Mehr Engagement und Beweglichkeit

Berlin, 11. September 2019

Mehr Engagement und Beweglichkeit

Am gestrigen Mittwoch fand die 8. KNE-Beiratssitzung in der KNE-Geschäftsstelle in Berlin statt. Der Beirat wurde inzwischen für seine zweite Amtsperiode (2019-2022) berufen. Neue Mitglieder sind Prof. Dr. Anja Hentschel (Hochschule Darmstadt) und Dr. Stephan Gatz (Bundesrichter am Bundesverwaltungsgericht). Als neue Stellvertretungen wurden Nina-Isabel Skrobanek (BDEW), Silvia Bender (BUND), Karen Thormeyer (DNR) und Wolfram Axthelm (BEE) berufen.

Staatssekretär Jochen Flasbarth bestärkt das KNE

Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Besuch von Staatssekretär Jochen Flasbarth (BMU), der in seinem halbstündigen Beitrag mehr Beweglichkeit aller Akteure gefordert hat, da ansonsten die Ziele einer naturverträglichen Energiewende und der Energiewende allgemein nur schwer erreichbar sein dürften. Er bestärkte das KNE in seinen Aufgaben Debatten zu versachlichen und die Konflikte vor Ort zu klären. Er wünschte Direktor Dr. Torsten Raynal-Ehrke und dem gesamten Team des KNE weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Vom KNE-Beirat wünscht sich der Staatssekretär deutliche Impulse und Unterstützung bei den kommenden Herausforderungen.

Anliegen, Handlungsfelder und Aktivitäten

Im Anschluss an den Besuch des Staatssekretärs gab das KNE einen Einblick in seine Aktivitäten. Die Beiratsmitglieder stellten in Impulsvorträgen ihre drängendsten Handlungsfelder vor. Einig war man sich auf allen Seiten, dass die Anstrengungen für eine naturverträgliche Energiewende intensiviert werden müssen. Der Beirat befürwortete zudem zwei Projektvorhaben des KNE. Eines befasst sich mit der guten fachlichen Praxis zur Visualisierung von Windenergieanlagen in Fotos und das andere stellte eine Workshopreihe zu den technischen Systemen zur Vermeidung von Vogelkollisionen dar.

Das Angebot des KNE:

Foto: Tanja M. Marotzke.

Ist der wirklich aus Eis?!

Berlin, 17. und 18. August 2019

Ist der wirklich aus Eis?!

Das KNE präsentierte sich mit einem vielfältigen und interaktiven Stand anlässlich des Tages der offenen Tür am 17. und 18. August im Lichthof des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Unter der Überschrift „Naturschutz und Energiewende – geht das?“ konnten sich die Besucher und Besucherinnen einen Überblick über die Arbeit und Angebote des KNE verschaffen. Bereits zum 21. Mal öffneten das Bundeskanzleramt und die Bundesministerien ihre Türen für die interessierte Öffentlichkeit.

#esschmilzt

Der Eisbär am KNE-Stand war DIE Attraktion. Das Erstaunen über den Eisbären aus Eis war ebenso groß, wie die Faszination, die der schillernde Bär hervorrief. Hergestellt von einem Berliner Künstler und angestrahlt in unterschiedlichen Farben konnte dem Bären im Verlauf des Tages beim Schmelzen zugeschaut werden. Neben der Begeisterung für die Schönheit der Skulptur löste dieser Anblick bei vielen Besuchern und Besucherinnen Beklommenheit und Betroffenheit aus, symbolisierte dieser Effekt doch die Auswirkungen des Klimawandels für den Menschen und für die Natur.

Eine naturverträgliche Energiewende ist möglich

Auch die Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich bei ihrem Besuch des KNE-Standes vom Eisbären beeindruckt. Mit Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE, betonte sie im kurzen Austausch, dass die Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende machbar ist und weiter vorangetrieben werden muss. Das KNE leiste hier mit seiner Arbeit und seinen Angebote einen wichtigen und zielführenden Beitrag.

Schreibmaschine, Solarpanel und Fledermaus

Mit einer Installation aus verschiedenen Alltagsdingen, die früher alle mechanisch funktionierten und heute größtenteils in den Haushalten strom- oder batteriebetrieben vorkommen und weiteren Gegenständen zum Thema erneuerbare Energien und Naturschutz veranschaulichten wir den zunehmend gesteigerten Energiebedarf und die Notwendigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung des Natur- und Artenschutzes. Im Gespräch informierten sich die Besucher und Besucherinnen über die Zusammenhänge im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende.

