LaFutura – internationaler Austausch mit Blick in die Zukunft

Lissabon, 25. und 26. September 2019

LaFutura – internationaler Austausch mit Blick in die Zukunft

Die LaFutura ist eine der bedeutendsten Trendkonferenzen und fand zum zehnjährigen Jubiläum in Lissabon statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie der Klimastreik der FridaysForFuture-Bewegung genauso wie der Fortgang der europäischen und internationalen Energiewende. Der Fokus für die Betrachtung von „Lebensqualität“ wurde vor allem auf Städte, Nachhaltigkeit und Innovationen gelegt.

Das KNE führte vor Ort zusammen mit J2C einen Workshop zu Kommunikationsstrategien in den Konflikten der Energiewende mit dem Naturschutz durch. Die rund zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich umfassend über das vielschichtige Themenfeld und setzten sich mit möglichen Konflikten sowie Strategien zur Konfliktbearbeitung und -lösung auseinander.

In den persönlichen Gesprächen zeigte sich, dass die Angebote und die Arbeit des KNE als notwendig und sinnvoll eingeschätzt werden. Kontakte wurden ausgetauscht und Vereinbarungen darüber getroffen, auch im Anschluss an die Konferenz weiter im Gespräch zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Blick zu behalten. Im Rahmen der Veranstaltungsangebote konnten Impulse und Anregungen für die konkrete Arbeit des KNE gewonnen werden.

Weitere Informationen zur LaFutura.

Foto: Michael Krieger.

Workshop zu Kommunikationsstrategien.

Internationaler Austausch zur Energiewende in China

Berlin, 23. September 2019

Internationaler Austausch zur Energiewende in China

E-Coshare ist eine seit 2017 in der chinesischen Provinz Shanxi aktive Umweltorganisation, die unter anderem Unternehmen darin berät, wie sie umweltfreundlicher werden können. Ein zentrales Projekt ist aktuell der Fen-Fluss, der durch die gesamte Provinz fließt.

In diesem Zusammenhang residiert die Präsidentin von E-Coshare, He Hong, derzeit für einen Monat in Berlin bei der Bundeskontaktstelle Wasser der GRÜNEN LIGA. Präsidentin He Hong besuchte in Begleitung von Michael Bender, Bundeskontaktstelle Wasser, das KNE, um sich über Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende auszutauschen.

Für eine naturverträgliche Energiewende in China

E-Coshare betreibt zudem eine Plattform, um sich mit anderen chinesischen Umweltverbänden zu vernetzen. Dabei spielt auch die Umsetzung der Energiewende in China eine zentrale Rolle. Die Provinz Shanxi wird überwiegend mit Kohle- und Gasstrom versorgt. Die Erneuerbaren fristen mit knapp 14 Prozent derzeit noch ein Schattendasein. An dieser Situation will E-Coshare etwas ändern und hat sich auch deswegen beim KNE darüber informiert, welche Kommunikationsmöglichkeiten bestehen, um für einen umwelt- und naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien zu sorgen.

Geschäftsführer Michael Krieger stellte im Zuge dessen die Arbeit des KNE vor und gab dabei auch einen Überblick über die Kommunikationsstrategien, die im KNE Anwendung finden. Es wurde vereinbart, weiterhin in Kontakt zu bleiben und sich hinsichtlich der Möglichkeiten einer digitalen Kommunikation weiterhin zu unterstützen.

E-Coshare

Die gerade gegründete chinesische Organisation E-Coshare wird von der Regierung der Provinz Shanxi finanziert. Sie ist mit ihren Angeboten darauf ausgerichtet, Unternehmen und Schulen zu trainieren, umweltfreundlich zu agieren (zum Beispiel, um Plastik zu vermeiden). Eine der zukünftigen Aufgaben wird es sein, den umwelt- und naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien in Shanxi voranzutreiben.

Das Angebot des KNE:

Foto: von Took auf Pixabay.

Das berühmte Hängende Kloster Xuankong Si in der Provinz Shanxi.

