Konflikte nicht verloren geben

Müncheberg, 12. Februar 2020

Konflikte nicht verloren geben

Dr. Bettina Knothe leitete einen Workshop zum Konfliktmanagement auf einem Symposium der Kreisau-Initiative.

Die Kreisau-Initiative lud zu einem internationalen Symposium nach Müncheberg in das Schloss Trebnitz ein. Schwerpunktthemen der Fachtagung „Aushandlungsprozesse zu ökologischen Herausforderungen: Wie gelingen zukunftsfähige Allianzen im ländlichen Raum?“ waren die Gestaltung von Aushandlungsprozessen in den Politikfeldern Energie- und Agrarwende sowie die Einrichtung von Großschutzgebieten. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem die Fragen, wie im ländlichen Raum Dialog und gemeinsames Handeln zwischen Vertretern und Vertreterinnen von ökologischen und sozio-ökonomischen Anliegen gelingen kann. Auch ging es darum, wie Konflikte überwunden und neue (Synergie-) Potenziale für gemeinsames Handeln auf lokaler und regionaler Ebene gefunden werden und Ergebnisse von Aushandlungsprozessen in langfristig tragbare Lösungen umgesetzt werden können.

In zwei Workshops zum Thema Strategien und Ansätze für Konfliktmanagement in Mehr-Ebenen-Konfliktfeldern diskutierte Dr. Bettina Knothe von der KNE-Konfliktberatung Konfliktlagen in Naturschutz und Energiewende vor Ort. Zusammen mit den jeweils rund 25 Workshopteilnehmenden aus Deutschland und Polen, die in Naturschutzverbänden, Kommunal- und Regionalverwaltungen aktiv tätig sind, erprobte sie Modelle und Methoden zu Konfliktanalyse und Dialoggestaltung anhand konkreter Beispiele aus der Arbeitspraxis der Anwesenden.

Teilnehmende beider Workshops meldeten zurück, dass sie wertvolle Informationen und Hinweise insbesondere aus inhaltlichen Inputs, Modellen und Moderation gewonnen haben. Die Mischung aus vorgegebener Workshopstruktur und flexiblem Reagieren auf Aussagen und Bedarfe der Gruppe wurde als bereichernd erachtet. Einen Aspekt haben Teilnehmende am Ende der Veranstaltung ausdrücklich betont: Der Workshop war eine klare Ermutigung dafür, Konflikte nicht verloren zu geben, sondern sie aktiv und mit geschulter Unterstützung anzugehen.

Die Kreisau-Initiative wurde 1989 von Ost- und Westberlinern gegründet, um den Aufbau und die Arbeit einer internationalen Begegnungsstätte in Kreisau/Krzyżowa (Polen) zu unterstützen.

Foto: Doris Antony, Berlin.

Ansicht des Trebnitzer Schlosses. Foto: Doris Anthony.
Ansicht des Trebnitzer Schlosses. Foto: Doris Anthony.

KNE-Fachgespräch zu Artenhilfsprogrammen und Ausnahmeerteilung

Berlin, 24. Januar 2020

KNE-Fachgespräch zu Artenhilfsprogrammen und Ausnahmeerteilung

Im KNE-Fachgespräch „Artenhilfsprogramme und Ausnahmeerteilung nach § 45 Absatz 7 BNatSchG“ wurden die Voraussetzungen, die Machbarkeit und deren Relevanz für die Genehmigung von Windenergieanlagen erörtert.

Rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzorganisationen und Energieverbänden, vom Bundesministerium für Umwelt, vom Bundesamt für Naturschutz, weiteren Landesministerien und Behörden und der Rechtswissenschaft folgten der Einladung des KNE und trafen sich zum Fachaustausch in den Räumen des Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) in Berlin.

Worum geht es?

Anlass für das Fachgespräch war ein Vorschlag des NABU, durch den ein Stopp des Ausbaus der Windenergie verhindert und die rechtlichen Anforderungen an den besonderen Artenschutz erfüllt würden: Mittels der Durchführung von Artenhilfsprogrammen sollen die Voraussetzungen für eine regelmäßige Ausnahme geschaffen werden.

