Entwicklung der erneuerbaren Energien in Bayern umstritten

Taufkirchen, 25. Oktober 2019

Entwicklung der erneuerbaren Energien in Bayern umstritten

Das KNE tauschte sich mit Akteuren der Energiewende auf dem 2. Branchentag Erneuerbare Energien Bayern über aktuelle energiepolitische Entwicklungen vor Ort aus. Die Landesvertretung Bayern des Bundesverbands Erneuerbare Energie e. V. hatte zu der Veranstaltung geladen und konnte rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.

Das umfangreiche Programm widmete sich unter anderem dem Klimawandel in Bayern, aktuellen Entwicklungen und der Frage, ob sich Bayern zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgen kann. Dr. Sabine Jarode, Ministerialdirigenten im bayrischen Wirtschaftsministerium, äußerte sich deutlich, dass 10H-Regelung in Bayern – so wie im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern vereinbart – bleibe, und dass das Ministerium die Kommunen stärker dabei unterstützen wolle, Windenergie vor Ort im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern umzusetzen. Dieser Punkt wurde während der gesamten Veranstaltung intensiv und kontroversdiskutiert, die Mehrzahl stufte die 10H-Regelung in Bayern als ein zentrales Hemmnis für den Ausbau der Windenergie ein.

Spannende Gespräche und interessanter Austausch mit Akteuren aus der Windbranche.

In vielen Gesprächen wurde klar, dass es bei die der Planung von konkreten Projekten vor Ort viel Widerstand und Konflikte gibt. Umso größer sei hier der Bedarf an Konfliktbegleitung und -moderation. Es wurde sehr begrüßt, dass es eine unabhängige Einrichtung gibt, die den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt und als Ansprechpartner für alle Akteure zur Verfügung steht.

Bild von andreas160578 auf Pixabay 

Windenergieanlagen und Landschaft, Bild von andreas160578 auf Pixabay

Blick in die Praxis

Mainz, 17. Oktober 2019

Blick in die Praxis

Unter dieser Überschrift gab Dr. Martin Köppel, Konfliktberater und Leiter der Außenstelle Süd im KNE, auf dem 3. Windbranchentag Rhein/Main/Saar 2019 in Mainz einen Einblick in die Konfliktberatung des KNE und die Herausforderung, schwierige Prozesse bei Windenergieprojekten zu begleiten und zu moderieren. Themenschwerpunkte des Vortrags waren die Vermeidung von Konflikteskalation durch Moderation und Mediation, Erfahrungsberichte aus der KNE-Konfliktberatung die Vorstellung von Instrumenten zur Schaffung von Akzeptanz und Lösungsansätzen.

Rund 400 Teilnehmende trafen sich auf dem Windbranchentag Rhein/Main/Saar 2019 zum länderübergreifenden Austausch. Der Branchentag ist das jährliche Fachtreffen der Windbranche aus den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Zur dritten Ausgabe des etablierten Branchentreffens trafen sich in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Behörden, Wirtschaft und Verbänden, um über die Gründe für den zögernden Ausbau der Windenergie in den Bundesländern zu diskutieren und gemeinsam an Lösungsoptionen zu arbeiten.

In den persönlichen Gesprächen, auch am Informationsstand des KNE, tauschten sich Dr. Martin Köppel und Dr. Jan Beermann vom KNE mit den Teilnehmenden aus und erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Unterstützung durch das KNE bei den Herausforderungen vor Ort.

Ansicht Mainz mit Dom von HolgerSchué auf Pixabay.

„Rotmilan – Land zum Leben“

Berlin, 22. Oktober 2019

„Rotmilan – Land zum Leben“

Der Deutsche Verband für Landespflege lud zur Abschlussveranstaltung des sechsjährigen Projektes „Rotmilan – Land zum Leben“ in die Räume der VKU in Berlin ein. Das KNE informierte sich vor Ort über die Ergebnisse und tauschte sich mit den Teilnehmenden intensiv aus. Bausteine des Projektes waren die Kartierung des Brutbestands und Bruterfolgs in den insgesamt neun Projektregionen (insgesamt 1.500 Bruten), die fachliche Beratung von Landwirten (4.000 Beratungsgespräche), die rotmilan-freundliche Bewirtschaftung von 13.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen und die Evaluation der Maßnahmen auf ihre Effekte auf den Brutbestand und Fortpflanzungserfolg.

