Erfolgreicher KNE-Workshop zum Konfliktmanagement

Osnabrück, 30. September und 1. Oktober 2019

Erfolgreicher KNE-Workshop zum Konfliktmanagement

Der Windenergieausbau spielt für die Erreichung der Ziele der Energiewende eine entscheidende Rolle. Dennoch kommt es bei der Umsetzung von neuen Vorhaben und auch im laufenden Betrieb immer wieder zu Konflikten. Die Austragung dieser Konflikte ist oftmals zeitaufwändig und mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, die die Realisierung eines Projekts stark belasten und womöglich sogar das Ende eines Projekts bedeuten können.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund lud der 8. Windstammtisch Osnabrück von Hasewind das KNE zur Durchführung von zwei Intensiv-Workshops zum Thema „Konfliktmanagement in Naturschutz und Energiewende. Strategien und Instrumente zu Konfliktklärung und -prävention“ ein.

In den beiden Workshops boten von Dr. Bettina Knothe und Dr. Martin Köppel ein Training zu Konfliktmanagement in Konflikten, insbesondere im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende an. Die Teilnehmenden erhielten im Training eine Einführung in Modelle der Konflikt- und Akteursanalyse sowie in die Strategien zu Konfliktklärung und -prävention. Sie erprobten deeskalative Methoden der Konfliktkommunikation anhand von erfahrungsorientierten Trainingsmethoden.

 Der Windstammtisch

Der Windstammtisch ist ein Treffpunkt für alle, die in der Windenergie-Branche aktiv sind. Hersteller, Zulieferer, Betreiber, Serviceunternehmen sowie Vertreter aus Politik und Medien nutzen hier die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen und zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

Foto:  Markus Distelrath auf Pixabay.

Neue KNE-Publikation: Dokumentation der KNE-Fachkonferenz „Vogelschutz an Windenergieanlagen“

Berlin, 2. Oktober 2019

Neue KNE-Publikation: Dokumentation der KNE-Fachkonferenz „Vogelschutz an Windenergieanlagen“

Die Dokumentation fasst die Ergebnisse der zweitägigen KNE-Fachkonferenz „Vogelschutz an Windenergieanlagen – Detektionssysteme als Chance für einen naturverträglichen Windenergieausbau?“ am 15. und 16. Mai 2019 in Kassel zusammen und gibt einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand.

Neben den Beiträgen der Referentinnen und Referenten zu laufenden Erprobungsvorhaben von Kamera- und Radarsystemen in Deutschland und zu genehmigungsrechtlichen Aspekten eines Systemeinsatzes, findet sich zudem ein Resümee der Podiumsdiskussion. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, der behördlichen Praxis und des Naturschutzes, erörterten auf dem Podium den Bedarf nach weitergehenden technischen Vermeidungslösungen und diskutierten über potenzielle Anwendungsfälle. Trotz der unterschiedlichen Blickwinkel und Anliegen bestand Einigkeit darüber, dass Detektionssysteme einen Beitrag zum Abbau des aktuellen Genehmigungsstaus leisten können.

Die Fachkonferenz verfolgte nicht nur das Ziel, Informationen bereitzustellen. Sie bot den Teilnehmenden aus allen Akteursgruppen eines naturverträglichen Windenergieausbaus auch die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Chancen und Grenzen der Technischen Systeme zu äußern. Die Einschätzungen der mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in der Publikation nachzulesen.

Die Tagungsdokumentation wird auch in englischer Sprache veröffentlicht werden.

Wie geht es weiter?

Das KNE wird auch weiterhin zu dieser Thematik arbeiten. Das Kompetenzzentrum begleitet zudem als unabhängiger Akteur mehrere Erprobungsfälle im Bundesgebiet. Dadurch soll das Wissen über die Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten der Systeme unter unterschiedlichen Standortbedingungen weiter verbessert werden.

Zudem sind Fachgespräche und Workshops geplant, die sich mit den Fragen beschäftigen, wo zukünftig die „Untergrenzen“, das heißt Schwellenwerte und Mindestanforderungen, für den Systemeinsatz liegen werden. Zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) ist darüber hinaus ein gemeinsames Papier geplant, in dem der Erkenntnisfortschritt dokumentiert und fortgeschrieben wird. Eine Fortführung der Fachkonferenz ist für 2021 vorgesehen.

