Fachaustausch mit den unteren Naturschutzbehörden in Ostthüringen

Greiz, 21. Februar 2019

Fachaustausch mit den unteren Naturschutzbehörden in Ostthüringen

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft der unteren Naturschutzbehörden Ostthüringens tauschte sich das KNE mit Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzbehörden und der Genehmigungsbehörden in Landratsamt Greiz zum Thema „Artenschutz und Windenergie“ aus.

Der Termin begann mit  einem Input über den aktuellen Wissensstand zu den Kollisionsrisiken von Vögeln und Fledermäusen durch Windenergievorhaben. Darüber hinaus wurden die Möglichkeiten der Vermeidung und Verminderung dieser Risiken und Herausforderungen für deren Umsetzung und Kontrolle erörtert. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten natuschutzrechtliche und -fachliche „Knackpunkte“ der Genehmigung.  Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen mit den Vertretern und Vertreterinnen des KNE zu diskutieren und zu klären.

Für die Region Ostthüringen liegt aktuell noch kein rechtsgültiger Regionalplan für die Windenergie vor. Windenergieanlagen sind daher gegenwärtig privilegiert im Außenbereich zulässig. Der Umgang mit dieser Situation stellt die Behörden auf der Genehmigungsebene vor besondere Herausforderungen. Zukünftig sollen ca. 0,4 Prozent der Region als Vorranggebiete (mit Ausschlusswirkung) ausgewiesen werden. Ungelöste artenschutzrechtliche Konflikte in den Vorranggebieten könnten zu weiteren Einschränkungen führen.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen äußerten sich sehr zufrieden mit den vermittelten Inhalten und dem „professionellen und neutralen“ Auftreten der Fachexperten des KNE. „Man werde das KNE und sein Angebot sehr gerne weiterempfehlen“, so der einladende Sachgebietsleiter Narturschutz vom Landratsamt Greiz.

Nutzen Sie unser Informationsangebot

Durch die Aufbereitung verlässlicher Informationen für unterschiedlichste Fragestellungen und Themen tragen wir aktiv zur Versachlichung von Debatten bei.

  • Fragen und Antworten: Hier stehen Ihnen unsere bisherigen Auskünfte zur Verfügung.
  • Auf einen Blick: Hier finden Sie in unterschiedlichen Formaten aufbereitete Erkenntnisse aus Wissenschaft, Rechtsprechung, Berufspraxis und Politik.
  • Fachbibliothek: Hier steht Ihnen aktuelle Literatur zum Themenfeld zur Verfügung.
  • Vortragsangebot und Veranstaltungen: Wir informieren wir Sie gerne über den Stand des Wissens und neueste fachliche Erkenntnisse oder diskutieren mit Ihnen ausgewählte fachliche Fragestellungen.
Stadtansicht vorn Greiz

Stadtkulisse von Greiz. Quelle: Pixabay; Foto: jggrz.

KNE kooperiert mit der Wirtschaftsförderung Brandenburg

Potsdam, 22. Februar 2019

KNE kooperiert mit der Wirtschaftsförderung Brandenburg

In einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Staatskanzlei in Potsdam gaben heute das KNE, das Ministerium für Wirtschaft und Energie und die Wirtschaftsförderung Brandenburg ihre Kooperation für die Bearbeitung von Konflikten bekannt. Das KNE wird bei Konfliktfällen vor Ort Moderationen und Mediationen übernehmen.

Das Land Brandenburg verstärkt das Beratungsangebot zu erneuerbaren Energien. Ziel ist es, die Akzeptanz für die erneuerbaren Energien und insbesondere für die Windenergie zu stärken. Dazu wird bei der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), die auch die Energieagentur des Landes ist, eine Beratungsstelle eingerichtet. Ansprechpartner ist das Team WFBB Energie. Um den Austausch zwischen Investoren aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, den Kommunen sowie deren Bürgerinnen und Bürgern zu moderieren, arbeitet die WFBB künftig mit dem Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) zusammen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben WFBB und KNE heute unterzeichnet.

„Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist aus Gründen der Versorgungssicherheit und des Klimaschutzes unabdingbar. Doch damit wird die Energieerzeugung immer stärker dezentral organisiert und in den Regionen sichtbar – insbesondere bei der Windenergie. Dies stößt teils auf Unverständnis in den betroffenen Kommunen. Daher bauen wir die Beratung und die Information über die erneuerbaren Energien aus“, sagte Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Jörg Steinbach heute in Potsdam. Er verwies darauf, dass die Beratungsstelle Bestandteil des Sechs-Punkte-Plans „Erneuerbare Energien und Bürgerinteressen im fairen Miteinander“ ist, den die Landesregierung im September 2018 beschlossen und damit einen Landtagsbeschluss umgesetzt hat.