Von den bestandswirksamen Einflussfaktoren für den Rotmilan fokussierte das Vorhaben auf die Bereiche Nahrungsangebot, Störungen und die Prädation (Waschbär). Hier lagen entsprechend auch die Schwerpunkte praktischer Maßnahmen.

Die präsentierten Ergebnisse zeigen, dass eine Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit durch Mahd und die Anlage von Brach- und Blühflächen gelingt und diese nicht nur zu einer höheren Beutedichte führt, sondern auch zu einem verbesserten Nahrungserwerb und letztlich auch auf den Bruterfolg hat. Schutzmanschetten zum Abhalten von Waschbären haben ebenfalls einen positiven Effekt. Dieser ist jedoch im Vergleich mit anderen Faktoren für den Bruterfolg beim Rotmilan in der Regel weniger bedeutsam als zum Beispiel die Entfernung zum nächsten Revierpaar.

Der ebenfalls bestandsrelevante Faktor „anthropogene Verlustursachen“ (also auch die Windenergie) war im Projekt explizit nicht adressiert. Dennoch traf Professor Dr. Franz Bairlein vom Institut für Vogelforschung, Vogelwarte Helgoland, auf Nachfrage einer Bürgerin die Aussage, dass seiner Einschätzung nach, der Faktor „Landschaft“, also ein „intakter Lebensraum“ für den Bestandserhalt des Rotmilans letztlich sehr viel bedeutsamer sei, als die Windenergie als Verlustursache.

Das Vorhaben wurde im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt von 2011 finanziert. Koordiniert wird das Vorhaben vom Deutschen Verband für Landschaftspflege und wissenschaftlich begleitet vom Dachverband Deutscher Avifaunisten.

Bild von Peter Hoare auf Pixabay.

Rotmilan von Peter Hoare_Pixabay

3. Regionale Energiekonferenz Oderland-Spree

Frankfurt (Oder), 22. Oktober 2019

3. Regionale Energiekonferenz Oderland-Spree

Die Regionale Planungsstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree lud zu ihrer 3. Regionalen Energiekonferenz „Chancen der Energiewende nutzen – Zukunft gemeinsam gestalten“ in das Kleistforum in Frankfurt (Oder) ein. KNE-Mediator Gregor Maaß moderierte die Konferenz. Dr. Bettina Knothe stellte das Beratungsangebot des KNE im Zusammenhang mit der Kooperationsvereinbarung des KNE mit der Wirtschaftsförderung Brandenburg Team Energie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie Brandenburg vor.

Ziel der Regionalen Energiekonferenz war es anknüpfend an die voran gegangenen Energiekonferenzen der Regionalen Planungsstelle Oderland-Spree, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen und Regionalrat im gemeinsamen Austausch für einen Konsens bei der Energiewende zu bleiben. Die Konferenz widmete sich aktuellen Fragestellungen rund um Verkehr und Energieerzeugung: Bringt die Energiewirtschaft die Akzeptanz zurück an den Ort der dezentralen Energiegewinnung? Wie werden Kommunen bei Solarenergieprojekten beteiligt? Wer unterstützt öffentliche Träger im Konfliktfall bei Energieprojekten vor Ort? Welche Potenziale gibt es bei der E-Mobilität?

Auf der Veranstaltung hatten eine Reihe von regional tätigen Initiativen und Akteure, welche die Energiewende aktiv mitgestalten, die Gelegenheit, Ihre Angebote, Erfahrungen und Erkenntnisse vorzustellen und mit den Teilnehmenden in die Diskussion zu kommen.

Die Präsentationen der Referentinnen und Referenten werden zeitnah auf der Internetseite der  Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree zur Verfügung gestellt.

Bild von DavidRockDesign auf Pixabay.

Illustration erneuerbare Energien von DavidRockDesign_Pixabay

Qualitätssicherung von Fledermausgutachten – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Berlin, 23. Oktober 2019

Qualitätssicherung von Fledermausgutachten – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Die im KNE-Fachdialog zur Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen erarbeiteten Empfehlungen liegen nun gedruckt vor und können im KNE kostenlos bestellt werden.