48,9 Prozent

Das war die richtige Antwort auf die Frage „Wie hoch war der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung im Juni 2019?“ beim KNE-Quiz. Verschiedene Fragen rund um das Thema Naturschutz und erneuerbare Energien veranschaulichten die Zusammenhänge und Herausforderungen und waren häufig der Auftakt zu einem längeren Austausch und Gespräch mit den Interessierten. Zu gewinnen gab es praktische Kleinigkeiten für den alltäglichen Gebrauch, wie beispielsweise einen Kaffeebecher für unterwegs, hergestellt aus altem Kaffeesatz oder wiederverwendbare Edelstahltrinkhalme zur Vermeidung von Plastikmüll. Alle Gewinne zeichneten sich durch ein nachhaltiges und umweltfreundliches Produktdesign aus und zeigten, wie man auch mit kleinen Dingen einen Beitrag zum Erhalt von Umwelt und Klimaschutz leisten kann.

Jeder kann einen Beitrag leisten

Eine Stimmungsabfrage zeigte, dass die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits im eigenen Alltag einen Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz leisten. Sei es durch Energiesparmaßnahmen, die Vermeidung von Plastik- und Verpackungsmüll oder den Umstieg auf einen Energieversorger, der Strom aus erneuerbaren Energien anbietet.

Ein gelungener Auftritt

Das vielfältige und interaktive Angebot stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse und positive Resonanz. Mit unseren informativen und unterhaltsamen Angeboten für die ganze Familie konnten wir auf anschauliche und spielerische Weise die Zusammenhänge und die Herausforderungen einer naturverträglichen Energiewende veranschaulichen und Wissen rund um die Energiewende vermitteln. In den vielen Gesprächen zeigte sich erfreulicherweise, dass der Einsatz und Ausbau der erneuerbaren Energien befürwortet wird. Wir bedanken uns beim BMU und allen Besucherinnen und Besuchern für die gelungene Veranstaltung.

Das Angebot des KNE:

Eine kleine Fotogalerie finden Sie unten auf dieser Seite unter dem Beitrag.

Treffen Sie das KNE am Tag der offenen Tür im Bundesumweltministerium

Berlin, 5. und 6. Juni 2019

Treffen Sie das KNE am Tag der offenen Tür im Bundesumweltministerium

Am 17. und 18. August 2019 öffnen das Bundeskanzleramt und die Bundesministerien bereits zum 21. Mal ihre Türen für die interessierte Öffentlichkeit.

Naturschutz und Energiewende – geht das? Was steckt dahinter? Welche Konflikte entstehen im Rahmen einer naturverträglichen Energiewende? Was sind die Aufgaben des KNE? An wen richten sich die Angebote? Wie das KNE arbeitet und interessante Fakten zum Thema präsentieren wir am 17. und 18. August von 10:00 bis 18:00 Uhr im Lichthof des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Berlin an unserem Informationsstand.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch und tauschen Sie sich mit uns über die Herausforderungen im Spannungsfeld Naturschutz und erneuerbare Energien aus. Informieren Sie sich über unsere Angebote und Tätigkeitsfelder.

Mit informativen und unterhaltsamen Angeboten für die ganze Familie wollen wir darüber hinaus auf spielerische Weise die Zusammenhänge und die Herausforderungen einer naturverträglichen Energiewende veranschaulichen und Wissen rund um die Energiewende vermitteln. Erfahren Sie unter anderen beim Bilderraten, wie Naturschutz und Energiewende miteinander vereinbar und welche Herausforderungen zu bewältigen sind, und testen Sie in einem Quiz Ihr Wissen rund um das Thema. Schauen Sie bei uns am Stand vorbei, wir freuen uns auf Sie.

Weitere Informationen zur Veranstaltung.

Das Angebot des KNE:

Drei Gespräche, zwei Länder, ein Thema

Erfurt, 15. Juli und München, 16. Juli 2019

Drei Gespräche, zwei Länder, ein Thema

Dr. Bettina Knothe, Leiterin der Konfliktberatung im KNE und Dr. Martin Köppel, Konfliktberater und Leiter der Außenstelle Süd des KNE, verschafften sich im persönlichen Austausch mit drei Akteuren der Energiewende einen Überblick über die jeweiligen Herausforderungen und aktuellen Themen bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort.

