„KNE-Videothek Naturschutz und Energiewende“ startet heute

Berlin, 26.02.2018

„KNE-Videothek Naturschutz und Energiewende“ startet heute

Am heutigen Montag, 26. Februar 2018, startet das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende seine KNE-Videothek mit der Veröffentlichung des ersten Animationsfilms „So lösen wir Konflikte“. Ziel der KNE-Videothek ist es, in kurzen Filmen von zirka drei Minuten komplexe Sachverhalte und vielschichtige Regelungen einer naturverträglichen Energiewende verständlich darzustellen.

Die Planung und Genehmigung von Anlagen der erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Fragen um ihre natur- und anwohnerverträgliche Umsetzung erfordern ein hohes Maß an Prozesskenntnis. Hierzu sagt Michael Krieger, Geschäftsführer: „Die Prozesse einer naturverträglichen Energiewende sind nicht immer leicht nachzuvollziehen und zu verstehen. Mit unseren Kurz-Videos versuchen wir daher einen Einblick in die Lösungsansätze für eine Energiewende zu geben, die die Bedürfnisse von Mensch und Natur berücksichtigt.“

Geplant sind zehn Filme für 2018. Dabei sollen neben Animationsfilmen auch Interviews und Reportagen dazu genutzt werden, Auskunft zu geben, welche Bausteine zu einer naturverträglichen Energiewende beitragen und wie diese in den unterschiedlichen Verfahren verankert werden können.

„Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, ist ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbar. Jedoch kann und muss der Ausbau natur- und anwohnerverträglich gestaltet werden. Die Unterstützung der Vermeidung und Klärung von Konflikten vor Ort ist eine zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende. Eine leicht zugängliche mediale Aufbereitung von unterschiedlichen Inhalten einer naturverträglichen Energiewende sehen wir daher als unabdingbar an“, so Michael Krieger zum Abschluss.

Hier finden Sie auf unserem YouTube-Kanal das Video „So lösen wir Konflikte.“

Abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Erstes KNE-Fachforum Mediation und Energiewende

Fulda, 24.02.2018

Erstes KNE-Fachforum Mediation und Energiewende

Am 23. und 24. Februar 2018 fand in Fulda das erste KNE-Fachforum Mediation und Energiewende statt. Die für dieses Konfliktfeld fortgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren diskutierten über aktuelle Herausforderungen bei Konfliktfällen in der Energiewende vor Ort.

Sie informierten sich darüber hinaus über den Stand der Aktivitäten des KNE und verabredeten Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Geschäftsführer Michael Krieger präsentierte einen Überblick über die aktuellen Arbeitsbereiche des KNE und diskutierte mit den Teilnehmenden über Verfahren der Zusammenarbeit mit dem KNE auf Bundes- und regionaler Ebene. Einen Einblick in die Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden bei der Klärung von Konfliktfällen zu Naturschutz und Energiewende vor Ort gab Dr. Martin Köppel, aus der Abteilung Konfliktberatung und Leiter der KNE-Außenstelle Süd. Dr. Bettina Knothe, Leiterin der Abteilung Konfliktberatung informierte über aktuelle Konfliktfälle und -themen in der Beratung von Kommunen, Vorhabenträger, Verbänden, Energieagenturen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

Die Teilnehmenden des KNE-Fachforums kamen am Ende der Veranstaltung zu dem Ergebnis, dass Konfliktklärung im Spannungsfeld Naturschutz und Energiewende nicht erst mit einer Mediation beginnt. Vielmehr setzen sich alle für eine verstärkte Vernetzung mit allen relevanten Akteuren ein, um möglichst frühzeitig mit Moderation und Kommunikationsgestaltung einer Eskalation von Widerständen und Konflikten vorzubeugen und zu einer konstruktiven Umsetzung der Energiewende beizutragen. Um eine gute und effektive Vernetzung zu realisieren, haben die Mediatorinnen und Mediatoren auf dem KNE-Fachforum Regionalgruppen gegründet. Die Regionalgruppen Nord, Süd, Ost und Mitte-West haben es sich zum Ziel gesetzt, einen kontinuierlichen fachlichen und kollegialen Austausch miteinander aufzubauen und sich als regionale Ansprechpartner für die ansässigen Akteure der Energiewende bekannt zu machen.

„Ich freue mich sehr darüber, Teil dieses professionellen Netzwerks zu sein“ war die konkrete Rückmeldung eines Mediators an das KNE am Ende der Veranstaltung. So und oder ähnlich ging es vielen bei der Verabschiedung am Samstagnachmittag. Die nächsten Termine für das zweite und dritte KNE-Fachforum im November 2018 und März 2019 sind schon in die Kalender eingetragen!