In den Genehmigungsverfahren für den Ausbau der Windenergie stellt insbesondere der Vollzug des Artenschutzrechts, genauer gesagt die rechtssichere Beurteilung, ob das Tötungsrisiko für bestimmte windenergiesensible Arten signifikant erhöht ist, eine große Herausforderung dar. In Fällen, in denen das Tötungsrisiko signifikant erhöht ist, haben die Genehmigungsbehörden bisher bei Windenergieprojekten nur selten von der Ausnahme Gebrauch gemacht.

Welche Fragestellungen wurden daraus abgeleitet?

Die Veranstaltung gliederte sich in drei thematische Blöcke. Zunächst ging es um die Fragen: Was sind Artenhilfsprogramme? In welchen Ländern gibt es Konzepte, Projekte oder Programme? Wie sieht die gegenwärtige Praxis aus? Hierzu referierten Dr. Elke Bruns (KNE), Ubbo Mammen (Ökotop-Büro für angewandte Landschaftsökologie), Martin Kolbe (Rotmilanzentrum Heineanum) und Lars Lachmann (NABU).

Im zweiten Block wurde die Ausnahme des § 45 Abs. 7 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) aus rechtlicher Sicht untersucht. Zunächst stellte Frank Sailer (Stiftung Umweltenergierecht) die Ausnahmevoraussetzungen dar. Im Anschluss ging Rechtsanwalt Dirk Teßmer (Rechtsanwälte Philip-Gerlach • Teßmer) auf die Anforderungen an den Erhaltungszustand ein, bevor Dr. Andreas Weiss (Ohms Rechtsanwälte) die Möglichkeiten darstellte, um die Ausnahme bereits auf Ebene der Planung zu berücksichtigen.

Gegenstand des letzten Blocks war die Frage, wie man den Erhaltungszustand von Vogelarten gewährleisten kann, wenn Ausnahmen erteilt werden. Lars Lachmann erläuterte den Vorschlag des NABU, die Erteilung von Ausnahmen an Artenhilfsprogramme zu koppeln. Im Anschluss legte Johannes Fischer (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein) dar, wie der Bestandserhalt durch FCS-Maßnahmen gewährleistet werden soll.

Dr. Mathis Danelzik vom KNE moderierte die Diskussion zu den Voraussetzungen einer rechtssicheren Anwendung der Ausnahme und über die Vor- und Nachteile der Lösungsvorschläge zum Bestandserhalt. Angesichts des großen Interesses plant das KNE, ein weiteres Fachgespräch – dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf der Beauflagung und Umsetzung und von bestandssichernden Maßnahmen – durchzuführen. Hier sollen die offenen Fragen aus der ersten Diskussionsrunde erörtert werden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Foto: Holger Ohlenburg.
Auf dem Bild (v. l.n. r.): Ubbo Mammen (Ökotop Gbr), Martin Kolbe (Rotmilanzentrum am Heineanum), Hans Gabányi (Behörde für Umwelt und Energie, Naturschutz, Grünplanung und Bodenschutz, Hamburg), Peter Kremer (Kremer-Werner rechtsanwälte), Franziska Tucci (Fachagentur Windenergie an Land), Dr. Torsten Langgemach (NABU), Jakob Katzenberger (DAchverband Deutscher Faunisten), Dr. Markus Lau (Baumann Rechtsanwälte), Hans-Christian Stotzem (Bundesamt für Naturschutz), Jörn Krütgen (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein), Johannes Fischer (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein).

Personen an einer langen Tischreihe.
Die Ausgewogenheit der Akteure garantierte eine solide Betrachtung des Themas.

KNE plädiert auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel für eine naturverträgliche Energiewende

Berlin, 21. Januar 2020

KNE plädiert auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel für eine naturverträgliche Energiewende

Im Rahmen des Handelsblatt Energie-Gipfels 2020 vom 20. bis 22. Januar in Berlin erörterte KNE-Direktor Dr. Torsten Raynal-Ehrke auf dem Future Energy Stage die Rolle des Naturschutzes in der Energiewende.