Austausch mit dem Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk e. V. (ThEEN)

Zunächst traf man sich in Erfurt mit der Geschäftsführerin des Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk e. V. (ThEEN), Jana Liebe. Das Netzwerk wurde 2014 von mehreren Branchenverbänden in Thüringen gegründet. Heute ist es – unabhängig von Unternehmen – ein Kompetenznetzwerk für erneuerbaren Energien, Energiespeicherung, Energieeffizienz und Sektorenkopplung mit Sitz in Erfurt. Zentrale Themen im Rahmen des Austausches waren Konflikte und Akzeptanz beim Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort.

Das Netzwerk mit mehr als 70 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen und vertritt über seine Mitgliedsverbände Arbeitsgemeinschaft Thüringer Wasserkraftwerke e. V., Bundesverband WindEnergie e. V. – Landesverband Thüringen, Erdwärme Thüringen e. V., Fachverband Biogas – Regionalbüro Ost und SolarInput e. V. mehr als 300 Unternehmen. Das übergeordnete Ziel des Netzwerkes besteht darin, die Kompetenzen seiner Mitglieder zu bündeln und sektorenübergreifend regional, überregional sowie international zusammenzuführen.

Austausch mit der Servicestelle Wind der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA)

Anschließend traf man sich, ebenfalls in Erfurt, mit Ramona Rothe und Frank Schindler von der Servicestelle Wind der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA). Die im Auftrag der Thüringer Landesregierung eingerichtete Servicestelle Windenergie befördert und unterstützt in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten einen sachorientierten und sachkundigen Dialog. Sie informiert und berät Bürger und Bürgerinnen, Genossenschaften, Kommunen oder Eigentümer von Potenzialflächen unabhängig und kostenfrei. Die Palette reicht dabei von fachlicher Unterstützung für Stadt- und Gemeinderäte über die Beratung zu Bürgerbeteiligungsmodellen, die Unterstützung bei der Gründung von Eigentümerinteressengemeinschaften, die Organisation regionaler Dialogveranstaltungen bis hin zur Moderation bei unterschiedlichen Positionen vor Ort.

Das KNE, insbesondere die KNE-Konfliktberatung, und ThEGA arbeiten schon seit geraumer Zeit zusammen. Es wurde sich über zwei zentrale Themen ausgetauscht. Zum einen ging es um die Bewertung der bisherigen Zusammenarbeit zwischen ThEGA und KNE, auch in konkreten Beratungsfällen und zum anderen um die aktuellen Rahmenbedingungen der Windenergie in Thüringen. Unter anderem ging es über die Regionalpläne Windenergie in Thüringen. Ein Hauptkonflikt bei vielen Planungen von Windenergieanlagen scheint in der Informationslücke bei der Bevölkerung zur Rolle und Aufgabe der Regionalplanung zu liegen.

Austausch mit dem Sprecher für Energie und Klimaschutz der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Bayern

Am folgenden Tag trafen sich Knothe und Köppel zum Austausch mit Martin Stümpfig, Sprecher für Energie und Klimaschutz der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Bayern sowie der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im bayerischen Landtag (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Bayern) und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in München im Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags.

In diesem Treffen wurden insbesondere die Herausforderungen bei konkreten Planungen sowie bei Veranstaltungen im Zusammenhang von Erneuerbare-Energien-Anlagen und Strom-Verteilnetzen vor Ort erörtert. Neben Vorbehalten in der Bevölkerungen gegen Windenergieanlagen-Projekte, nehmen anscheinend auch die Vorbehalte gegen Photovoltaik-Freiflächenanlagen zu. Ebenfalls steigend ist der Bedarf bei der Beratung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Rahmen der Planung von Erneuerbare-Energien-Anlagen und bei der Vermittlung von Mediatorinnen und Mediatoren aus dem KNE-Mediatorenpool für die Moderation von Informationsveranstaltungen vor Ort.

Der Bedarf an Angeboten zur Lösung von Konflikten wurde deutlich

In den verschiedenen Gesprächen wurde deutlich, dass es bei der Planung und Genehmigung von konkreten Projekten vor Ort zum Teil Widerstand und auch unterschiedlich stark ausgeprägte Konflikte gibt. Der Bedarf an Konfliktbegleitung und -moderation ist gegeben und Unterstützung durchaus erwünscht. Es wurde begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und als Ansprechpartner für alle Akteure zur Verfügung steht. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an den die Austauschgespräche weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten.

Foto auf Startseite zum Beitrag: Bild von seagul auf Pixabay 

Das Maximilianeum, Sitz des Bayerischen Landtags in München.