Leitplanken für eine naturverträgliche Energiewende

Berlin, 23. September 2019

Leitplanken für eine naturverträgliche Energiewende

Was der Naturschutz in der Energiewende bis 2050 (er)fordert

Eine nachhaltige Energiewende kann nur im Einklang mit der Natur gelingen. Deswegen braucht es grüne Leitplanken für eine gelungene Energiewende. Die Vorsitzenden bzw. der Präsident von BUND, NABU und DNR fassen in ihrem gemeinsamen Debattenbeitrag die Forderungen des Naturschutzes an die Energiewende zusammen. Eine vollständige Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2050 ist notwendig und möglich. Der damit einhergehende Umbau des Wirtschafts- und Energiesystems wird Mensch, Natur und Landschaft beeinflussen.

Zu den wichtigsten Zielen des internationalen Klimaschutzabkommens zählen die völkerrechtlich verbindliche Zielsetzung, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1,5 Grad zu unternehmen. Größter Treiber der menschengemachten Klimastörung ist die Verbrennung fossiler Kohlenstoffe und der daraus resultierende Kohlenstoffdioxid(CO2)- Ausstoß. Deshalb können die Störungen des Klimasystems nur dann wirksam begrenzt werden, wenn der Energie und Ressourcenverbrauch umfassend reduziert und bei der Energienutzung auf fossile Energieträger verzichtet und stattdessen auf erneuerbare Energieträger gesetzt wird.

Deutschland will diesen internationalen Verpflichtungen Rechnung tragen, indem es bis zum Jahr 2020 seinen Treibhausgasausstoß um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 verringert. Bis zum Jahr 2050 wird eine Emissionsreduzierung um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 angestrebt. Aktuelle Prognosen legen nahe, dass die Treibhausgasminderung bis 2020 nicht bei 40 Prozent, sondern lediglich bei rund 32 Prozent liegen wird, sofern nicht kurzfristig substanzielle Klimaschutzmaßnahmen eingeleitet werden. Insbesondere der Kohleausstieg muss vorangebracht und die dreckigsten Kraftwerke müssen kurzfristig stillgelegt werden, um mindestens 100 Gigatonnen CO2 einzusparen, formulieren Prof. Kai Niebert (DNR), Olaf Tschimpke (NABU) und Prof. Hubert Weiger (BUND) ihre Forderungen.

Zur Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens in Deutschland ist jedoch eine Nachschärfung der Klimaziele bis 2050 auf eine Emissionsminderung von mindestens 95 Prozent zwingend erforderlich.

K19 – Naturschutz in der Energiewende

In dem 230 Seiten starken Kompendium K19 – Naturschutz in der Energiewende finden sich unter anderem Beiträge zu alternativen Energiepflanzen, zur Solarforschung, zu den Meeresströmungsenergien und Herausforderungen in der Energiewende in Japan und Berichte aus der Arbeit des KNE.

Sie finden das KNE-Jahrbuch K19 auch im Download-Bereich.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Anke Ortmann
pressenaturschutz-energiewende.de
030 7673738-12.

Über den Dächern von Berlin

Berlin, 10. September 2019

Über den Dächern von Berlin

Weiter Blick über Berlin, Lichterketten zum Sonnenuntergang und entspannte Stimmung. Zum dritten KNE-Sommerabend begrüßte das KNE seine Gäste auf der Dachterrasse des stilwerks.

In seiner Begrüßungsrede betonte KNE-Direktor Dr. Torsten Raynal-Ehrke: „Die Energiewende ist eines der spannendsten Projekte der Gegenwart und der nächsten Jahrzehnte. Ein Vorhaben, das unsere Gesellschaft herausfordert und das unsere Gesellschaft verändert“. Dabei ging er auf einige der aktuellen Herausforderungen ein. Einerseits sei die Gesamtstromproduktion aus Wind- und Solaranlagen in Deutschland von Januar bis August 2019 erfreulicherweise um etwa 14 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausgefallen, andererseits verwies er auf die Aussagen der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“, die in ihrer Stellungnahme zum zweiten Fortschrittsbericht der Bundesregierung von: „zu erwartenden Zielverfehlungen in wesentlichen Bereichen der Energiewende“ spreche – und von: „nicht überzeugenden Vorschlägen“, um die Energiewende, wie erforderlich voranzutreiben. Das KNE werde sich auch zukünftig für den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzen. Dabei stehe das KNE nach wie vor allen Akteuren als Ansprechpartner zur Verfügung. Dieser Ansatz widerspiegele sich auch in der Vielfalt der Gäste aus dem Naturschutz, der Energiewirtschaft, der Politik und aus Wissenschaft und Forschung.

