus- und Weiterbildung statt.  In welchem Maße werden oder wurden Ausbildungs- oder Fortbildungslehrgänge digital durchgeführt? Wie sind die Erfahrungen damit? Ist dies eine gleichwertige Alternative zum herkömmlichen Unterricht? Ergeben sich aus den Erfahrungen Chancen für die Zukunft? Viele Rückmeldungen hierzu sahen eine Reihe von Chancen durch hybride Fortbildungen, also durch eine Mischung von Präsenz- und Digital-Fortbildungsformen. Reine digitale Fortbildungslehrgänge sah eine Reihe der Teilnehmenden eher kritisch.

Ein zweiter Block befasste sich mit den Folgen der pandemiebedingten Beschränkungen für die Durchführung von Mediationen. Hierbei wurde neuen Herausforderungen angesprochen, die entstehen, wenn Mediationen digital stattfinden. Zum Beispiel stellen sich hier eine Reihe von methodischen Herausforderungen, aber auch solche in Bezug auf Vertraulichkeit und Datenschutz im Rahmen der Online-Mediation. Allerdings wurden auch viele Chancen identifiziert: Online-Mediationen können die Schwelle für das Format einer „Mediation“ senken, so öffne sich auch ein neues Feld. Darüber hinaus können diese schneller abgeschlossen werden, belasten den Mediator oder die Mediatorin teilweise weniger, verringern den Reiseaufwand erheblich und haben eine größere Chance für eine sachliche Auseinandersetzung. Gerade in den Fällen, wo bereits soziale Beziehungen – zum Beispiel durch ein erstes Präsenz-Treffen – entstanden sind, kann hier sehr gut durch Online-Mediationen weiter gearbeitet werden.

Dr. Martin Köppel, Leiter der Außenstelle Süd und Konfliktberater des KNE, nutzte die Gelegenheit, sich über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Mediation während der COVID-19-Pandemie zu informieren und kollegial auszutauschen.

Illustration Maske zum Mund- und Nasenschutz

Das KNE-Jahrbuch K20 blickt auf die Energiewende vor Ort

Berlin, 18. Juni 2020

Das KNE-Jahrbuch K20 blickt auf die Energiewende vor Ort

Von fabelhaften Ausgleichsmaßnahmen, Labyrinthen der Leidenschaft und dem Wind über Schottland

Das diesjährige rund 300 Seiten starke Jahrbuch des KNE widmet sich den Herausforderungen, Möglichkeiten und Projekten einer naturverträglichen Energiewende konkret vor Ort. Die Vielfalt der Beiträge der Autorenschaft in „K20 – Energiewende vor Ort“ spiegelt dabei die Spannbreite der Themen und die Komplexität der Anforderungen der Energiewende wider.

„In der Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort konnten wir feststellen, dass sich die Praxis der Energiewende deutlich geändert hat. Die Diskussionen um den Abbau von Hemmnissen beim Ausbau der erneuerbaren Energien hat an Bedeutung gewonnen, manches kommt in Bewegung und manches gilt es noch anzupacken. Da lag es nahe, in diesem Jahrbuch den Blick auf die konkreten Herausforderungen zu richten, und die Akteure von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende berichten zu lassen“, erklärt Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE.

„So vielseitig wie die Autorenschaft ist, so spannend ist die Bandbreite der Themen. Wir hoffen, nicht nur einen interessanten und informativen Einblick in die verschiedenen Facetten und Anforderungen der Energiewende zu geben, sondern auch, zur Versachlichung von Debatten beizutragen, und zur Diskussion – auch disziplinübergreifend – über die Herausforderungen anzuregen“, berichtet Anke Ortmann, Redakteurin des Jahrbuchs. „Die Leserschaft erwarten Beiträge zur Regionalplanung, zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, zur Konfliktklärung vor Ort, zu Innovationen in der Photovoltaik und zur Bedeutung der Emotionen. Internationale Beiträge zu Schottland, China und Polen stellen ausgewählte Aspekte der dortigen Energiewende heraus“, so Ortmann weiter.