Die Empfehlungen sowie die Prozess-Dokumentation des KNE-Fachdialogs zur „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“ hat das KNE jetzt in einer umfassenden Publikation veröffentlicht. Im Rahmen des Fachdialogs wurde von relevanten Akteuren erörtert, an welchen Stellen die Qualität von Fledermausgutachten in Zukunft noch besser sichergestellt werden kann.

Immer wieder wird Kritik an der Qualität und Zuverlässigkeit von Fledermausgutachten geübt. Dies war der Anlass, das Problem und mögliche Lösungen in einem KNE-Fachdialog gründlich und substantiiert zu erörtern. Fledermausgutachten werden regelmäßig im Zuge der Planung und Genehmigung von Windenergievorhaben erstellt und dienen der Bewertung der artenschutzrechtlichen Verträglichkeit durch die zuständigen Behörden.

Insbesondere die Vertreter der Behörden und des Naturschutzes sahen in Bezug auf die Qualität dieser Gutachten Verständigungs- und Handlungsbedarf, erklärt auch Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Fachdialoge. „Der Fachdialog widmete sich der Frage, wie man die Qualität der Gutachten nachhaltig sichern könne“, erklärte Dr. Mathis Danelzik, der die Fachdialoge auch maßgeblich entwickelte. „Als Ergebnisse kristallisierten sich drei bedeutsame Empfehlungen heraus: die Weiterentwicklung der naturschutzfachlichen Leitfäden der Länder, ein adäquates Fortbildungssystem, das die fortlaufende Qualifizierung der Behördenmitarbeiter sicherstellt und die Sicherstellung einer kontinuierlichen Qualifizierung von Gutachtern“, so Danelzik weiter. „Es wird nun darauf ankommen, diese Empfehlungen aufzugreifen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen.“

Die Publikation informiert auch über weitere Vorschläge und Diskussionen im Fachdialog und bietet so einen guten Überblick über die verschiedenen Anliegen, Vorstellungen und Verbesserungsansätze.

Das Wichtigste in Kürze und die Publikation finden Sie auch HIER.

Ansprechpartner:
Dr. Mathis Danelzik
Dialoggestaltung
mathis.danelziknaturschutz-energiewende.de
+49 30 7673738–40

Der KNE-Fachdialog

KNE-Fachdialoge bringen die Akteure der Energiewende und des Naturschutzes miteinander ins Gespräch, um aktuelle Herausforderungen zu erörtern und gemeinsame Lösungsansätze zu finden. KNE-Fachdialoge stehen für die Idee, durch eine neutrale Gestaltung und Moderation von Gesprächs- und Arbeitsprozessen einen Beitrag zur Klärung komplexer Sachverhalte zu leisten.

Hinweis der Redaktion zum verwendeten Titelbild

Den Experten und Expertinnen unter Ihnen wird nicht entgehen, dass es sich bei der auf dem Titelbild dieser Publikation abgebildeten Fledermaus mitnichten um eine windenergiesensible Art handelt. Das Bild haben wir nach gestalterischen und ästhetischen Kriterien ausgewählt. Wir hoffen sehr, dass unsere – möglicherweise leicht irritierende – Bildauswahl Sie nicht zu stark von der inhaltlichen Rezeption der Publikation ablenkt – und danken für Ihr Verständnis.

Der KNE-Fachdialog zur „Qualitätssicherung von Fledermausgutachten für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen“ wurde in seiner ersten (Konsultations-)Phase durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Titelbild der Publikation Qualitätssicherung von Fledermausgutachen.

Foto: © brszattila-stock.adobe.com.

Windenergie und Welterbe sind vereinbar – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Berlin, 23. Oktober 2019

Windenergie und Welterbe sind vereinbar – KNE legt Empfehlungen des Fachdialogs vor

Die im KNE-Fachdialog zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland entwickelten Empfehlungen liegen nun gedruckt vor und können im KNE kostenlos bestellt werden.

Die Empfehlungen sowie die Darlegung des Arbeitsprozesses des KNE-Fachdialogs „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ hat das KNE jetzt in der umfassenden Publikation „Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Windenergieausbau und UNESCO-Welterbestätten in Deutschland“ veröffentlicht. Die Akteure des Fachdialogs erörterten, wie die Prozesse, die zur Klärung der Verträglichkeit von Windenergieanlagen mit UNESCO-Welterbestätten führen sollen, verbessert werden können.