KLIMA.KRISE.KINDER

Die Hamburger Professorin Barbara Brüning beleuchte in Ihrer Keynote das Thema „Klima – Krise – Kinder“. Sie verband die Forderungen nach Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Jugendbewegung „Fridays for Future“ mit den Überlegungen des deutsch-jüdischen Philosophen Hans Jonas. Dieser hatte bereits vor 40 Jahren darauf hingewiesen, dass die Menschheit so handeln müsse, dass die Erde auch für künftige Generationen bewohnbar bleibe. Brüning sagte dazu: „Hans Jonas setzte seine Hoffnung auf die Jugend als moralischem Akteur in Bezug auf ein nachhaltiges Leben. Deshalb habe ich in meinem Vortrag auch einen kurzen Film gezeigt, den Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse aus Hamburg gedreht haben. Sie erzählten darin, warum sie zur Fridays for Future-Demonstration gehen und interviewten auch ihre Lehrerinnen und Lehrer dazu. Die Jugendlichen stimmen mit Hans Jonas darin überein, dass die natürlichen Ressourcen der Menschheit nachhaltig genutzt werden sollten.“

Professorin Brüning ist Autorin von Sach- und Schulbüchern, insbesondere zur Philosophie und Philosophiedidaktik. Darunter Bücher mit Titeln wie „Philosophieren in der Grundschule“, „Philosophieren mit Kindern“ und „Anschaulich philosophieren: Mit Märchen, Fabeln, Bildern und Filmen“.

It´s your own perception

Aber nicht nur die Energiewende und der Klima- und Naturschutz waren an diesem Abend Thema. Eine relativ kleine, aber sehr exklusive Bilderausstellung, zur Verfügung gestellt von der Berliner Galerie Kremers, bereicherte den Sommerabend. It´s your own perception ist der Titel des Gemäldes von Taher Jaoui, ein „Tanz der Elementarteilchen auf der Leinwand, die sich in schier unendlich verschiedenen Formationen nach farbenfrohen Partituren trennen und verbinden“. Aktuell zu sehen in der Galerie Kremers. Neben Jaoui gab es weitere außergewöhnliche Gemälde von Fiona Ackermann, Gregor Hiltner, Ernst Weil und Taylor A. White zu bewundern.

Ein schöner Spätsommerabend

Vor der Kulisse eines herrlichen Sonnenuntergangs über den Dächern von Berlin nutzten die Gäste ausgiebig die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zur Vernetzung. Möglichkeiten der Zusammenarbeit wurden erörtert, weiterführende Gespräche vereinbart und ein entspannter Abend miteinander genossen.

Wir bedanken uns bei unseren Gästen für diesen gelungenen Abend und freuen uns schon auf den KNE-Sommerabend am 10. September 2020.

 Alle Bilder: KNE gGmbH, Fotos: Tanja M. Marotzke.

Impressionen vom KNE-Sommerabend unter dem Beitrag.