Zu Wort kommen unter anderem Dr. Danuta Kneipp (50Hertz Transmission) und Judith Michler (ABO Wind) in ihrem gemeinsamen Artikel zu Klima- und Artenschutz als wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Energiewende. Professorin Gundula Hübner von der Universität Halle-Wittenberg berichtet über die Vielschichtigkeit der Emotionen und Motivationen in der Energiewende. Martin Szaramowicz (Flächenagentur Brandenburg) und Marc Thiele (NaturschutzFonds Brandenburg) geben einen Einblick in die Praxis der Kompensations- und Ersatzmaßnahmen. Dr. Joanna Maćkowiak Pandera (Forum Energii) erläutert bemerkenswert die Perspektiven der polnischen Energiepolitik und die Chancen einer deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Darüber hinaus kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KNE zu Wort und berichten über die Arbeit des KNE.

Der Artikel „Letzte Ausfahrt Zukunft“ von Dr. Joanna Maćkowiak Pandera liegt auch im Orignial in Polnisch vor. Hier finden Sie den Artikel „Ostatni zjazd przyszłość“.

Die K20-Redaktion dankt allen Autorinnen und Autoren sehr herzlich für Ihre Mitarbeit und wünscht den Leserinnen und Lesern eine spannende und anregende Lektüre.

Titelillustration: Felix Scholz.

Für Nachfragen, Interviews und für Anfragen zur journalistischen Weiterverwertung von Beiträgen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Kontakt: Anke Ortmann, presse@naturschutz-energiewende.de. T.: 030 7673738-12

Diskussion beim Runden Tisch Recht der FA Wind zu aktuellen Urteilen

Berlin, 27. Mai 2020

Diskussion beim Runden Tisch Recht der FA Wind zu aktuellen Urteilen

Am 27. Mai fand der Runde Tisch Windenergie und Recht der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) statt. Auch dieses Mal wurden aktuelle Gerichtsurteile aus dem Bereich des Ausbaus der Windenergie an Land besprochen.

Besonders hinweisen möchten wir auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Gießen, Urteil vom 22. Januar 2020 – 1 K 6019/18.Gl zur Frage von Ausnahmegenehmigungen für Windenergieanlagen.

Das VG Gießen hat im besprochenen Fall eine Genehmigung aufgrund der Verletzung des Tötungsverbotes nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) aufgehoben und argumentiert, dass auch eine Ausnahme zur Herstellung der Genehmigungsfähigkeit nicht erteilt werden könne. Das Gericht meint, dass für den Bau von Windenergieanlagen im vorliegenden Fall kein Ausnahmegrund in Betracht käme, da der Ausnahmegrund des § 45 Abs. 7 S. 1 Nr. 5 BNatSchG (zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses) nicht auf europäische Vogelarten anwendbar sei und der Ausnahmegrund § 45 Abs. 7 S. 1 Nr. 4 BNatSchG (öffentliche Sicherheit) nicht für den Bau einzelner Windenergieanlagen bemüht werden könne.

Die Teilnehmenden des Runden Tischs waren sich einig: Die Entscheidung des VG Gießen könnte einen Dämpfer für den weiteren Ausbau der Windenergie bedeuten, wenn, wie dies in einigen Ländern anklingt, die Ausnahme im Genehmigungsverfahren stärker genutzt werden soll.

Die Berufungsentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Kassel wird daher mit Spannung erwartet und insbesondere, ob er hier selbst eine Entscheidung darüber trifft, ob der Ausnahmegrund § 45 Abs. 7 S. 1 Nr. 5 BNatSchG auf europäische Vogelarten anwendbar ist oder ob auch der Bau einzelner Windenergieanlagen unter den Ausnahmegrund der öffentlichen Sicherheit fällt. Entscheidet sich der VGH, diese Fragen dem EuGH zur Beantwortung vorzulegen, dürfte eine in dieser Hinsicht klarstellende Grundsatzentscheidung Licht ins Dunkel bringen.

Gerichtshammer und Gesetzbücher

Windbranchentag fordert stärkeren Windenergieausbau

Berlin, 20. Mai 2020

Windbranchentag fordert stärkeren Windenergieausbau

Der Landesverband Baden-Württemberg des Bundesverbands Windenergie und das Ministerium für Umwelt, Klima- und Energiewirtschaft Baden-Württemberg luden zum Windbranchentag  „Länderspezial Wind in Baden-Württemberg“ erstmals online ein.