Das KNE auf dem Internationalen Tag der Mediation

Berlin, 18. Juni 2019

Das KNE auf dem Internationalen Tag der Mediation

Auf dem Internationalen Tag der Mediation war das KNE auf der Veranstaltung des Bundesverbands Mediation (BM) Gesellschaftliche Veränderungen gestalten: Energiewende – Konfliktmanagment – „Fridays for future“ in der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg zu Gast.

Für die anwesenden 120 Gäste unter anderem aus Berlin, Brandenburg und Niedersachsen unternahm der Gastredner Tim Hicks, Mediator und Organisationsberater aus den USA, den Einstieg in den Abend mit einem Vortrag zu seinem neurowissenschaftlichen Modell des Embodied Conflict.

Am Beispiel der Energiewende entwickelte er in seinem Vortrag Wie beeinflussen unsere Gefühle die Wahrnehmung und unseren Umgang mit dem Klimawandel? eine Systematik dazu, wie Erlebtes und Erfahrenes auf der Ebene unseres Gehirns neuronale Denk- und Verhaltensmuster sowie eine ganz eigene Realitätswahrnehmung etablieren. Diese Wiederum schlägt sich im alltäglichen Handeln jedes und jeder Einzelnen nieder und kann und in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen politisch wirksam werden. Die Sicht auf unsere Realität erwächst also aus dem Spannungsbogen zwischen gefühlter Bedrohung und unserem Wunsch nach Kooperation.

In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es darum, ob und wie das Modell des Embodied Conflict für den Umgang mit Konflikten in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, speziell in der Mediation im Bereich der Energiewende neue Wege für kooperative Lösungen anbieten kann. Dazu diskutierten Edmund Ahrend, Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V. (WPM), Michael Cramer, Regionalgruppenleitung Berlin-Brandenburg des BM und Prof. Dr. Ulla Gläßer, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Tim Hicks  und Dr. Bettina Knothe vom KNE.

Mit Blick auf die Verhandlung von Belangen, Positionen und Anliegen zivilgesellschaftlicher, politischer und aus der Branche kommender Akteure in Konflikten der Energiewende vor Ort, berichtete Dr. Bettina Knothe aus der Praxisarbeit der KNE-Konfliktberatung über relevante Themen sowie Settings und methodischen Ansätzen der Dialoggestaltung vor Ort.

Sosan Azad und Alexandra Bielecke, beide Vorstand des BM, bekräftigten im Anschluss an die Podiumsdiskussion die Relevanz von Mediation im politischen Mehr-Ebenen-Feld der Energiewende. Sie kündigten bereits an, dass das Thema Klimawandel und Energiewende zentrale Themen auf dem Kongress des Bundesverbands Mediation im November 2020 sein werden.

Informieren sie sich über das Angebot des KNE:

Dr. Bettina Knothe ( Zweite v. l.) in der Podiumsrunde.

Interaktive Deutschlandkarte zur KNE-Konfliktlösung vor Ort

Berlin, 13. Juni 2019

Interaktive Deutschlandkarte zur KNE-Konfliktlösung vor Ort online  

Mit einer interaktiven Deutschlandkarte geben wir einen Überblick über die Arbeit der KNE-Konfliktberatung vor Ort. Die detaillierten Informationen zur Konfliktberatung und -klärung in den einzelnen Bundesländern und den jeweiligen Energieträgern zeigen, wie vielschichtig und individuell die Anliegen der Akteure im Zuge der Umsetzung der Energiewende sind.

Die Aufbereitung der KNE-Konfliktberatung vor Ort, wird in den Bundesländern nach unterschiedlichen Themen und Kategorien aufgeschlüsselt. Sie liefert Informationen zu

  • den jeweiligen Energieträgern,
  • den Vorhaben: Neubau, Repowering; Erweiterung/Ausbau,
  • dem Stand der Planung: Aufstellung/Fortschreibung Regionalplan, Aufstellung/Fortschreibung Flächennutzungsplan,
  • den vor Ort eingesetzten Beratungsformaten sowie
  • den Einsatz von KNE-Mediatorinnen und KNE-Mediatoren.

Eine Auflistung der beteiligten Akteursgruppen und jeweiligen Konfliktgegenstände sowie beispielhafte Informationen zu Ergebnissen der Konfliktberatungen runden die Übersicht ab.

Hier finden Sie die Deutschlandkarte zur KNE-Konfliktlösung vor Ort.