Er betonte, dass der Naturschutz nicht das zentrale Hemmnis beim Ausbau der erneuerbaren Energien sei. Die zentralen Ursachen für den schleppenden Zubau an Windenergieanlagen an Land lägen vielmehr in langen Genehmigungsverfahren, erschwerenden Rahmenbedingungen (z. B. Abstandsregelungen) und unzureichender Flächenausweisung. Gleichwohl könne und müsse der Naturschutz seinen Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende leisten.

Es sei Anliegen des Kompetenzzentrums, den Konflikten mit dem Naturschutz vorzubeugen, Probleme zu analysieren, Lösungsvorschläge zu unterbreiten bzw. die Erarbeitung von Vorschlägen zur Lösung von Problemen zu organisieren und zu unterstützen.

Er bemerkte zudem abschließend, dass es eine dringende gesellschaftliche Aufgabe sei, die Energiewende auch mit positiven Emotionen zu verbinden. Deshalb sollten zum Beispiel die Beiträge der Energiewende zum Naturschutz auch sichtbar gemacht werden. Insbesondere die teilweise großartigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen würden oft nicht wahrgenommen, da sie zumeist nicht am Ort des Eingriffs in die Natur umgesetzt oder der Öffentlichkeit nicht angemessen dargestellt würden.

In den vielen Gesprächen im Rahmen der Veranstaltung zeigte sich, dass die Notwendigkeit eines zügigen Ausbaus der erneuerbaren in der Branche Konsens ist. Dafür brauche es insbesondere innovative Technologien und unterstützende Rahmenbedingungen von der Politik. Es wurde sehr begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und als Ansprechpartner für alle Akteure zur Verfügung steht. Insbesondere die fachliche Beratung und die Angebote zur Konfliktprävention waren von großem Interesse. Ein weiterführender Austausch zu den jeweiligen Bedarfen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit wurde mit verschiedenen Akteuren vereinbart.

Der Handelsblatt Energiegipfel:

Die Veranstaltung brachte rund 1.000 Expertinnen und Experten aus der Branche zusammen und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, die aktuellen Themen kritisch und konstruktiv zu diskutieren.

Zwei Personen auf der Bühne im Gespräch

Dr. Torsten Raynal-Ehrke im Gespräch mit Moderatorin Erna-Maria Trixl von EMT Advisory auf dem Future Energy Stage.

Das KNE auf dem Handelsblatt Energiegipfel 2020 in Berlin

Berlin, 14. Januar 2020

Das KNE auf dem Handelsblatt Energiegipfel 2020 in Berlin

Vom 20. bis 22. Januar 2020 findet in Berlin das jährliche Treffen der deutschen Energielandschaft statt. Das KNE beteiligt sich mit einem inhaltlichen Beitrag und ist mit einem Stand vor Ort.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch

Auf dem Future Energy Stage: Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE, wird am 21. Januar um 14:30 Uhr wird im Rahmen des Future Energy Stage zu den Herausforderungen und Chancen bei der Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende referieren.

An unserem Stand Nr. 17: Besuchen Sie uns einfach am Stand oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin, um sich mit uns über unseren Beitrag für eine naturverträgliche Energiewende zu unterhalten und sich darüber auszutauschen, wie wir Sie mit unseren Angeboten unterstützen können.

Der Handelsblatt Energiegipfel

Die Veranstaltung bringt rund 1.200 Expertinnen und Experten aus der Branche zusammen und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, die Themen kritisch und konstruktiv zu diskutieren. Schwerpunkte der Informations- und Diskussionsforen sind:

  • Kohleausstieg, Dekarbonisierung und Strukturwandel.
  • Transformation der Energiewirtschaft.
  • Mobilität der Zukunft und Verkehrswende.

Das KNE auf dem Handelsblatt Energiegipfel.

Logo Handelsbltt-Energiegipfel 2020

Einer für alle, alle für einen

Berlin, 17. Dezember 2019

Einer für alle, alle für einen

In Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen treten regelmäßig Konflikte zwischen den Belangen des Artenschutzes einerseits und dem Interesse an der Realisierung von Windenergievorhaben andererseits auf. Es ist zum Beispiel möglich, dass Vögel und Fledermäuse mit den sich drehenden Rotorblättern oder dem Mast einer Windenergieanlage kollidieren. Eidechsen und Ameisen können getötet werden, wenn für die Errichtung einer Anlage das Baufeld freigemacht werden muss. Wie diese Konflikte rechtlich zu behandeln sind, ist im Bundesnaturschutzgesetz und dort im Abschnitt des besonderen Artenschutzrechts geregelt.