Im Mittelpunkt des Branchentreffens stand eine Diskussionsrunde mit Umweltminister Franz Untersteller, BMWi-Staatssekretär Andreas Feicht, BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter und BWE-Landesvorsitzendem Christian Oberbeck zur Fragestellung „Zukunft der Windenergie in Baden-Württemberg: Weichenstellungen der Politik?“. Deutlich wurde hierbei, dass es eine Reihe von Hemmnissen auf verschiedenen Ebenen für den Windenergieausbau in Baden-Württemberg gibt. Neben dem Artenschutz wurden diesbezüglich vor allem auch die Flächenverfügbarkeit, die EEG-Novelle 2017, die Rolle des Staatsforstes in Baden-Württemberg sowie die Akzeptanz vor Ort als einflussnehmende Faktoren angesprochen. In Bezug auf technische Vogelerkennungssysteme zur Verminderung von Vogelkollisionen wurden große Chancen zur Förderung des Ausbaus der Windenergie gesehen.

Neben den Schwerpunkten „Genehmigungsrechtliche Herausforderungen der Corona-Krise“ und „Windstrom für die Industrie: Das Grünstromkonzept von Daimler“ wurde auch das Thema „Windenergie und Artenschutz“ diskutiert. Hier ging es vor allem um neue Entwicklungen im Hinblick auf Windenergie und Artenschutz in Baden-Württemberg sowie um eine Einschätzung der Branche und der Naturschutzbehörden.

Dr. Martin Köppel, Leiter der Außenstelle Süd und Konfliktberater des KNE, nutzte die Gelegenheit, sich über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Windenergie in Baden-Württemberg zu informieren und zum Ausloten der Möglichkeiten der Unterstützung einer naturverträglichen Energiewende durch das KNE.

Windenergieanlagen und Rapsfeld

Stärkung der Zusammenarbeit mit den Landesenergieagenturen

Berlin, 12. Mai 2020

Stärkung der Zusammenarbeit mit den Landesenergieagenturen

Eigentlich als Treffen in Dresden geplant, tauschten sich die Landesenergieagenturen, das KNE und die FA Wind in einer Online-Konferenz zur Windenergie aus. Dabei berichteten die Agenturen aus den Ländern, im weiteren Austausch wurden unter anderem die Themen Akzeptanz und Öffentlichkeitsbeteiligung beleuchtet.

Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, stellte das neue KNE-Konfliktberatungskonzept vor. Dabei soll insbesondere der bundesweit agierende KNE-Mediatorenpool stärker vor Ort an die Landeseinrichtungen angebunden werden. Dazu wird das KNE zusammen mit den Mediatorinnen und Mediatoren in individuellen Gesprächen die jeweiligen Bedarfe der einzelnen Landesenergieagenturen erörtern. Darüber hinaus sind gemeinsame Workshops mit Mediatoren und Mediatorinnen aus dem Pool geplant.

Windenergieanlage und Landschaft

Hilft eine frühe Einbindung der Menschen vor Ort bei der Akzeptanz von Projekten?

Berlin, 29. April 2020

Hilft eine frühe Einbindung der Menschen vor Ort bei der Akzeptanz von Projekten?

Michael Krieger äußert sich im Interview in der Fernsehsendung „alle wetter!“ im Hessischen Rundfunk zur Akzeptanz der Energiewende und der Bearbeitung und Lösung von Konflikten vor Ort.

Wie sieht es aktuell bei den Bürgern und Bürgerinnen mit der Akzeptanz der Energiewende aus? Wie ist die Stimmung vor Ort? Welche Erfahrungen macht das KNE in seiner täglichen Arbeit? Um welche Konflikte geht es?

Trotz einer überwiegenden Zustimmung zur Energiewende bleiben Konflikte nicht aus. Dabei reichen die Themen von der Lärmbelästigung, über den Schutz von Vögeln oder Fledermäusen bis hin zur Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.