Einen ersten Impuls für einen Fachdialog zum Thema Windenergieausbau und Welterbe setzte die Deutsche UNESCO-Kommission, die das KNE auf die Notwendigkeit eines sachlichen Austausches zur Planung von Windenergieanlagen in der Nähe von Welterbestätten hinwies.

„In den ersten Sondierungen wurden die unterschiedlichen Sichtweisen und Anliegen deutlich. So berichteten uns die Akteure des Welterbes von Fällen, in denen sie sich gegen die Genehmigung von geplanten Windenergieanlagen ausgesprochen hätten, weil diese eine Welterbestätte andernfalls in ihrer visuellen Unversehrtheit bedroht hätten. Vertreter der Windenergie schilderten, dass Zuständigkeiten und Bewertungsmaßstäbe für sie nicht in allen Fällen ersichtlich seien und Planungsunsicherheit die Folge sei“, erläutert Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Fachdialoge.

In dem vom KNE entwickelten und moderierten Fachdialog erarbeiteten die Teilnehmenden drei Empfehlungen für eine bessere Vereinbarkeit von Windenergieplanungen und UNESCO-Welterbestätten: Die Verbesserung  von Kommunikationsstrukturen; klarere Aussagen dazu, welche wertgebenden Aspekte und Strukturen die jeweilige Welterbestätte eigentlich ausmachen und die Entwicklung von Standards für sachgemäße Visualisierungen von Windenergieanlagen.

Im Fachdialog wurde deutlich, dass angemessene und fachlich solide Methoden, klare Rollen und Zuständigkeiten und eine ausgewogene Kommunikation von allen Beteiligten als sinnvolle Maßnahmen für eine bessere Bewertung möglicher Beeinträchtigungen von Welterbestätten durch Windenergieanlagen erachtet werden. „Mit seinen Diskussionen und Ergebnissen hat der KNE-Fachdialog einen wichtigen Beitrag zum welterbeverträglichen Ausbau der Windenergie geleistet“, so Dr. Torsten Raynal-Ehrke, Direktor des KNE.

Die Publikation informiert auch über weitere Vorschläge und kontroverse Diskussionen im Fachdialog und bietet so einen guten Überblick über die verschiedenen Anliegen, Vorstellungen und Verbesserungsansätze.

Das Wichtigste in Kürze und die Publikation finden Sie auch HIER.

Ansprechpartner:
Dr. Mathis Danelzik
Dialoggestaltung
mathis.danelziknaturschutz-energiewende.de
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Der KNE-Fachdialog

KNE-Fachdialoge bringen die Akteure der Energiewende und des Naturschutzes miteinander ins Gespräch, um aktuelle Herausforderungen zu erörtern und gemeinsame Lösungsansätze zu finden. KNE-Fachdialoge stehen für die Idee, durch eine neutrale Gestaltung und Moderation von Gesprächs- und Arbeitsprozessen einen Beitrag zur Klärung komplexer Sachverhalte zu leisten.

Foto: © fotografci-adobestock.com

Der KNE-Fachdialog zur „Energiewende in der Nähe von UNESCO-Welterbe“ wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Foto: © fotografci-adobestock.com.

KNE gibt Impulse beim Austausch der Landesenergieagenturen

Simmern, 16. Oktober 2019

KNE gibt Impulse beim Austausch der Landesenergieagenturen

Zum halbjährlichen „Austausch der Landesenergieagenturen zum Thema Windenergie“ trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Landesenergieagenturen, der FA Wind und des KNE dieses Mal in Simmern in Rheinland-Pfalz.

Der umfassende Erfahrungsaustausch widmete sich dieses Mal den Themen Repowering, Windenergie und Flugsicherung,  Stärkung des Ausbaus der Windenergie an Land,  Schaffung von Akzeptanz und Rechtssicherheit für die Windenergie an Land und der aktuellen Akzeptanz-Umfrage zu Windenergie an Land. Dr. Martin Köppel, Konfliktberater und Leiter Außenstelle Süd gab einen Überblick über die aktuellen Einsatzfelder des KNE und die Entwicklungen in der KNE-Konfliktberatung.

Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern.