 

Zum Thema:

Für Nachfragen sowie Interviews zum Stand der Technik und zum methodischen Vorgehen bei System-Erprobungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Keine Angst vor Wind und Wetter

Berlin, 1. Oktober 2019

Keine Angst vor Wind und Wetter

Diskussionen um das Spannungsfeld Windenergie und Naturschutz scheinen in Deutschland verschiedentlich zuzunehmen. Parlamentarische Polarisierungen und emotional überhöhte mediale Berichterstattungen sind Symptome dafür. Ein unklarer Rechtsrahmen und divergierende Wünsche der Betroffenen führen zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen. Einer weitgehend harmonischen Bewertung auf übergeordneter Ebene stehen vielfache lokale Kontroversen gegenüber.

Klaus-Ulrich Battefeld, Leiter des Referats für Naturschutzrecht beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Wiesbaden, beleuchtet in seinem Artikel im KNE-Jahrbuch K19 das Thema „Windenergie und Naturschutz zwischen Recht, Politik und Protest“. In den letzten Jahren spitze sich – nicht nur, aber eben auch – in Hessen eine Diskussion um das scheinbar sehr bedeutsame Konfliktfeld Naturschutz und Windenergie zu. In Wahlkämpfen würden die Slogans „Windkraft oder Naturschutz“ oder sogar „Windkraft vor Naturschutz“ bemüht und auch parlamentarisch würde das Thema, jedenfalls in Hessen, zur Positionierung und Polarisierung genutzt. Der Konflikt zwischen Windenergie und Naturschutz finde nicht auf Bundesebene, sondern lokal statt. Vielfach fehle an ausreichenden Kenntnissen, um Windenergieprojekte in allen Facetten beurteilen zu können, selbst wenn alle Gutachten vorliegen würden. Darüber hinaus fehle es – und das sei noch viel entscheidender – an Akzeptanz zwischen den Beteiligten, erläutert Battefeld in seinem Artikel und diskutiert Lösungsansätze für dieses Dilemma.

K19 – Naturschutz in der Energiewende 

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem ein gemeinsamer Beitrag von drei großen deutschen Umweltverbänden, aufschlussreiche Beiträge zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE. Sie finden das KNE-Jahrbuch K19 auch im Download-Bereich.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
presse@naturschutz-energiewende.de
030 7673738-12.

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

Kassel, 25. und 26. September 2019

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

In Kassel tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Forschungseinrichtungen, Ministerien und Behörden, Kanzleien, Umweltverbänden und der Energiebranche auf der vierten Bundesfachtagung Naturschutzrecht des Bundesverbandes Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN) zum Thema „Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende“ aus. Im Rahmen der Fachtagung in Kassel hat Dr. Silke Marie Christiansen, Rechtsreferentin im KNE, in ihrem Vortrag zu Naturschutzrecht bei Photovoltaik und energetischer Biomassenutzung informiert.

Die Fachtagung setzte sich insbesondere mit dem Naturschutzrecht und den Aspekten der Energiewende sowie den Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel aus Sicht von Wissenschaft und Praxis auseinander. Mit der Fachtagung möchte der BBN ein Forum schaffen, das rechtswissenschaftliche Entwicklungen im Bereich Naturschutz für die Praxis transparenter macht, aber auch aufzeigt, wo die Praxis Probleme sieht.

In den Vorträgen und Diskussionen sowie in den vielen persönlichen Gesprächen wurde deutlich, dass der Naturschutz umfangreich von Projekten der Energiewende betroffen ist und, dass es gleichwohl bei der Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen weit darüber hinausgehender strategischer Überlegungen bedarf. Es wurde begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung wie das KNE gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und mit verlässlichen Fachinformationen als Ansprechpartner für alle Akteure der Energiewende zur Verfügung steht. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an die Veranstaltung weiter im Gespräch zu bleiben.

  • Das KNE erstellt regelmäßig Dokumente für den Wissenstransfer, unter anderem Steckbriefe, Synopsen und Dossiers. Diese werden auf der KNE Internetseite Auf einen Blick veröffentlicht.
Glühbirne im Gras