Auch auf die Frage, wer sich wann an das KNE wendet, und mit welchen Methoden die Moderatoren und Mediatoren die beteiligten Konfliktparteien in das Gespräch bringen und Lösungsansätze gefunden werden, geht Michael Krieger ein.

Was kann im Vorfeld getan werden? Damit es vielleicht gar nicht erst zu Konflikten kommt? Hier verweist Krieger darauf, dass eine frühe und gute Einbindung der Menschen vor Ort – zum Beispiel durch Bürgerversammlungen, bei der Akzeptanz von Erneuerbare-Energien-Projekten unterstützen kann.

Aber nicht immer läuft alles glatt. „Manchmal geht es nicht nur um die Sache, sondern darum zu gewinnen.“, schließt Michael Krieger das Interview.

 

Foto: Copyright hr-Fernsehen, alle wetter!

Es geht nicht vor und nicht zurück?

Berlin, 28. April 2020

Es geht nicht vor und nicht zurück?

Interview mit Michael Krieger, Geschäftsführer, und Elisabeth Hartleb, Referentin für Raumordnung und Planungsrecht im KNE, im Jahrbuch der Mediation 04/2020.

Beim Ausbau von Solar- oder Windparks sind langwierige Streitigkeiten keine Seltenheit. Mangelnde Kommunikation oder sogar falsche Informationen, umstrittene Gutachten oder unzureichende Bürgerbeteiligung können zu Konflikten führen. Wie das KNE bei der Klärung von Konflikten unterstützt, mit welchen Methoden und Angeboten die Mediatoren und Mediatoren des KNE sich den jeweiligen Problematiken annehmen, und vor welchen Herausforderungen und Fragestellungen sie dabei in der konkreten Arbeit vor Ort stehen, erläutern Hartleb und Krieger im Interview „Ausbau der Solar- und Windenergie: Kompetenzzentrum hilft bei Konfliktlösung“ mit dem „Jahrbuch Mediation“.

Was sind die Besonderheiten bei Konflikten im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende und bei der Bearbeitung? Braucht es spezifische Kompetenzen bei der Bearbeitung von Konflikten in diesem Themenfeld? Wie sehen typische „Akteurskonstellationen“ aus? Und wie sieht ganz konkret die Arbeit vor Ort in der Praxis aus?

Krieger und Hartleb sprechen über die Vielfalt der beteiligten Akteure, die Vielschichtigkeit der Konfliktebenen und individuellen Bedürfnisse der Beteiligten. Anhand von Beispielen aus der Praxis geben sie einen Einblick in Konfliktkonstellationen und deren Lösung. Darüber hinaus wird auch auf  die Zusammenarbeit mit den Ländern und die zukünftige Ausrichtung der Konfliktarbeit des KNE vor Ort eingegangen.

Lesen hier den Artikel „Ausbau der Solar- und Windenergie: Kompetenzzentrum hilft bei Konfliktlösung“.

Zwei Ziegenböcke kämpfen

Die Energiewende weiter vorantreiben

Berlin, 22. und 23. April 2020

Die Energiewende weiter vorantreiben

Das 5. Fachforum des KNE-Mediatorenpools war ein besonderes. Zum ersten Mal traf sich das KNE mit den Mitgliedern des KNE-Mediatorenpool aus aktuellem Anlass in Videokonferenzen im virtuellen Raum.

Es gab einen engagierten Austausch zu den aktuellen Herausforderungen. Auch in diesen schwierigen Zeiten muss alles darangesetzt werden, die Energiewende voranzutreiben. Es wurde daher intensiv diskutiert, wie der Mediatorenpool in Zusammenarbeit mit dem KNE die naturverträgliche Energiewende vor dem Hintergrund geringer Zubauzahlen, zahlreicher Konflikte und derzeitigen zusätzlichen Herausforderungen noch besser unterstützen kann. Unter anderem wurden die aktuellen Entwicklungen in der Energiewende in den Bundesländern erörtert und eingeordnet.

Gemeinsam wurden zahlreiche Ansätze gesammelt und die nächsten Schritte geplant. Das 6. Fachforum des KNE-Mediatorenpools findet im Oktober statt.

4 Personen in einer Videokonferenz