Informieren sie sich über das Angebot der KNE-Konfliktberatung:

Das Jahr des Handelns

Berlin, 5. und 6. Juni 2019

Das Jahr des Handelns

Es sei „das Jahr des Handelns“ betonte Bundesumweltministerin Svenja Schulze in ihrer Rede auf dem BDEW-Kongress in Berlin. Es bedürfe schnellerer Anstrengungen beim Ausbau der Netze und Speicher, bei der Ausweitung der Solarenergie auf Dächern, der Energieeffizienz und einer sektorübergreifenden CO2-Bepreisung. Auch Wärme und Verkehr müssten ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Für das Klimakabinett gäbe es keine Sommerpause.

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier befürwortet mittlerweile eine CO2-Bepreisung. Er verwies auf die unterschiedlichen Gutachten zu den Auswirkungen der CO2-Bepreisung, die aktuell von der Bundesregierung beauftragt seien. Er betonte, dass in den Ländern, die bereits eine CO2-Bepreisung eingeführt haben, die Verbraucher und Verbraucherinnen deutlich niedrigere Strompreise als in Deutschland zahlten. Notwendig sei es daher, eine Entlastung, zum Beispiel über die Senkung der Stromsteuer, zu schaffen.

Über die politischen Impulse hinaus gab es zahlreiche Sessions und Podiumsdiskussionen zu den unterschiedlichsten Themen. Auch das Thema Akzeptanz und Konflikte in der Energiewende, ein Kernthema des KNE, wurde in einer Themensession erörtert. Hier wurde deutlich, dass es der Planung und Genehmigung von Projekten vor Ort zum Teil Akzeptanzprobleme gibt und es auch zu unterschiedlichen Konflikten kommt. Der Bedarf an Maßnahmen zu Erhöhung der Akzeptanz ist gegeben und eine Unterstützung durchaus erwünscht.

Das KNE vor Ort

Das KNE war mit einem Informationsstand auf dem BDEW-Kongress. In den persönlichen Gesprächen zeigte sich, dass die Angebote und die Arbeit des KNE als notwendig und sinnvoll eingeschätzt werden. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an den Kongress weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten. Im Rahmen der angebotenen Diskussions- und Informationsforen konnten Impulse uns Anregungen für die konkrete Arbeit des KNE gewonnen werden.

Informieren sie sich über das Angebot des KNE:

Windenergieausbau in Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen

Stuttgart, 29. Mai 2019

Windenergieausbau in Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen

Auf dem 11. Windbranchentag Baden-Württemberg traf sich die Windbranche in Stuttgart, um sich darüber auszutauschen, wie der Windenergieausbau in Baden-Württemberg wieder vorangebracht werden kann. Dr. Martin Köppel, Konfliktberater und Leiter der Außenstelle Süd des KNE, nutzte die Gelegenheit, sich bei den Akteuren über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Bürgerenergie für die Energiewende zu informieren und zum Ausloten der Möglichkeiten der Unterstützung durch das KNE.

Zentrale Themen im Programm waren die Steigerung des Windenergieausbaus in Baden-Württemberg, der neue Windatlas für Baden-Württemberg und die aktuelle Publikation von BUND, BWE, NABU, LNV und dem Berufsverband Landschaftsökologie (BVDL) zu „Gute Artenschutzgutachten – Qualitätskriterien für die Praxis“ und Genehmigungshemmnisse beim Windenergieausbau.

In Vorträgen und Podiumsdiskussionen ging es daher vorrangig um die verschiedenen Genehmigungshemmnisse. Deutlich wurde hierbei, dass diese Hemmnisse aus Sicht der Windbranche vor allem beim Natur- und Artenschutz liegen.

Franz Untersteller, Umweltminister von Baden-Württemberg, wies insbesondere auf die aktuell schwierige Perspektive für Windenergieausbau durch die bundesweiten Regelungen hin. Zentrales Problem seien hierbei die EEG-Vergütungen. Windenergieanlagen-Standorte im Süden konkurrierten mit denen im Norden, seien aber auf Grund infrastruktureller Nachteile deutlich teurer. Hier bräuchte es eine Veränderung der EEG-Vergütungen für die Standorte südlich der Mainlinie. Die zentrale Herausforderung beim Ausbau der Windenergie sieht Thomas Bareiß in der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürgern. Wie kann hier Akzeptanz geschaffen werden, wie können die Menschen mitgenommen werden?