Lesen Sie, wie die Ausnahme im Kontext des besonderen Artenschutzrechtes einzustufen ist und was das für die Anwendung in der Praxis bedeutet im Artikel von Dr. Silke Christiansen in K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
pressenaturschutz-energiewende.de
030 7673738-12

Wasserkraftworkshop 2019

Frankfurt (Oder), 10. Dezember 2019

Wasserkraftworkshop 2019

Die Wasserkraft hat in Brandenburg eine kulturhistorische Bedeutung. Die aktuelle Klimaschutzdiskussion und neue Technologien waren Anlass genug für einen Fachaustausch unter den bestehenden und zukünftigen Wasserkraftanlagebetreibern. Aus diesem Grund veranstaltete die IHK Ostbrandenburg in Kooperation mit der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e. V. und der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern einen Workshop. Zur Diskussion standen die Möglichkeiten zum neuen Ausbau der umweltfreundlichen Energieerzeugung aus Wasserkraft in Brandenburg sowie zur Reaktivierung von derzeit stillgelegten Wasserkraftanlagen.

Vor Ort tauschten sich Betreiber brandenburgischer Wasserkraftanlagen, Eigentümer historischer Wassermühlen mit und ohne Stromproduktion sowie Vertreter des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums aus. Neben Impulsvorträgen zur aktuellen Wasserkraftnutzung in Brandenburg und möglichen Potenzialen an bestehenden Querverbauungen von Fließgewässern hatten die Beteiligten die Möglichkeit, konkrete Konfliktlagen zu schildern und untereinander Erfahrungen auszutauschen.

Im Rahmen der Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg nahm Elisabeth Hartleb seitens der Konfliktberatung des KNE am Workshop teil und stand den Teilnehmenden als Ansprechpartnerin für die Vermeidung und Klärung von Konflikten im Zusammenhang mit bestehenden oder geplanten Wasserkraftanlagen und Naturschutzfragen zur Verfügung.

Wassertropfen der auf Wasseroberflaeche faellt

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Berlin, 6. Dezember 2019

Behauptungen durch Wissen ersetzen

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) forscht und entwickelt in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Energiewandlung und Energiespeicherung, immer mit konkretem Praxisbezug.

„Unsere Mission ist der Technologietransfer,“ beschreibt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, den Auftrag des ZSW. Im Interview mit Prof. Dr. Frithjof Staiß und Maike Schmidt ging es um den Auftrag des Zentrums und die Schwerpunktforschungen, speziell um Photovoltaik und Windenergie. Wie lässt sich der Wirkungsgrad von Dünnschicht- Solarzellen verbessern? Was untersucht das ZSW auf seinem Windtestfeld auf der Schwäbischen Alb? Diese und andere Fragen erörterte Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, in Stuttgart. Nachzulesen im KNE-Jahrbuch K19.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

Im KNE-Jahrbuch K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zum Konfliktmanagment, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
pressenaturschutz-energiewende.de
030 7673738-12

Kann das weg?

Berlin, 28. November 2019

Kann das weg?

In Deutschland und Frankreich werden ab 2020 verstärkt Windenergieanlagen zurückzubauen sein. Markus Wagenhäuser, Experte für Windenergie beim Deutsch-französischen Büro für die Energiewende nimmt sich des Themas „Umweltverträglicher Rückbau von Windrädern – Herausforderungen aus deutsch-französischer Sicht“ detailliert in seinem Artikel im KNE-Jahrbuch K19 an.