„Die Beratungsstelle passt hervorragend zum bisherigen Aufgabenspektrum der WFBB Energie. Der neue Service beginnt bei den Grundsätzen des Planungsverfahrens und den Einflussmöglichkeiten der Kommunen bei der Flächenausweisung für Wind- und Solarparks. Er reicht weiter über Informationen zu finanziellen Bürger- und Gemeindebeteiligungsmöglichkeiten an konkreten EE-Projekten und deren Bewertung der Wirtschaftlichkeit bis hin zur Unterstützung bei der Planung von eigenen, kommunalen Projekten mit EE-Anlagen. Dabei kooperieren wir mit dem Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende, das bei Konfliktfällen vor Ort eine Moderation und Mediation übernehmen wird“, erläuterte WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule.

„Wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit“, betonte der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende Michael Krieger. „Als unabhängiger und neutraler Ansprechpartner stehen wir allen Akteuren mit unserem Fachwissen und unserer Moderations- und Mediationsexpertise zur Verfügung und unterstützen so die Umsetzung einer natur- und anwohnerverträglichen Energiewende. Bei Bedarf stehen unsere professionellen Mediatorinnen und Mediatoren für die konkrete Bearbeitung von Konflikten vor Ort zur Verfügung. Vielerorts ist heute aber auch schon die Bereitschaft groß, möglichen Konflikten bei der Planung und Umsetzung von Energiewende-Projekten vorzubeugen. So führt das KNE auch Trainings zur Konfliktvermeidung durch und liefert sachliche naturschutzfachliche Informationen.“

Teilnehmer der PK in Potsdam
Pressetermin in Potsdam. V. l. n. r.: WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule, Wirtschafts- und Energieminister Jörg Steinbach, KNE-Geschäftsführer Michael Krieger.

Fachaustausch zur Energiewende im Saarland

Saarbrücken, 14. Februar 2019

Fachaustausch zur Energiewende im Saarland

Am 14. Februar 2019 trafen sich Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE, und Dr. Jan Beermann, Referent der Konfliktberatung im KNE, mit Vertreterinnen und Vertretern der saarländischen Landesregierung in Saarbrücken. Aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr nahmen Stefan Rauber (Abteilungsleiter-F, Energie-, Industrie- und Dienstleistungspolitik) und Nicola Sacca (Referatsleiter für Grundsatzfragen der Energie- und Klimaschutzpolitik) teil, aus dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz nahmen Helga May-Didion (Abteilungsleiterin-D, Naturschutz, Forsten) und Stefanie Leiendecker (Referat D/3 Landschaft, Fischerei und Umweltbildung) und Dierk Hemm, Geschäftsführer der LANA, teil.

In der Gesprächsrunde wurden die Herausforderungen bei der Umsetzung einer naturverträglichen Energiewende im Saarland erörtert, das KNE stellte seine Tätigkeitsfelder und Angebote im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende vor. Möglichkeiten der Unterstützung und Kooperation wurden ausgelotet und eine Intensivierung der Zusammenarbeit vereinbart. Auch in Zukunft wollen die Beteiligten im Dialog bleiben.

Ludwigskirche Saarbrücken. Quelle Pixabay; Foto: WikimediaImages.

Film ab: Mit uns die Energiewende naturverträglich gestalten!

Berlin, 7. Februar 2019

Film ab: Mit uns die Energiewende naturverträglich gestalten!

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende unterstützt den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien. Ziel ist es, die Debatten über den Naturschutz in der Energiewende zu versachlichen und die Konflikte vor Ort zu vermeiden. Im Zweiminüter „Ihr KNE“ wird ein Überblick zur Arbeitsweise und zu den Angeboten des KNE im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende gegeben.

„Vor zweieinhalb Jahren und mit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir gestartet, um die naturverträgliche Umsetzung der Energiewende zu unterstützen. Heute haben wir mehr als fünfzig Fälle vor Ort bearbeitet, mehr als einhundert Fachfragen beantwortet und zwei große Dialogprozesse zu spezifischen Fragestellungen zusammen mit den Akteuren einer naturverträglichen Energiewende bearbeitet. Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende ist ein Erfolg. Es trägt mit seinen Angeboten zur Versachlichung von Debatten bei und unterstützt die Klärung von Konflikten vor Ort. Zusammen mit Ihnen setzen wir die Energiewende naturverträglich um!“, erläutert Michael Krieger, Geschäftsführer des KNE.

Für Konflikte des Naturschutzes beim Ausbau der erneuerbaren Energien bietet das KNE kompetente Hilfe zur Selbsthilfe. Das Wissen um die naturverträgliche Energiewende wird praxisgerecht aufbereitet, sich zuspitzende Konflikte werden mit professioneller Moderation und Mediation ausgetragen und grundsätzliche Fragestellungen zusammen mit den Akteursgruppen bearbeitet.

„Mit unserer Expertise stehen wir allen Akteursgruppen der Energiewende gleichermaßen zur Verfügung. Mit unserem Video geben wir einen Überblick über unsere Arbeitsweise und vielfältigen Aktivitäten und wollen die Akteure der Energiewende dazu ermuntern, sich mit ihren Fragen im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende an das KNE, als Ihren Ansprechpartner, zu wenden,“ ergänzt Anke Ortmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im KNE.

  • Direkt zum Video Ihr KNE auf unserem YouTube-Kanal.

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