Innovative Solarenergienutzung im Saarland

Dirmingen , 13. September 2019

Bifaciale PV-Freiflächenanlage setzt auf „Win-Win-Win“-Lösung

Dr. Torsten Raynal-Ehrke und Dr. Elke Bruns besuchten eine bifaciale Photovoltaik-Freiflächenanlage im Saarland. Hier hat die Firma Next2Sun 2018 in einem bislang einzigartigen Projekt bifaciale PV-Module auf einer Grünlandfläche von sieben Hektar installiert. Das Besondere hieran ist, dass diese Module auf beiden Seiten mit Solarzellen versehen sind. Sie werden senkrecht in Reihen aufgestellt und in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Das Ministerium für Umwelt des Saarlandes hatte zu dem Ortstermin in Dirmingen (Gemeinde Eppelborn) eingeladen, um sich mit dem KNE darüber zu verständigen, welche Probleme und Potenziale in diesem Projekt stecken, und inwieweit die Möglichkeit besteht, das Vorhaben fachwissenschaftlich zu begleiten.

Das Konzept hat den energiewirtschaftlichen Vorteil, Stromerzeugungsspitzen ausgleichen zu können: Die Erzeugungsmaxima treten vormittags und nachmittags auf. Aus landwirtschaftlicher Sicht besteht der Vorteil darin, dass die Module nicht die gesamte Fläche beanspruchen. Die Reihenabstände wurden mit 10 Metern so gewählt, dass eine auch landwirtschaftliche Nutzung (hier: zweimaliger Schnitt zur Heugewinnung) weiterhin möglich ist. Das saarländische Landwirtschaftsministerium setzt sich dafür ein, dass Flächen mit diesem Modultyp angesichts der begrenzten Nutzungseinschränkung EU-agrarförderungsfähig bleiben.

Auch aus naturschutzfachlicher Sicht scheint diese Form der solaren Energieerzeugung Vorteile zu haben: Anlagenbedingte Beeinträchtigungen des Lebensraums sind durch die geringe Überdeckung minimiert. Nach zwei Jahren ist auf dieser Fläche festzustellen, dass sich der Kräuteranteil im Grünland erhöht hat. Es hat sich ein Blühhorizont gebildet, der Heuschrecken und Tagfalter anzieht. Noch zu untersuchen ist unter anderem, inwieweit die Modulreihen eine Barrierewirkung für Insekten und Tagfalter darstellen und ob entstehende Altgrasstreifen die Habitatvielfalt auf der Fläche vergrößern können.

Fazit: Aus Sicht des KNE hat dieses Konzept durchaus das Potenzial für eine Win-Win-Win-Lösung. Energiewirtschaftliche, landwirtschaftliche und naturschutzfachliche Anforderungen können gut unter einen Hut gebracht werden. Wir unterstützen die Idee des saarländischen Umweltministeriums, die Modellhaftigkeit des Konzepts im Rahmen eines Forschungsprojektes zu untersuchen. Vor allem die Ergebnisse eines betriebsbegleitenden Monitorings wären von großem Interesse.

Bifaciale PV-Module der Firma Next2Sun. Bild: Elke Bruns.

Mehr Engagement und Beweglichkeit

Berlin, 11. September 2019

Mehr Engagement und Beweglichkeit

Am gestrigen Mittwoch fand die 8. KNE-Beiratssitzung in der KNE-Geschäftsstelle in Berlin statt. Der Beirat wurde inzwischen für seine zweite Amtsperiode (2019-2022) berufen. Neue Mitglieder sind Prof. Dr. Anja Hentschel (Hochschule Darmstadt) und Dr. Stephan Gatz (Bundesrichter am Bundesverwaltungsgericht). Als neue Stellvertretungen wurden Nina-Isabel Skrobanek (BDEW), Silvia Bender (BUND), Karen Thormeyer (DNR) und Wolfram Axthelm (BEE) berufen.

Staatssekretär Jochen Flasbarth bestärkt das KNE

Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Besuch von Staatssekretär Jochen Flasbarth (BMU), der in seinem halbstündigen Beitrag mehr Beweglichkeit aller Akteure gefordert hat, da ansonsten die Ziele einer naturverträglichen Energiewende und der Energiewende allgemein nur schwer erreichbar sein dürften. Er bestärkte das KNE in seinen Aufgaben Debatten zu versachlichen und die Konflikte vor Ort zu klären. Er wünschte Direktor Dr. Torsten Raynal-Ehrke und dem gesamten Team des KNE weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Vom KNE-Beirat wünscht sich der Staatssekretär deutliche Impulse und Unterstützung bei den kommenden Herausforderungen.

