22.09.2025

Globale Einblicke, neue Technik: CWW2025 brachte Windenergie und Naturschutz zusammen

Mehr als 900 Fachleute aus rund 50 Ländern nahmen an der 8. Konferenz „Wind Energy and Wildlife Impacts – CWW2025“ teil, die vom 8. bis 12. September in Montpellier stattfand. Unter der Überschrift „Coexistence in a Changing World: Sharing Existing Knowledge, Challenges and Emerging Solutions“ diskutierten die Teilnehmenden Fortschritte, Herausforderungen, Erfahrungen und technische Neuerungen im Zusammenspiel von Windenergie, Biodiversität und Naturschutz.

Das Programm umfasste neun wissenschaftliche Workshops, sieben spezielle Sessions, mehr als 130 Vorträge und 135 Poster, die Themen von Vogel- und Fledermaus-Kollisionen über die bedarfsgerechte Abschaltung mithilfe von Antikollisionssystemen (AKS) bis hin zu Auswirkungen von Windenergie auf nächtliche Vogelwanderungen umfassten. Dr. Elke Bruns, stellvertretende Direktorin und Leiterin Fachinformation am KNE, nahm an der Konferenz teil. Sie informierte sich über aktuelle Forschungsergebnisse, insbesondere zum Einsatz von AKS und tauschte sich mit Fachkolleginnen und –kollegen aus den europäischen Nachbarländern und den USA aus.

Naturschutzbelange beim weltweiten Ausbau beachten

„Viele Konferenzbeiträge zeigten die globale Dimension des Themas: Nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in Südafrika, Australien und Asien findet ein umfassender Ausbau der Erneuerbaren statt“, betont Dr. Elke Bruns. Der Naturschutz müsse auch beim weltweiten Ausbau gut mitgedacht werden. In Europa setzen beispielsweise Spanien und Frankreich positive Signale: Hier werden etwa AKS bereits vielfach eingesetzt.

Beim Einsatz von AKS zur Abschaltsteuerung von WEA kommt es auf eine möglichst genaue Positionsbestimmung des sich nähernden Vogels im Luftraum an. Detektionssysteme, die mit einer 3D-Positionsbestimmung arbeiten, sind 2D-Systemen bei der Abschaltsteuerung überlegen. Der AKS-Anbieter Bioseco etwa will seine Systeme ab 2026 entsprechend umstellen. „Das ist eine gute Nachricht “, betont Dr. Elke Bruns. Außerdem hat in Frankreich ein formeller Anerkennungsprozess für einheitliche Standards mit Blick auf die Leistungsfähigkeit der Erfassung und die Funktionalität der technischen Komponenten von AKS begonnen. Wichtige Grundlagen wurden dafür im Forschungsprojekt “MAPE” der Universität Montpellier erarbeitet. Besonders bemerkenswert: Der Anerkennungsprozess und auch die Kriterien und Maßstäbe orientieren sich an den in Deutschland vom KNE und dem Land Schleswig-Holstein entwickelten Anforderungen.

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