24.04.2026

Aktuelles aus Bund und Forschung

Bund

Kabinett beschließt Klimaschutzprogramm 2026 mit zusätzlichen Einsparzielen

Das Bundeskabinett hat das Klimaschutzprogramm 2026 mit insgesamt 67 Maßnahmen beschlossen, die bis 2030 zusätzliche Einsparungen von über 25 Millionen Tonnen CO₂ ermöglichen sollen. Zentrale Elemente sind ein verstärkter Ausbau der Windenergie mit zusätzlichen Ausschreibungen für rund 2.000 Anlagen, Förderprogramme für etwa 800.000 Elektroautos sowie Unterstützung für Industrie und klimafreundliche Technologien. Auch werden Maßnahmen in den Bereichen Wälder, Moore und Böden ausgeweitet. Für die Umsetzung stehen bis 2030 rund acht Milliarden Euro zur Verfügung. Das Programm soll zugleich die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten reduzieren und wirtschaftliche Vorteile bringen, etwa durch sinkende Ausgaben für Erdgas- und Benzinimporte. Hintergrund ist die gesetzliche Verpflichtung, eine bestehende Lücke zum nationalen Klimaziel für 2030 zu schließen.

International Energy Agency

Der globale Energiebedarf steigt weiter an

Der globale Energiebedarf wuchs 2025 um 1,3 Prozent. Laut der Global Energy Review 2025 der IEA war Solarenergie der wichtigste Treiber und deckte mehr als ein Viertel des Nachfragewachstums. Insgesamt entfielen rund 60 Prozent des Anstiegs der Nachfrage auf emissionsarme Quellen. Die Nachfrage nach Öl-, Gas- und Kohle nimmt weiter zu, jedoch vermindert sich die Produktion insgesamt. Der Strombedarf stieg weiterhin überdurchschnittlich, getragen von Bedarfen in Industrie, Gebäuden sowie bei neuen Anwendungen in Rechenzentren und bei der Elektromobilität. Gleichzeitig erreichten der Ausbau erneuerbarer Energien und Batteriespeicher neue Rekordwerte. Die energiebedingten CO₂-Emissionen erhöhten sich nur leicht um 0,4 Prozent, wobei Rückgänge in China und eine stagnierende Entwicklung in Indien dämpfend wirkten.

Renewable Energy Agency

Erneuerbare erreichen fast die Hälfte der globalen Stromkapazität

Laut des Berichts Renewable Capacity Statistics 2026 der International Renewable Energy Agency (IRENA) zeigt der globale Ausbau erneuerbarer Energien eine anhaltende Dynamik. Im Jahr 2025 stieg die globale Kapazität um 692 Gigawatt (+15,5 %), sodass Erneuerbare inzwischen 49 Prozent der installierten Stromkapazität und 85,6 Prozent des jährlichen Zubaus ausmachen. Den größten Anteil hatte Solarenergie, gefolgt von Windenergie.

Trotz der hohen Zubauraten bestünden weiterhin deutliche regionale Unterschiede. China, die USA und die EU vereinten knapp 80 Prozent des globalen Zubaus auf sich, während Afrika nur einen sehr geringen Anteil erreichte. IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera betont, dass der Ausbau weiter beschleunigt werden müsse, um die Energiewende voranzubringen und Herausforderungen bei Netzintegration und Systemflexibilität zu bewältigen