Beratungsangebot des KNE erhält Auszeichnung – Bundesjustizministerin gratuliert

Potsdam, 15. Oktober 2019

Beratungsangebot des KNE erhält Auszeichnung – Bundesjustizministerin gratuliert

Dem KNE wurde im Wettbewerb um den „Preis für Innovation im Bereich Mediation und Konfliktmanagement“ des Round Table Mediation und Konfliktmanagement (RTMKM) der zweite Platz zuerkannt. Es wurde für sein „herausragendes deutschlandweites Engagement in einem politisch und gesellschaftlich sehr sensiblen und brisanten Themenbereich“ – die Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende – ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Öffentlichen Sitzung des Round Table Mediation und Konfliktmanagement in der IHK Potsdam statt. Das KNE kam bei der Auswahl der schriftlichen Wettbewerbsbeiträge mit zwei weiteren Bewerbungen in die finale ‚Runde der besten Drei‘ und war eingeladen, sich im Rahmen der Sitzung dem Publikum und der Jury zu präsentieren. Unter der Überschrift „Schritt für Schritt – Mediation in der naturverträglichen Energiewende“ präsentierte Dr. Bettina Knothe, Leiterin der KNE-Konfliktberatung, das vielschichtige Arbeitsfeld und die einzigartigen Beratungsangebote des KNE im Spannungsfeld von Naturschutz und Energiewende.

„Konflikten in der Energiewende liegt häufig eine unübersichtliche und komplexe Gemengelage aus wirtschaftlichen, politischen, naturschutzfachlichen und persönlichen Interessen zugrunde. Das bedeutet für uns zunächst, dass wir im persönlichen Austausch vor Ort mit den Beteiligten die unterschiedlichen Interessen und Befindlichkeiten herausarbeiten“, so Dr. Bettina Knothe. „Beispiellos ist dabei die Angebotspalette. Wir halten unterschiedliche Angebote vor: Von Workshops zum Konfliktmanagement über Informationsveranstaltungen zur Konfliktprävention bis hin zur Moderation und Mediation zur Konfliktklärung. Bei Bedarf begleiten wir diese Prozesse mit verlässlichen Fachinformationen zu Fragen des Natur- und Artenschutzes“, so Knothe weiter.

Von diesem innovativen Methodenset zeigte sich die fünfköpfige Jury aus Vertretern und Vertreterinnen der Wirtschaft und der Wissenschaft beeindruckt. In Deutschland würde zu wenig gesprochen – und das in einem Themenfeld, dass unser aller Zukunft gleichermaßen betrifft, und wo sich zunehmend politische, aber auch gesellschaftliche Gräben auftun und die Vorbehalte stetig wüchsen, merkte Jurymitglied Felix Wendenburg von der Europa Universität Viadrina in seiner Laudatio an. Das KNE ermögliche es mit seinem Ansatz, dass sich die unterschiedlichsten Akteure auf Augenhöhe begegnen und austauschen könnten. Mit seiner fachlichen Expertise und der unabhängigen und kostenfreien Beratung habe das Angebot des KNE zudem einen „schwellensenkenden Effekt“. Auch die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz und Schirmherrin des Preises, Christine Lambrecht, gratulierte allen Nominierten und Gewinnern.

Der Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft (RTMKM)

Der 2008 gegründete RTMKM ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die sich die Förderung von Verständnis, Akzeptanz und Einsatz alternativer Konfliktlösungsverfahren zum Ziel gesetzt haben. Als reine Nutzerinitiative ist der RTMKM ein Forum für Unternehmensvertreter, die den Erfahrungsaustausch zu relevanten Themen des Konfliktmanagements suchen. Es leistet aktive Unterstützung bei der Implementierung von Konfliktmanagement-Initiativen und -Systemen und bei der Entwicklung einer transparenten Konfliktkultur; zudem versteht es sich als Ansprechpartner für Politik und Verbände. In enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft geht es den Mitgliedern des RTMKM darum, ein besseres Verständnis für das Phänomen ‚Konflikt als Chance zur Veränderung‘ zu entwickeln und für die reflektierte Nutzung unterschiedlicher Konfliktlösungsverfahren zu werben (Quelle: https://www.rtmkm.de/).

Der Preis für Innovation im Bereich Mediation und Konfliktmanagement

Der RTMKM lobt den Preis für Innovation im Bereich Mediation und Konfliktmanagement aus. Prämiert werden Einzelpersonen, Teams oder Unternehmen als Urheber von Innovationen, die die alternative Streitbeilegung insbesondere bei Streitigkeiten im Wirtschaftskontext fördern oder der Konfliktprävention dienen. Quelle: https://www.rtmkm.de/.