Anliegen, Handlungsfelder und Aktivitäten

Im Anschluss an den Besuch des Staatssekretärs gab das KNE einen Einblick in seine Aktivitäten. Die Beiratsmitglieder stellten in Impulsvorträgen ihre drängendsten Handlungsfelder vor. Einig war man sich auf allen Seiten, dass die Anstrengungen für eine naturverträgliche Energiewende intensiviert werden müssen. Der Beirat befürwortete zudem zwei Projektvorhaben des KNE. Eines befasst sich mit der guten fachlichen Praxis zur Visualisierung von Windenergieanlagen in Fotos und das andere stellte eine Workshopreihe zu den technischen Systemen zur Vermeidung von Vogelkollisionen dar.

Das Angebot des KNE:

Foto: Tanja M. Marotzke.

Forschungsvorhaben zum kommunalen Klimaschutz gestartet

Dessau, 9. September 2019

Forschungsvorhaben zum kommunalen Klimaschutz gestartet

Am 9. September fand der 1. Fachworkshop des Forschungsprojekts Operationalisierung des Klimaschutzes im Bereich des Ausbaus der erneuerbaren Energien – Strategien für akzeptable Lösungen, gefördert vom Umweltbundesamt, in Dessau statt. Obwohl repräsentative Umfragen bestätigen, dass die Bevölkerung den Ausbau der erneuerbaren Energien nach wie vor unterstützt, werden konkrete Projekte zur Errichtung von erneuerbaren Energieanlagen, insbesondere Windenergieanlagen, vor Ort teilweise massiv bekämpft.

Hier setzt das Forschungsvorhaben an. Es will insbesondere kleine Kommunen im ländlichen Raum mit einem prozesshaften Lösungsmodell unterstützen, Konflikte zu begrenzen und akzeptable Lösungen vor Ort zu finden. Als exemplarischer Energieträger zur Entwicklung des Lösungsmodells wurde die Windenergie an Land ausgewählt. Dr. Bettina Knothe nahm für das KNE an dem Fachworkshop teil.

Das Umweltbundesamt in Dessau. Bild: Martin Stallmann, UBA.

Risikokommunikation zu niederfrequenten Feldern

Frankfurt am Main, 3. September 2019

Risikokommunikation zu niederfrequenten Feldern beim “Runden Tisch Elektromagnetische Felder“

Der Runde Tisch elektromagentische Felder beschäftigte sich in seiner 18. Sitzung am 3. September 2019 in Frankfurt am Main mit der Risikokommunikation zu niederfrequenten Feldern (Stromleitungen). Hierbei wurden drei aktuelle Ergebnisse aus sozialwissenschaftlichen Forschungsvorhaben dargestellt. Dabei wurde deutlich, dass es in der Bevölkerung keine weitreichenden Kenntnisse über niederfrequente Felder und deren Wechselwirkungen gibt. Dennoch wurde auch deutlich, dass es einen größeren Wunsch nach mehr Information gibt. Die Mitglieder berieten deshalb auch darüber, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um besser und zielführend zu informieren.

Runder Tisch Elektromagnetische Felder (RTEMF)

Der RTEMF ist ein unabhängiges Beratungs- und Diskussionsgremium des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Er soll das BfS bei der Kommunikation von Forschungsergebnissen beratend unterstützen und die Transparenz bei der Vermittlung und Kommunikation von Erkenntnissen vorwiegend auf dem Gebiet der hochfrequenten elektromagnetischen Felder fördern. Unter anderem werden die Auswirkungen von Stromleitungen und die durch sie produzierten elektromagnetischen Felder auf die sie umgebende Fauna und Flora darin behandelt und Anreize für potenzielle Forschung gesetzt. Der Runde Tisch setzt sich aus Vertretern der Wissenschaft, Behörden und Interessenverbänden zusammen. (Quelle: http://www.emf-forschungsprogramm.de).