Zum Jahresende 2020 läuft für die ersten Windenergieanlagen in Deutschland die Förderung gemäß dem im Jahr 2000 eingeführten Erneuerbare-Energien-Gesetz aus. Die von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlichten EEG-Anlagenstammdaten zeigen, dass im Zeitraum 2020 bis 2025 über zwei Gigawatt Erzeugungsleistung pro Jahr aus der EEG-Förderung fallen wird. In Frankreich wird aufgrund der geringeren Förderdauer von 15 Jahren in den kommenden Jahren ebenfalls eine Vielzahl von Anlagen das Ende des Förderzeitraums erreichen, im Jahr 2020 rund 360 Megawatt, jedoch wird von einem Weiterbetrieb über den Förderzeitraum hinaus ausgegangen. Nach Schätzungen der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement werden insbesondere ab 2025 jährlich bis zu einem Gigawatt an Anlagenleistung vor dem Anlagenrückbau stehen.

Zukünftige Handlungsfelder sind die Entwicklung neuer Recyclingverfahren, insbesondere für Rotorblätter, umfassende Recyclingkonzepte zur Erhöhung der Verwertungsquoten sowie Standards für einen umweltverträglichen Rückbau.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
pressenaturschutz-energiewende.de
030 7673738-12

Wie geht man mit massiven „Störern“ um?

Fulda, 29. und 30. November 2019

Wie geht man mit massiven „Störern“ um?

Am vergangenen Freitag trafen sich unsere Mitglieder des KNE-Mediatorenpools zum 4. KNE-Fachforum in Fulda. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens stand ein Seminar zu „rechtsextremen Störern“ bei der Konfliktarbeit vor Ort.

Leider kommt es in der Arbeit der Mediatorinnen und der Mediatoren im Zuge der Bearbeitung von Konfliktfällen vor, dass auch Rechtsextreme versuchen, die Klärung des Konflikts für ihre Zwecke zu vereinnahmen bzw. die Klärung schlicht zu stören oder zu behindern. Wie man mit solchen Situationen umgeht und welche Strategien hier funktionieren, wurde zusammen mit dem „MBT Hessen e. V.“, einer Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus, erarbeitet und für die Arbeit vor Ort praxisgerecht aufbereitet.

Am zweiten Tag stand ein Rollenspiel zur Klärung von Haltungsfragen im Zentrum der Diskussion. Ebenfalls wurde zum Vortrag von KNE-Geschäftsführer Michael Krieger sowie zum Bericht aus der KNE-Konfliktberatung intensiv diskutiert. Außerdem wurden vielfältige Vorschläge zur Intensivierung der Zusammenarbeit von KNE und KNE-Mediatorenpool erörtert. Diese sollen zukünftig in die Zusammenarbeit einfließen.

Das 5. Fachforum Mediatorenpool ist bereits geplant und findet am 20. und 21. März 2020 in Hannover statt.

Gruppe im Sitzkreis in einem Raum

Austausch zu Naturschutz und Energiewende in Sachsen-Anhalt

Magdeburg, 27. November 2019

Austausch zu Naturschutz und Energiewende in Sachsen-Anhalt

Im Mittelpunkt des Fachaustausches mit Dr. Gesa Kupferschmidt, Abteilungsleiterin des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt im Umweltministerium in Magdeburg, standen die aktuell erschienene KNE-Publikation „Die Ausnahme im besonderen Artenschutzrecht“ sowie die weitere Unterstützung der Landesregierung bei der Bearbeitung von zukünftigen Konflikten im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende. Die bereits vor rund einem Jahr begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit soll zukünftig intensiviert werden.

Außerdem wurde die Debatte um den Fortgang der Energiewende in Sachsen-Anhalt und welche aktuellen Maßnahmen ergriffen werden können, um den weiteren Ausbau insbesondere der Windenergie naturverträglich zu gestalten, thematisiert. Von Seiten des Umweltministeriums besteht zudem großes Interesse daran, eine Kooperation der Landesenergieagentur mit dem KNE ins Leben zu rufen. Sie könnte entsprechend der bereits bestehenden Kooperation des KNE mit der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH gestaltet werden. Das KNE wird diesbezüglich zeitnah einen Vorschlag unterbreiten.

In einem weiteren Termin in Magdeburg mit Dorothea Frederking, Landtagsabgeordnete der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt wurden die derzeitigen Herausforderungen in der Energiewende vor Ort erörtert, das KNE stellte seine Angebote und aktuellen Aktivitäten in Sachsen-Anhalt vor.

Straße mit Lichtreklame mit Schriftzug Magdeburg.