Der Windenergie-Ausbau in Baden-Württemberg war nach einem starken Zuwachs von Inbetriebnahmen in den Jahren 2016 und 2017 zuletzt ins Stocken geraten. Im ersten Quartal 2019 wurde keine einzige neue Windenergieanlage installiert. Nur sechs Windenergieanlagen wurden in dieser Zeit genehmigt.

Der Bedarf an Angeboten zur Lösung von Konflikten wurde deutlich

In den Vorträgen, Podiumsdiskussionen sowie in den vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es bei der Planung und Genehmigung von konkreten Projekten vor Ort zum Teil Widerstand und auch unterschiedlich stark ausgeprägte Konflikte gibt. Der Bedarf an Konfliktbegleitung und -moderation ist gegeben und Unterstützung durchaus erwünscht. Es wurde begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und als Ansprechpartner für alle Akteure zur Verfügung steht. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an den Windbranchentag weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten.

Informieren sie sich über das Angebot des KNE:

2. Ländertisch zur Sicherung der sozialen Akzeptanz für die Windenergie

Berlin-Dahlem, 15. Mai 2019

2. Ländertisch zur Sicherung der sozialen Akzeptanz für die Windenergie

Am 15. Mai 2019 fand auf Einladung des Forschungszentrums für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin der 2. Ländertisch des EU-Projekt WinWind in Berlin-Dahlem statt. Dr. Bettina Knothe vertrat das KNE auf dem Ländertisch.

Neben der Vorstellung von Projektzwischenergebnissen sowie zukünftigen geplanten Aktivitäten im Projekt standen aktuelle energie- und akzeptanzpolitische Maßnahmen in den WinWind Modell- und Zielregionen, aktuelle energiepolitische Entwicklungen und Maßnahmen zur Akzeptanzförderung in Thüringen und  Sachsen, die Einrichtung einer Beratungsstelle für Windenergie in Brandenburg nach dem Vorbild Thüringens sowie finanzielle Beteiligungsmaßnahmen auf Bundesebene im Vordergrund. Den Schluss der Veranstaltung bildete ein runder Tisch  mit einer Diskussion unter anderem zu aktuellen Hemmnissen von Akzeptanz und Beteiligung auf lokaler Ebene.

Das Projekt WinWind wird in sechs Partnerländern (Deutschland, Italien, Lettland, Norwegen, Polen und Spanien)  im Rahmen von Horizon 2020, dem europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation gefördert. Übergeordnetes Projektziel ist, die soziale Akzeptanz und Unterstützung für die Windenergie in Regionen mit einem relativ geringen Windenergieausbau zu fördern und zu deren sozial- und umweltverträglichen Marktdurchdringung beizutragen.

Informieren sie sich über das Angebot des KNE:

Bürgerenergie-Konvent VOLLER ENERGIE 2019

Mannheim, 10. Mai 2019

Bürgerenergie-Konvent VOLLER ENERGIE 2019

Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 10. Mai zum zweitägigen bundesweiten Treffen des Bündnisses Bürgerenergie, einem Vordenker der dezentralen Energiewende in Bürgerhand, bei dem es um einen Austausch und Vernetzung zu zentralen Themen beim Ausbau der erneuerbaren Energien geht.  Eingeladen hatten das Bündnis Bürgerenergie e. V. und MetropolSolar Rhein-Neckar.

Unter der Überschrift „Bürgerenergie entfesseln“ diskutieren die Teilnehmenden unter anderem über Strategien für 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2030, Einspeisevergütungen, eine CO2-Bepreisung sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen für die Bürgerenergie in Zukunft und die Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Bürgerenergiegenossenschaften.

Dr. Martin Köppel, Konfliktberater und Leiter der Außenstelle Süd des KNE, nutzte die Gelegenheit, sich bei den Akteuren über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Bürgerenergie für die Energiewende zu informieren und zum Ausloten der Möglichkeiten der Unterstützung durch das KNE.

Der Bedarf an Angeboten zur Lösung von Konflikten wurde deutlich

In den vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es auch bei Bürgerenergiegenossenschaften bei der Planung von konkreten Projekten vor Ort zum Teil Widerstand und auch unterschiedlich stark ausgeprägte Konflikte gibt. Der Bedarf an Konfliktbegleitung und -moderation ist gegeben und Unterstützung durchaus erwünscht. Es wurde begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und als Ansprechpartner für alle Akteure zur Verfügung steht. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an den Bürgerenergie-Konvent weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten.

Informieren sie sich über das Angebot des KNE:

Volles Haus im Bürgerhaus Neckartsadt.