Das KNE hatte erstmalig am 5. März an der Sitzung des Arbeitskreises „Runder Tisch elektromagnetische Felder“ teilgenommen und gehört diesem Kreis an.

Foto: Thomas B. auf Pixabay.

Stärkung des kommunalen Klimaschutzes

Altenbeken, 5. September 2019

Stärkung des kommunalen Klimaschutzes

Für die Kommunen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) gibt es das Netzwerktreffen Klimaschutz zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Am 5. September trafen sich zirka 50 Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager in Altenbeken zum 17. OWL Netzwerktreffen Klimaschutz, koordiniert von der EnergieAgentur.NRW. Mit der Kampagne Klimaschutz hat der kommunale Klimaschutz in der Region einen neuen Schub bekommen. Das Treffen in Altenbeken stand ganz im Zeichen dieser Kampagne.

Dr. Bettina Knothe und Dr. Jan Beermann vom KNE stellten das Angebot der Konfliktberatung vor und standen für den kollegialen Austausch zur Verfügung. Jürgen Wessels, Bürgermeister der Stadt Altenbeken lud am Nachmittag zu einer Waldexkursion in der näheren Umgebung ein. Er informierte über den aktuellen ökologischen Zustand des Waldes im Raum Ostwestfalen-Lippe.

Konferenz fordert Umdenken in der Forschung zum naturverträglichen Energieausbau

Berlin, 5. September 2019

Konferenz fordert Umdenken in der Forschung zum naturverträglichen Energieausbau

“Global thinking in the heart of Scotland” – unter diesem Motto fand vom 27. bis 30. August im schottischen Stirling die diesjährige Conference on Wind energy and Wildlife impacts (CWW 2019) statt. Etwa 360 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 25 Nationen kamen zusammen, darunter war auch das KNE.

Die Konferenzteilnehmer machten in diesem Jahr deutlich: In der Forschung zum naturverträglichen Windenergieausbau ist ein Umdenken erforderlich. Dies ergebe sich aus dem globalen Klimawandel und dem klimawandelbedingten Artensterben.

Eindringlich wurde gefordert, sich auf die drängendsten Fragestellungen eines naturverträglichen Windenergieausbaus zu fokussieren. Immer detailliertere Analysen von seit Langem bekannten Problemen seien nicht (mehr) hilfreich. Die Forschungsressourcen müssten zielgerichteter und möglichst ausschließlich lösungsorientiert eingesetzt werden. Es müsse mehr in den tatsächlichen Erhalt von Populationen investiert werden, statt in immer detailliertere Untersuchungen der Kollisionsraten mit vergleichsweise wenig aussagekräftigen Erkenntnissen.

Wichtiger denn je sei eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren, insbesondere Betroffene müssten stärker in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden, um die nachlassende soziale Akzeptanz für Windenergieprojekte wieder zu verbessern.

Im Rahmen der mehrtägigen Fachveranstaltung befassten sich die internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Gutachtende, Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreterinnen und Vertreter von nationalen Behörden und aus der Politik mit dem aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land und auf der See.

Es wurden neuste Fallstudien zur Bewertung und Vermeidung von Auswirkungen der Windenergienutzung auf einzelne Vogel-, Fledermaus- und Säugetierarten präsentiert. Es gab Beiträge zur Prognose von Auswirkungen auf Populationen sowie zu kumulativen Effekten. Ein weiterer Fokus lag auf neuen technischen Lösungen, die für die Standortbewertung oder auch für das betriebsbegleitende langfristige Monitoring an Windenergieanlagen eingesetzt werden können.

Die Fachbeiträge der Fachkonferenz werden veröffentlicht. Weitere Informationen und Konferenzmaterial finden Sie hier. Gerne können Sie sich auch mit uns in Verbindung setzen:
eva.schusternaturschutz-energiewende.de

Im Whitelee Windpark produzieren 215 Windenergieanlagen genug Strom für rund 300.000 schottische Haushalte.

Das Wallace Monument ist das Wahrzeichen von Stirling. Hier fand die CWW2019 mit über 350 Teilnehmern statt.