Weitere Preisträger waren Lytt, ein digitales Tool, das Organisationen dabei unterstützt, unternehmensinterne Konfliktpotenziale frühzeitig zu identifizieren (1. Platz) sowie SKAT, ein systemisches Konfliktanalysetool von der Konstanzer Schule für Mediation, mit dem Konfliktinformationen auf personeller und funktioneller Ebene unternehmensintern nutzbar gemacht werden (ebenfalls 2. Platz). Wir gratulieren.

Wind-Erntedankfest – KNE beim Bürgeraustausch im fränkischen Oerlenbach

Oerlenbach, 2. Oktober 2019

Wind-Erntedankfest – KNE beim Bürgeraustausch im fränkischen Oerlenbach

Auf dem Gebiet der Gemeinde Oerlenbach im fränkischen Landkreis Bad Kissingen drehen sich bereits drei Windenergieanlagen – zwei weitere sollen auf Waldstandorten hinzukommen. Unter den Bürgerinnen und Bürgern sowie unter weiteren Akteuren aus der Gemeinde und den Nachbargemeinden wird über die Erweiterung diskutiert. Mitte Oktober findet in der Gemeinde sowohl ein Ratsentscheid des Gemeinderates als auch ein Bürgerentscheid zu dem Vorhaben statt. Der Ausgang ist derzeit ungewiss.

Eine Bürgerinitiative gegen die neuen Anlagen hat sich formiert. Die Energieallianz Bayern GmbH veranstaltete in diesem Zusammenhang ein öffentliches Wind-Erntedankfest, in dessen Rahmen sich Interessierte sowohl zu dem Vorhaben als auch über weitere Themenaspekte informieren und austauschen konnten.

Holger Ohlenburg vom KNE informierte an einem „Thementisch“ – unabhängig vom konkreten Vorhaben – zu den Voraussetzungen für eine naturverträgliche Windenergienutzung auf Waldstandorten. Zentral sei dabei zum Beispiel, dass möglichst wenig Waldfläche in Anspruch genommen würde und hochwertige, zumeist alte und artenreiche Laub- und Laubmischwälder möglichst als Standorte gemieden würden. Beeinträchtigungen der Tier- und Pflanzenwelt sollten wirksam minimiert und sinnvolle Kompensationsmassnahmen umgesetzt werden. In der Bauphase sollte zudem eine Umweltbaubegleitung erfolgen.

Weitere Themen in den Gesprächen waren die Zahlen zu Kollisionsopfern von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen, die Energiewende allgemein und Wege zu ihrer Umsetzung.

Zum Pressebericht.

Foto: Thomas B. auf Pixabay.

Das KNE lud zum länderübergreifenden Austausch ein

Mannheim, 1. Oktober 2019

Das KNE lud zum länderübergreifenden Austausch ein

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sammeln gegenwärtig Erfahrungen mit dem Zubau von Photovoltaikanlagen in der Freifläche unter den Bedingungen der Öffnungsklausel für benachteiligte landwirtschaftliche Gebiete. Im Rahmen des „länderübergreifenden Austauschs zum naturverträglichen Ausbau der Photovoltaik in der Freifläche“ bot das KNE den Akteuren (Vertreter der zuständigen Ministerien, Kommunen, Naturschutzverbände, Projektierer und weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik in der Freifläche befassten Akteure) ein Forum, in dem bereits gesammelte Erfahrungen miteinander geteilt werden konnten und Hemmnisse für den weiteren Ausbau sowie die damit verbundenen Naturschutzbelange diskutiert wurden.

Dr. Mathis Danelzik, Leiter der Dialoggestaltung im KNE, Dr. Elke Bruns und Markus Hemker von den Fachinformationen führten durch die Veranstaltung. Die Ergebnisse des Austausches werden als Dokumentation der Veranstaltung auf der Internetseite des KNE zur Verfügung gestellt und die Diskussionsergebnisse fließen auch in geplante Synopsen des KNE zum Thema ein. Darüber hinaus wurde vereinbart, den Austausch in Zukunft zu verstetigen und eine nächste Veranstaltung zum Eingriffsausgleich auf der Fläche der Solaranlage durchzuführen.

Das KNE wird dazu weiter informieren.

Foto: PublicDomainPictures auf Pixabay.