Hier finden Sie weitere Informationen zum Mediatorenpool.

Vermeidung von Kollisionen an Windenergieanlagen — was leisten technische Systeme?

Berlin, 12. Februar 2018

Vermeidung von Kollisionen an Windenergieanlagen — was leisten technische Systeme?

Das KNE stellt in seiner neuesten Publikation verschiedene technische Systeme vor, die helfen können, Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen mit Windenergieanlagen zu verhindern.

Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien ist Kern der Energiewende. Insbesondere beim Ausbau der Windenergie muss man sich dabei aktiv mit der Gefahr auseinandersetzen, dass Vögel und Fledermäuse mit Windenergieanlagen kollidieren können.

Technische Systeme, die Vögel und Fledermäuse erkennen und vergrämen beziehungsweise die Anlagen bedarfsgerecht abschalten, können hier Unterstützung gewähren. Zur Anwendung gelangen unterschiedliche Technologien, wie beispielsweise Kamera-, Radar- oder Mikrofon-Systeme. Ebenso vielfältig wie die Technologien sind die Funktionsweisen – sie reichen von der vorbereitenden Standortbewertung über die bedarfsgerechte Betriebsregulierung bis hin zum Monitoring der Flugaktivitäten.

In einer Synopse gibt das KNE einen umfassenden, praxisbezogenen Überblick über die unterschiedlichen Systeme. Erfasst werden die Funktionen, Möglichkeiten und Limitierungen von vierzehn verschiedenen Systemen.

Sorgfältige Standortwahl bleibt entscheidend

Die Systeme stellen eine bedarfsgerechte und effiziente Möglichkeit dar, um ein signifikant erhöhtes Kollisionsrisiko windenergiesensibler Arten zu vermeiden. Insbesondere in Bundesländern mit begrenztem oder konfliktreichem Standortangebot können technische Systeme künftig eine wichtige Rolle für die Genehmigungsfähigkeit von Windenergieanlagen spielen. Voraussetzung für ihre Anwendung in der Praxis ist die nachweisliche Wirksamkeit.

Eine sorgfältige Standortwahl können die technischen Systeme aber nicht ersetzen.

Die Synopse „Technische Systeme zur Vermeidung von potenziellen Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse durch die Windenergienutzung“ finden Sie hier zum Download.

Das KNE erstellt regelmäßig Dokumente für den Wissens­trans­fer, unter anderem Steck­briefe, Synop­sen und Dossiers. Diese werden unter Auf einen Blick veröffentlicht.

Treffen Sie das KNE auf dem Fachforum der Klimaschutzagentur Region Hannover

Berlin, 9. Februar 2018

Treffen Sie das KNE auf dem Fachforum der Klimaschutzagentur Region Hannover

Am 14. Februar findet in Hannover das Fachforum „Technische Systeme zur Vogelerkennung und -vergrämung in Kopplung mit bedarfsgerechter Anlagenabschaltung für Windenergieanlagen“ statt. Das KNE ist mit verschiedenen Formaten am Programm beteiligt.

Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien zur Umsetzung der Energiewende ist gesellschaftlicher Konsens, Veränderungen der Natur und der Landschaften sind dabei jedoch unausweichlich. Für eine naturverträgliche Energiewende ist es daher notwendig, durch geeignete Maßnahmen die Eingriffe in die Natur und die Ökosysteme so gering wie möglich zu halten.

Einen wichtigen Beitrag dazu können technische Systeme an Windenergieanlagen leisten, die Vögel erkennen und vergrämen oder die Anlage bedarfsgerecht abschalten. In den letzten Jahren wurden enorme Fortschritte bei der Entwicklung und Erprobung solcher Systeme gemacht. Im Rahmen von Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion wird der derzeitige Kenntnisstand aufgezeigt, Möglichkeiten und Limitierungen der technischen Systeme werden diskutiert.

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) beteiligt sich am Programm:

  • 14.20 Uhr Vortrag
    Technische Systeme zur Vermeidung von Vogelkollisionen an WEA – ein Überblick,
    Eva Schuster, Referentin Fachinformationen im KNE.
  • 17.15 Uhr Podiumsgespräch
    Teilnahme an der Podiumsdiskussion,
    Eva Schuster, Referentin Fachinformationen im KNE.
  • 13.00 bis 18.00 Uhr Infomarkt
    Wir informieren über die Arbeit und die Angebote des KNE und freuen uns auf das persönliche Gespräch mit Ihnen.

Informationen zur Veranstaltung:
Zeit: 14. Februar 2018 von 13.00 bis 19.00 Uhr.
Ort: Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung Windenergie und Vogelschutz.

Windenergieanlagen im Sonnenuntergang

Bild von Marko Grothe auf Pixabay.